"Die Höhle der Löwen"

SofaConcerts lehnt Angebot über 350.000 Euro ab

Miriam Schütt (r.) und Marie-Lene Armingeon aus Hamburg präsentieren mit "SofaConcerts" Livemusik für private Anlässe. Bei ihrer Präsentation wurden sie von den Musikern Jan und Josef Prasil von der Band "Amistat" unterstützt.

Miriam Schütt (r.) und Marie-Lene Armingeon aus Hamburg präsentieren mit "SofaConcerts" Livemusik für private Anlässe. Bei ihrer Präsentation wurden sie von den Musikern Jan und Josef Prasil von der Band "Amistat" unterstützt.

Foto: Bernd-Michael Maurer / TVNOW

Das Hamburger Start-up hat schon Musiker für 5000 Privatkonzerte vermittelt. Warum Löwe Kofler nicht zum Zug kam.

Hamburg. Der Name ist Programm. SofaConcerts ist eine Online-Plattform für exklusive Privatkonzerte. Die können im Wohnzimmer stattfinden, müssen es aber nicht. Miriam Schütt und Marie-Lene Armingeon aus Hamburg stecken hinter der Idee, Bühnen zu schaffen, wo vorher keine waren. Ob für Geburtstag, Hochzeit oder das Jubiläum in der Firma – mit wenigen Klicks finden sich die passenden Künstler.

„Wir möchten das Airbnb für die Musikszene sein“, sagt Miriam Schütt. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ haben sich die Gründerinnen selbst auf die Bühne gewagt. Für ihre Expansionsstrategie warben sie um ein Investment von 350.000 Euro und boten zehn Prozent der Anteile.

Gründerinnen lehnen Kofler-Angebot ab

SofaConcerts hat schon 5000 Konzerte in 19 Ländern ermöglicht. Den Umsatz aus dem Jahr 2018 von 700.000 Euro wollen sie in diesem Jahr verdoppeln. Medienunternehmer Georg Kofler war angetan und bot 350.000 Euro, wollte dafür aber 30 Prozent. Doch die taffen Hamburgerinnen lehnten ab.

"Ich hätte mit mir handeln lassen", sagte Kofler.

„Es kam für uns nicht infrage, unter einer früheren Bewertung von 2,5 Millionen Euro zu bleiben“, sagt Marie-Lene Armingeon. Das würden sie wieder so machen, auch wenn sie sich einen Deal gewünscht hätten. „Aber wir haben sehr positives Feedback mitgenommen und vorbereitend auf die Ausstrahlung sowohl strategische Themen als auch technische Abläufe modifiziert – es kann also weitergehen.“