Ladenkette

BR-Spielwaren meldet Insolvenz an – auch Hamburg betroffen

Eine Filiale von BR-Spielwaren in Hannover

Eine Filiale von BR-Spielwaren in Hannover

Foto: imago/Rust

Allein in der Hansestadt unterhält die Ladenkette zehn Filialen. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weitergehen.

Hamburg. Mitten im heißen Weihnachtsgeschäft hätte man diese Nachricht kaum erwartet: Die BR-Spielwaren GmbH mit 180 Mitarbeitern hat bereits am vergangenen Mittwoch (5. Dezember) beim Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den 21 Filialen, davon zehn in Hamburg, soll nach Unternehmensangaben aber fortgeführt werden.

Eine Investorensuche sei mit dem Ziel des Verkaufs des Unternehmens und des Erhalts der Stellen in die Wege geleitet worden, hieß es. „Erste Interessenten haben bereits Kontakt aufgenommen, sodass schon in diesem frühen Stadium Anlass für vorsichtigen Optimismus besteht“, sagte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus.

Dänischer BR-Mutterkonzern kündigt Rückzug aus Norddeutschland an

Die ersten BR-Filialen wurden 1963 in Dänemark eröffnet. Aktuell betreibt die Kette 247 Läden in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland sowie Norddeutschland. Am 30. November hatte die Muttergesellschaft Top-Toy A/S ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren in Dänemark eingeleitet und angekündigt, sich aus Norddeutschland zurückzuziehen.

Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent der Gründerfamilie Gjørup und wird mittlerweile in der dritten Familiengeneration geführt. In Hamburg ist BR unter anderem mit Filialen im Elbe-Einkaufszentrum und im Ottenser Mercado vertreten. Dort war der Konkurrenzdruck zuletzt durch ein neues Ladengeschäft des mehrfach ausgezeichneten Spezialgeschäfts Hartfelder Marken- und Qualitätsspielzeug erhöht worden.