Hamburg

Die ersten ausleihbaren E-Tretroller sind da

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Knapp eine Woche nach der Zulassung der E-Tretroller in Deutschland können die Hamburger elektrisch losrollern. Die Standorte der Roller des amerikanischen Unternehmens Lime werden auf einer Smartphone-App angezeigt, auch das Mieten und Bezahlen läuft über die App

Knapp eine Woche nach der Zulassung der E-Tretroller in Deutschland können die Hamburger elektrisch losrollern. Die Standorte der Roller des amerikanischen Unternehmens Lime werden auf einer Smartphone-App angezeigt, auch das Mieten und Bezahlen läuft über die App

Foto: dpa

Verleihdienst Lime hat in Hamburg die Nase vorn. Mit den Scootern entsteht ein neuer Beruf: der des Rolleraufladers.

Hamburg.  Die ersten ausleihbaren E-Tretroller sind da. Knapp eine Woche nach Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeugeverordnung, die die Benutzung der Roller erlaubt, hat der US-Anbieter Lime am Freitag mit dem Aufstellen seiner Gefährte begonnen – zunächst offenbar nur in der Innenstadt. Um sie auszuleihen, muss man sich eine App aufs Handy laden. Zu zahlen sind eine Grundgebühr von einem Euro plus 20 Cent pro zurückgelegtem Kilometer. Am Nachmittag kündigte auch der Verleiher Circ an, in Hamburg starten zu wollen.

Lime ist damit etwas gelungen, was sich in dem hart umkämpften Verleih-Markt als Vorteil erweisen könnte. Experten gehen davon aus, dass sich langfristig nur die ersten vier bis fünf Anbieter halten werden können. Denn nur wenige Nutzer, heißt es, werden sich mehr als vier oder fünf Ausleih-Apps herunterladen. Lime hat nun zumindest in Hamburg die Nase vorn.

Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein

Über die Pläne des Unternehmens ist indes wenig zu erfahren. Wann in welchen Stadtteilen Tretroller ausgeliehen werden können, ist unbekannt. Klar ist immerhin, dass Lime eine Altersbegrenzung einführt. Die Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Und sie müssen einer Art Verhaltenskodex zustimmen. Damit verpflichten sie sich zum Beispiel, nicht auf den Bürgersteigen zu fahren und beim Fahren einen Helm zu tragen. Und sie sollen ihr Fahrzeug parken, „ohne Fußwege, Zufahrten und Eingänge zu blockieren“.

Wie viele Lime-Roller im Einsatz sind, ist unbekannt. Die Stadt hat in einer für die Verleihdienste allerdings nicht bindenden Vereinbarung festgelegt, dass jeder Anbieter innerhalb des Rings 2 nur maximal 1000 Fahrzeuge aufstellen darf. Außerdem soll es No-Parking-Zonen geben, in denen das Parken und Zurückgeben der Gefährte technisch nicht möglich sein soll. Laut Verkehrsbehörde ist Lime bereits mitgeteilt worden, wo diese Zonen genau liegen.

Mit den Verleihdiensten entsteht ein neuer Beruf: der des Rolleraufladers. Das sind Menschen, die E-Roller nachts einsammeln, aufladen und wieder auf die Straße stellen. Lime bezahlt pro Roller, der genaue Preis ist unbekannt. In Wien, wo die Firma ebenfalls aktiv ist, wird für den Job so geworben: „Benutze deinen Van, Pickup, SUV, oder geh einfach zu Fuß, um sie zu deinem Zuhause zu transportieren. Lade die Roller über Nacht, damit die voll aufgeladenen Roller von Touristen oder Einheimischen benutzt werden können. Du verdienst ein zusätzliches Einkommen, und der Planet muss nicht so viel CO2 ausgesetzt werden. Du kannst arbeiten und Geld verdienen, wann immer du möchtest.“

( pop )

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