Handelskammer

Hamburg–China: Pro Woche fahren bis zu 30 Züge

Bürgermeister Peter Tschentscher (r.),
Chinas Vizepremier Liu He

Bürgermeister Peter Tschentscher (r.), Chinas Vizepremier Liu He

Hamburg Bürgermeister Peter Tschentscher beendet China Summit 2018 mit einem Bekenntnis zur Seidenstraße.

Hamburg.  Hamburgs Handelskammer-Präses Tobias Bergmann hat beim „Closing Lunch“ des China Summits vor 450 Gästen die große Bedeutung der Hansestadt als Teil der „neuen Seidenstraße“ betont. „Hamburg kommt als End- und Knotenpunkt der land- und seeseitigen Seidenstraßen-Routen in Europa eine zentrale Rolle zu“, sagte Bergmann im Commerzsaal der Handelskammer.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hob in seinem Grußwort hervor, dass Hamburg als Deutschlands Kompetenzzentrum für moderne maritime Logistik und mit seiner Schienenanbindung über europaweit einmalige Bedingungen verfüge. „Jede Woche verkehren schon heute bis zu 30 Züge zwischen Hamburg und 27 chinesischen Städten“, so Tschentscher. Gegenseitige Investitionen seien ein Weg hin zu einer engeren Zusammenarbeit entlang der „Neuen Seidenstraße“ und stünden im Fokus der entsprechenden Initiative.

Kultureller Mehrwert

Diese war auch ein Schwerpunkt des Gesprächs von Chinas Vizepremierminister Liu He und Tschentscher im Rathaus. „Mit Vizeministerpräsident Liu He ist der bedeutendste chinesische Wirtschafts- und Finanzpolitiker nach Hamburg gekommen“, so Tschentscher. „Wir freuen uns über dieses Interesse an unserem Wirtschaftsstandort und den Hamburger Unternehmen. Unsere Kompetenz und Erfahrungen in der Logistik können wir in die Umsetzung der Seidenstraßeninitiative einbringen.“

Der Vorstandsvorsitzende der First Eastern Investment Group in Hongkong, Victor L. L. Chu, hatte in seiner Eröffnungsrede den langfristigen wirtschaftlichen und kulturellen Mehrwert dieser Initiative hervorgehoben. „Wir sollten nicht vergessen, dass der Ausbau von Infrastruktur zwischen verschiedenen Weltregionen automatisch mit Handel, Investitionen und kulturellem Austausch einhergeht“, so Chu.

Lorenz-Meyer sieht Hamburg auf gutem Weg

Robert Lorenz-Meyer, Co-Chairman des China-Gipfels, sieht die Hansestadt dabei auf einem guten Weg: „Hamburg ist ein positives Beispiel dafür, wie europäische und chinesische Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten, um Innovationen und nachhaltiges Wachstum zu befördern.“ Lorenz-Meyer bedankte sich zudem bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für seine Teilnahme an der zweitägigen Hamburger Konferenz.