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Immobilien für 2,7 Milliarden Euro in Hamburg verkauft

Eine Baustelle in der HafenCity. (Symbolbild)

Eine Baustelle in der HafenCity. (Symbolbild)

Foto: picture alliance/dpa

Hansestadt bei Investoren weniger gefragt. Einer der größten Deals: die künftige Firmenzentrale von Vattenfall in der HafenCity.

Hamburg.  Hamburg ist bei internationalen Immobilieninvestoren weniger gefragt als andere deutsche Städte. Unter den 20 besten Städten in Europa sind zwar vier deutsche Metropolen zu finden, aber nicht Hamburg wie aus dem Investitionsindex European Regional Economic Growth des Investmentmanagers LaSalle hervorgeht. Danach kommt Hamburg bei insgesamt 100 Platzierungen nur auf Rang 32, während München (Rang 5), Stuttgart (11), Berlin (13) und Frankfurt (19) deutlich besser als die Hansestadt abschneiden.

In den ersten drei Quartalen wurden in Hamburg gewerbliche Immobilien im Volumen von 2,7 Milliarden Euro verkauft. Damit bleibt das Ergebnis 34 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Makler Großmann & Berger berichtet. In Hamburger Immobilien investieren vor allem nationale Immobiliengesellschaften, während ausländische Käufer nur auf einen Anteil von 18 Prozent kommen.

Größter Immobilien-Deal war Vattenfall-Zentrale

Auch im dritten Quartal konnte keine Immobilie im Wert von mehr als 200 Millionen Euro veräußert werden. Der größte Deal im dritten Quartal war der Kauf des Bürogebäudes Edge Hafencity durch die Allianz Real Estate für rund 160 Millionen Euro. Verkäufer des Objekts, das im Jahr 2022 fertiggestellt wird, war der Projektentwickler Edge Technologies. Es ist die erste Investition des Versicherungskonzerns in der HafenCity.

Nach einer Umfrage von Universal Investment sehen die Investoren die steigenden Immobilienpreise auf dem deutschen Markt kritisch. Das erreichte Niveau sei nicht mehr akzeptabel, meinen knapp 30 Prozent. Vor einem Jahr waren es erst 8,2 Prozent. Im Fokus der Investoren stehen vor allem Wohn- und Büroimmobilien.