Hamburg Süd

Oetker-Familie spendiert ihrer Ex-Reederei eine Ausstellung

Historisches Dokument: Der Dampfer Cap Arcona der Hamburg Süd am Silvestertag 1941 beim Auslaufen aus dem Hamburger Hafen.

Historisches Dokument: Der Dampfer Cap Arcona der Hamburg Süd am Silvestertag 1941 beim Auslaufen aus dem Hamburger Hafen.

Foto: Imago/Arkivi

Zum 150-jährigen Bestehen von Hamburg Süd ist eine Sonderausstellung geplant. Zuvor will das Maritime Museum eine Sammlung aufbauen.

Hamburg.  Hamburg Süd und das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) wollen gemeinsam eine historische Sammlung rund um die Historie der Hamburger Traditionsreederei präsentieren. Ziel sei es, die Geschichte der 1871 gegründeten Hamburg Süd anhand von wichtigen Bildern, Schiffsmodellen, Schriftstücken sowie weiteren Exponaten und Akten aus dem Archiv in Form einer Dauerausstellung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Historische Sammlung für Forschungszwecke

Geplant ist zudem eine große Sonderausstellung zum 150-jährigen Bestehen der Reederei im Jubiläumsjahr 2021. Die historische Sammlung soll darüber hinaus dauerhaft im Internationalen Maritimen Museum zu Forschungszwecken zur Verfügung stehen. Die Finanzierung der mehrjährigen Vorarbeiten und der Ausstellungen ist durch eine bedeutende Spende der Oetker-Familie sichergestellt, in deren Eigentum sich die Hamburg Süd mehr als acht Jahrzehnte lang befand. 2017 verkaufte die Familie die Reederei an die heutige Gesellschafterin Maersk, die weltgrößte Linienreederei mit Sitz in Kopenhagen.

Oetker: "Reiches geschichtliches Erbe"

Man wolle mit der Spende das „reiche geschichtliche Erbe“ von Hamburg Süd sowie die Zusammenhänge rund um die internationale Schifffahrt des 19. und 20. Jahrhunderts einem breiten Publikum näherbringen, sagte August Oetker für die Familie Oetker. „Die beschlossene Übergabe der historischen Sammlung ist für uns eine große Ehre. Das Internationale Maritime Museum sieht sich in der Verantwortung, die Geschichte des Hamburger Hafens und der Reedereien als Kulturgut zu bewahren, wissenschaftlich zu erforschen und dem nationalen und internationalen Publikum zu vermitteln“, so Peter Tamm, Vorstand des Maritimen Museums. Die Sammlung der Hamburg Süd und die Spende der Familie Oetker stellten für das Museum eine große Bereicherung dar.