Luftfahrtmesse

App meldet dreckige WCs – Airbus holt Luftfahrtpreis

Der Schriftzug des Flugzeugbauers Airbus (Symbolbild)

Der Schriftzug des Flugzeugbauers Airbus (Symbolbild)

Foto: Reuters

Für eine technische Plattform mit dem Namen „Airspace Connected Experience“ hat Airbus einen „Crystal Cabin Award“ gewonnen.

Hamburg/Los Angeles.  Die Flugzeugkabine der Zukunft ist total vernetzt: Per App kann der Passagier sein Essen ordern und die Flugbegleiter kontaktieren, das Bordpersonal erhält mittels Datenfunk Informationen über den Reinigungsbedarf der Waschräume oder den Status der Handgepäckfächer. Für eine technische Plattform mit dem Namen „Airspace Connected Experience“ hat Airbus jetzt auf der Luftfahrtmesse Apex Expo in Los Angeles einen „Crystal Cabin Award“ gewonnen, der als weltweit führende Auszeichnung für Flugzeugkabinen- und Bordprodukte gilt.

„Die nahtlose Vernetzung innerhalb der Kabine wird von enormem Nutzen für die Passagiere sein, die dadurch einen individuell zugeschnittenen, personalisierten und qualitativ hochwertigen Service genießen können“, sagte Sören Scholz, bei Airbus Leiter des Kabinenentwicklungsteams mit Sitz in Hamburg. Im Rennen um die Auszeichnung setzte sich Airbus mit der Vernetzungsplattform gegen einen sprachgesteuerten Waschraum des Flugzeugzulieferers Diehl sowie ein Konzept für Datenübertragung via Licht des französischen Zulieferers Latécoère durch.

Airbus startet 5G-Kooperation mit Vodafone

Mit der Verleihung der jetzt in den USA ausgeschriebenen Sonderkategorie des Crystal Cabin Awards startet auch die neue Bewerbungsphase für die acht Hauptkategorien der Preise, die am 31. März 2020 während der Messe Aircraft Interiors Expo in Hamburg verliehen werden.

Unterdessen haben Airbus und Vodafone eine Kooperation zur Nutzung des neuen Mobilfunkstandards 5G gestartet. Auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt zeigten sie eine mögliche Anwendung: Per 5G-Technik steuerten die Partner das zwölf Meter­ lange, unbemannte Luftschiff „ALtAIR­“ über einem 250 Kilometer entfernten 5G-Testgelände von Vodafone nahe Aachen. In Zukunft sollen solche Luftschiffe bei der Erstellung von genauen 3-D-Karten helfen, aber auch die Fernerkundung von Krisengebieten unterstützen und Liveübertragungen von Großveranstaltungen erleichtern.