Tarifverhandlungen

Keine neuen Streiks – Bahn und Gewerkschaft EVG einigen sich

Einigung im Tarifstreit der Deutschen Bahn.

Einigung im Tarifstreit der Deutschen Bahn.

Foto: Soeren Stache / dpa

Gute Nachricht für Zugreisende vor Weihnachten: Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG haben ihren Tarifstreit beendet.

Berlin.  Wenige Tage vor Weihnachten haben sich die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG im Tarifkonflikt geeinigt. Es gebe einen Abschluss, bestätigten beide Seiten am Samstagmorgen. Weitere Warnstreiks seien damit abgewendet.

Die EVG vertritt rund 160.000 Bahn-Beschäftigte. „Es gibt eine Einigung“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Samstagmorgen. Ein Sprecher der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) bestätigte: „Wir haben einen Abschluss erzielt.“ Unser Kommentator findet: „Der Bahn-Tarifvertrag ist Vorbild für Modelle mit Zukunft.“

Darauf haben sich Bahn und EVG geeinigt:

  • Lohnerhöhung von insgesamt 6,1 Prozent in zwei Stufen.
  • 3,5 Prozent mehr Geld zum 1. Juli 2019.
  • Ein Jahr später noch einmal 2,6 Prozent mehr Lohn.
  • Einmalzahlung im Februar 2019 in Höhe von 1000 Euro.
  • Die neuen Tarifverträge gelten bis 28. Februar 2021

Die mit der Gewerkschaft EVG gefundene Tarifeinigung hat aus Sicht der Deutschen Bahn AG weitreichende Bedeutung. „Wir haben einen weiteren Schritt in eine deutlich modernere und attraktivere Tariflandschaft gemacht“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Samstag in Berlin. Der Abschluss sei ein „deutliches Signal“ an die Mitarbeiter. „Es geht um Qualität und Zuverlässigkeit. Dafür brauchen wir motivierte Mitarbeiter“, betonte Seiler.

Anfang der Woche hatte ein bundesweiter Warnstreik der EVG für erhebliche Ausfälle im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn gesorgt .

Der Konflikt zwischen der Lokführer-Gewerkschaft (GDL) und der Deutschen Bahn schwelt hingegen weiter. GDL-Chef Claus Weselsky hat der Deutschen Bahn im Interview mit unserer Redaktion am Freitag Lügen vorgeworfen und die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt .

(dpa/hip)