Hamburger Hafen

Liebherr eröffnet Servicezentrum mit 100 Jobs im Hafen

Hafenchef Jens Meier freut sich über die Neuansiedlung.

Hafenchef Jens Meier freut sich über die Neuansiedlung.

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Kranhersteller weiht Gelände ein und investiert 20 Millionen Euro. HPA-Chef Meier: "Ansiedlung macht uns stolz."

Hamburg.  Im Juni vergangenen Jahres wurde der Grundstein gelegt, gestern war die feierliche Eröffnung. Der Kranhersteller Liebherr mit Hauptsitz in der Schweiz hat am Freitag eine Niederlassung im Herzen des Hamburger Hafens auf Steinwerder eingeweiht. Auf einem 44.000 Quadratmeter großem Gelände mit eigener Kaikante hat das Unternehmen ein Vertriebs- und Servicezentrum für maritime Kräne gebaut.

Dort sollen künftig Schiffs- Offshore und Hafenkräne sowie Baumaschinen repariert und gewartet werden. Außerdem dient der Standort auch als Rückgabestelle für Mietgeräte. Bisher hatte Liebherr bereits einen Standort in Harburg, der jetzt in dem neuen, größeren Hafenstandort aufgeht. Insgesamt sollen im Hafen mehr als 100 Menschen bei dem Unternehmen arbeiten. Vermieter der Flächen ist die Hamburg Port Authority.

150 Personen sollen bei Liebherr arbeiten

Mittelfristig sollen am neuen Standort auf Steinwerder sogar etwa 150 Menschen arbeiten. Nicht allein deshalb misst Hamburgs Hafenbehörde der Investition Liebherrs von rund 20 Millionen Euro besondere Bedeutung zu:

„Uns als Hamburg Port Authority macht es sehr stolz, wenn wir heute sehen, was für einen attraktiven Standort die Firma Liebherr hier im Herzen unseres Hamburger Hafens innerhalb kürzester Zeit aufgebaut hat“, sagte HPA-Geschäftsführer Jens Meier. „Liebherr steht mit seinen Industrie-Produkten in der maritimen Wirtschaft sowohl für Innovationskraft, als auch wörtlich genommen für echte Größe. Somit passt diese Ansiedlung perfekt hierher.“

Senator Westhagemann fliegt aus Israel ein

Für den Hamburger Senat ist das Projekt zugleich ein wichtiger Schritt, mehr Industrie im Hafen zu verankern. Dieser soll angesichts der Konkurrenz von Rotterdam und Antwerpen auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein. Von der Ansiedlung Liebherrs verspricht sich der Senat eine stärkere Wertschätzung des Hafens bei Reedern, Umschlagsbetrieben und Verladern.

Nicht jeder Standort bietet gleich eine eigene Reparaturwerkstatt für Schiffskräne. „Diese Ansiedelung fügt sich in die hafenpolitische Strategie des Senats ein“, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos), der erst am Mittag von einer Delegationsreise nach Israel zurückgekehrt war.