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Tuifly baut nach Air-Berlin-Pleite eigene Flotte aus

Tuifly-Maschinen wie diese in Hannover (Niedersachsen) könnten künftig noch häufiger starten.

Tuifly-Maschinen wie diese in Hannover (Niedersachsen) könnten künftig noch häufiger starten.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Tuifly hat große Pläne. Nach der Pleite von Air Berlin werden mehr Maschinen für Tui fliegen – der Langstrecken-Ausbau ist geplant.

Hannover.  Die Zukunft des Ferienfliegers Tuifly im weltgrößten Reisekonzern Tui ist gesichert. „Die Grundsatzfrage: Braucht Tui eine Fluggesellschaft oder nicht – diese Frage ist vom Tisch“, sagte Tuifly-Chef Roland Keppler.“

Der Konzern habe entschieden, dass die Fluggesellschaft zu Tui gehöre. Nach der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) habe auch Verdi einem Tarifvertrag zugestimmt, der angedrohte Entlassungen abwenden soll. Keppler bezifferte die Einsparungen auf ein Gesamtvolumen von knapp 30 Millionen. Die Airline will nun auch alle einst lukrativ an Air Berlin verleasten 14 Jets wieder in ihre eigene Flotte integrieren.

Ein Drei-Jahres-Vertrag sieht vor, dass die Tuifly künftig mit 32 Maschinen statt der heute 25 Jets fliegen wird. Perspektivisch werde neben einem effizienteren Betrieb der Maschinen auch an eine Ausweitung des Flugnetzes im Langstrecken-Bereich gedacht, sagte Keppler.

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Personalübergang nach Air-Berlin-Pleite

Air Berlin hatte bei Tuifly 14 Jets samt Besatzung gechartert, die mit der Pleite der Fluggesellschaft an die Airline des Reisekonzerns Tui zurückgegeben wurden. Dadurch entstand ein Personalüberhang bei Tuifly.

Anders als bei derartigen „Wetlease“-Verträgen üblich hatte Air Berlin von Tuifly ein Geschäftsmodell samt kompletten Streckenrechten übernommen, so dass die Vertragskonditionen über dem marktüblichen Wert lagen. Mit der Rückgabe fielen so bei Tuifly wichtige Erlöse weg. „Wenn man einen lukrativen Vertrag verliert, dann ist es immer unschön“. Doch, so Keppler weiter: „Gleichzeitig ist die Air Berlin im Kern auch Wettbewerber gewesen, der seit zehn Jahren kein Geld verdient hat“. (dpa)

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