Hamburg

Otto baut neue Firmenzentrale – ohne Vorstandsbüros

So soll  die neue Zentrale aussehen

So soll die neue Zentrale aussehen

Foto: PR

Der neue Hauptsitz des Handelskonzerns soll auf neun Etagen im Multi-Space-Konzept moderne Räume für 1800 Mitarbeiter bereitstellen.

Hamburg.  Otto baut in Hamburg: Bis Sommer 2022 wird auf dem bestehenden Grundstück in Hamburg-Bramfeld eine neue Firmenzentrale entstehen, teilte der Konzern mit. Otto investiere dabei in den architektonisch anspruchsvollen Umbau eines alten Lagergebäudes. Der neue Hauptsitz soll auf neun Etagen im Multi-Space-Konzept moderne Arbeitsräume für 1800 Mitarbeiter bereitstellen.

Eine Besonderheit: Die Vorstände von Otto geben ihre Einzelbüros auf und sitzen dann – ganz im Sinne von New Work – bei den Mitarbeitern ‚auf der Fläche‘. „Die Geschichte von Otto ist einzigartig, und so soll auch unser Otto-Campus ein einzigartiger Ort der Zusammenarbeit werden. Unsere Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen und hier gerne am digitalen Handel der Zukunft arbeiten“, sagte Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Otto.

Umsatz gesteigert

Der Versandhändler Otto hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 8,0 Prozent auf erstmals mehr als 3,0 Milliarden Euro verbucht. Mit Erlösen von 3,2 Milliarden Euro habe Otto ein sehr gutes Jahr 2018/19 (28. Februar) verzeichnet, sagte Opelt. Er erwartet für das neue Geschäftsjahr einen Wachstumssprung in ähnlichem Umfang. "Der Fokus liegt aber darauf, dass wir technologisch einen deutlichen Schritt vorwärts machen", sagte Opelt.

Das Unternehmen will wie im Vorjahr erneut 100 Millionen Euro in Technologie und neue Arbeitsplätze investieren. Es gebe durchschnittlich rund 400 bis 500 offene Stellen. Für den Online-Händler Otto.de arbeiten rund 4900 Menschen, davon 3000 am Firmensitz Hamburg. Die Versandhandelstochter gehört zum internationalen Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group.