Handel

dm-Chef übernimmt Vorsitz der Baumarktkette Hornbach

Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Drogeriemarktkette dm, wird neuer Vorstandschef Hornbach.

Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Drogeriemarktkette dm, wird neuer Vorstandschef Hornbach.

Foto: Uli Deck / dpa

Hammer und Holz statt Balea und Babybedarf: dm-Chef Erich Harsch geht zu Hornbach. Hinter dem Wechsel steckt eine traurige Geschichte.

Berlin. Von der Drogerie in den Baumarkt: Der bisherige Chef von dm wird zukünftig die Geschäfte der Kette Hornbach als Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG leiten. Für Anfang 2020 ist der Wechsel an der Spitze angekündigt – Erich Harsch folgt dann auf Steffen Hornbach.

Hornbach muss seinen Posten laut einer Mitteilung des Unternehmens aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Der 61-Jährige ist seit 1988 im Unternehmen und wurde im November 2001 Vorstandschef.

Von dm zu Hornbach: Harsch neuer Vorstandschef

Harsch ist seit 2008 Vorsitzender der Geschäftsführung der Drogeriekette dm sowie langjähriges Mitglied des Aufsichtsrates bei Hornbach. Insofern sei der 57-Jährige ein ausgewiesener Einzelhandelsexperte und auch mit dem Geschäftsmodell des pfälzischen Baumarktkonzerns vertraut, so die Baumarktkette. Aufsichtsratschef Albrecht Hornbach, Bruder von Steffen Hornbach, nannte Harsch „die ideale Besetzung“.

Vor knapp zwei Wochen hatte Hornbach bekanntgegeben, dass der Chef aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten wolle. „Der Aufsichtsrat hat seinen Wunsch zur Kenntnis genommen und wird frühestmöglich einen geeigneten Nachfolger, der ein externer Kandidat sein könnte, benennen“, hieß es in der Mitteilung Mitte August.

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Bruder hat nur gute Worte für den scheidenden Chef

Steffen Hornbachs Bruder Albrecht, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG ließ mitteilen, es sei dem scheidenden Chef „gelungen, das Unternehmen auch in zunehmend reiferen Märkten auf nachhaltigem Wachstumskurs zu halten. Gleichzeitig wurden unter seiner Führung die Grundlagen dafür geschaffen, die Wettbewerbsfähigkeit in einer sich dramatisch ändernden Welt des Handels zu bewahren.“

Die Konkurrenz in der Branche schläft nicht – Rossmann will 200 neue Filialen eröffnen. Zuletzt hatten die beiden Konkurrenten – unabhängig voneinander – ein Recycling-Initiative gestartet. (ses/dpa)