Mobilität

DriveNow und Car2Go: BMW und Daimler wohl über Fusion einig

Die beiden bekanntesten deutschen Carsharing-Dienste, DriveNow von BMW und Car2Go von Daimler, werden künftig unter einem Dach firmieren.

Die beiden bekanntesten deutschen Carsharing-Dienste, DriveNow von BMW und Car2Go von Daimler, werden künftig unter einem Dach firmieren.

Foto: Olaf Kraehn / imago/Kraehn

Daimler und BMW haben laut einem Bericht die Fusion ihrer Mobilitätsdienste beschlossen. Nicht nur Carsharing-Kunden sind betroffen.

Berlin.  BMW und Daimler sollen sich nach rund einem Jahr der Verhandlungen auf den Zusammenschluss ihrer Mobilitätsdienste geeinigt haben. Unter anderem würde das die Fusion der beiden größten Carsharing-Sparten bedeuten: DriveNow von BMW und Car2Go von Daimler. Laut dem „Manager Magazin“, das sich auf Konzernkreise beruft, haben sich die Firmenchefs nun auf die Details der Fusion verständigt.

Demnach soll ein neues Mobilitätsunternehmen mit Sitz in Berlin aus der Fusion hervorgehen – und nicht nur Carsharing anbieten: Auch Töchter wie der Mobilitätsdienstleister Moovel, der Taxidienst MyTaxi, den US-Carsharing-Dienst ReachNow und den Parkdienst ParkNow sollen unter dem neuen Dach firmieren.

Laut „Manager Magazin“ wollen Daimler und BMW jeweils 50 Prozent des neuen Unternehmens halten. Die Kartellbehörden müssen dem Deal allerdings noch zustimmen.

DriveNow und Car2Go kommen zusammen auf 4 Millionen Kunden

DriveNow und das größere Car2Go kommen zusammen derzeit auf rund 4 Millionen Kunden. Bei Mobilitätsdiensten gilt Größe als entscheidendes Kriterium: Die auf dem Weltmarkt dominierende Konkurrenz der US-Fahrdienstvermittler Uber und Lyft sowie der chinesische Anbieter Didi Chuxing haben ein Vielfaches der Kunden.

Am Mittwoch hatte BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer auf der Bilanz-Pressekonferenz gesagt, man habe den Schritt der Komplettübernahme nicht gemacht, um nun in Stillstand zu verfallen.

Das neue Unternehmen werde mit deutlich mehr als einer Milliarde Euro bewertet, hieß es im Bericht des „Manager Magazin“. Mittelfristig sei auch ein Börsengang denkbar.

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(ba/dpa)