Windkraft

Senvion einigt sich mit Siemens Gamesa über Teilverkauf

Der Firmensitz des Windenergieanlagenherstellers Senvion in der City Nord.

Der Firmensitz des Windenergieanlagenherstellers Senvion in der City Nord.

Foto: dpa Picture-Alliance / Markus Scholz

Große Teile der insolventen Hamburger Firma von deutsch-spanischem Windanlagenbauer übernommen. 2000 Arbeitsplätze gerettet.

Hamburg.  Der insolvente Hamburger Windanlagenhersteller Senvion hat am Montag den Verkauf eines wesentlichen Teils des europäischen On-Shore-Servicegeschäfts und seiner Rotorblattproduktion in Portugal bekanntgegeben. Käufer ist das international tätige Unternehmen Siemens Gamesa mit Sitz in Zamudio bei Bilbao. Rund 200 Millionen Euro zahlt der deutsch-spanische Windanlagenbauer.

Der Gläubigerausschuss von Senvion stimmte der Vereinbarung bereits am 11. Oktober einstimmig zu. Am heutigen Montag wurde der Deal unterzeichnet. Nun müssen noch die zuständigen Aufsichtsbehörden die Vereinbarung absegnen.

500 Arbeitsplätze in Deutschland gerettet

Die Transaktion sichere 2000 Arbeitsplätze (500 davon in Deutschland) und damit rund 60 Prozent aller Stellen bei Senvion. Für andere Geschäftsbereiche von Senvion wurde ein Liquidationsprozess initiiert, um sozialverträgliche Lösungen für verbleibende Mitarbeiter zu gewährleisten. Das Unternehmen war im April wegen Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Großprojekten in die Insolvenz gerutscht.

Yves Rannou, Vorstandsvorsitzender von Senvion, ist überzeugt, dass der neue Eigentümer eine gute
Zukunftsperspektive für den Geschäftsbereich biete. Zudem werde Siemens Gamesa ein neues, sichereres Zuhause für die Mitarbeiter sein.