Volkswagen

Bericht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Chef Müller

VW-Chef Matthias Müller.

VW-Chef Matthias Müller.

Foto: Alexander Koerner / Getty Images

Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut einem Medienbericht gegen den Volkswagen-Chef Matthias Müller. Der Verdacht: Marktmanipulation.

Stuttgart.  Laut der „Wirtschaftswoche“ hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Volkswagenchef Matthias Müller, gegen den VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und den Ex-VW-Chef Martin Winterkorn aufgenommen. Gegen alle werde wegen des Verdachts auf Marktmanipulation ermittelt.

Der „Wirtschaftswoche“ zufolge gehen die Ermittlungen auf eine Anzeige der Finanzaufsicht BaFin zurück. Die BaFin bestätigte der Zeitung, dass die Behörde im Sommer 2016 eine Strafanzeige gestellt habe. In der Anzeige ging es demnach um „informationsgestützte Marktmanipulation in Aktien der Porsche Automobil Holding SE im Zusammenhang mit der Dieselthematik“.

2015 brach der VW-Börsenkurs ein

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte der „Wirtschaftswoche“ Strafanzeigen gegen den damaligen Porsche-Vorstand. Die Behörde nannte Anzeigen gegen Müller, Pötsch, Winterkorn und den Porsche-Manager Philipp von Hagen. Zur Art der Verfahren wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.

2015 deckten US-Behörden auf, dass Volkswagen in den USA die Abgasmessung von Dieselfahrzeugen manipuliert hat. Danach brach der Börsenkurs ein. Im Kern geht es um die Frage, ob die Firmenchefs rechtzeitig über die Probleme informiert haben. Dem Gesetz zufolge müssen Nachrichten, die den Börsenkurs beeinflussen, umgehend („ad hoc“) publiziert werden.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil die VW-Dachgesellschaft Porsche SE dort ihren Sitz hat. Neben Müller waren auch die anderen Genannten damals für die Beteiligungsgesellschaft tätig: Winterkorn war PSE-Chef, Pötsch Finanzvorstand. (dpa/les)