Diesel-Update

VW erwirkt einstweilige Verfügung gegen Umwelthilfe

Der Autobauer VW geht mit einer einstweiligen Verfügung gegen die Deutsche Umwelthilfe vor.

Der Autobauer VW geht mit einer einstweiligen Verfügung gegen die Deutsche Umwelthilfe vor.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Volkswagen geht juristisch gegen die Deutsche Umwelthilfe vor: Der Autobauer will in seinen Augen „unwahre Behauptungen“ untersagen.

Wolfsburg.  Im Streit über die Wirksamkeit des Updates für vom Abgasskandal betroffene VW-Dieselmotoren hat der Autobauer eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Umwelthilfe erwirkt. Die am Landgericht Düsseldorf erwirkte Verfügung richtet sich gegen die Umwelthilfe und ihren Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, wie die Organisation am Mittwoch mitteilte.

Volkswagen begrüßte den Beschluss: Damit werde der Organisation und dem Bundesgeschäftsführer untersagt, „unwahre Behauptungen über die Wirksamkeit der technischen Anpassungsmaßnahmen zu streuen, die Volkswagen Kunden mit betroffenen Dieselmotoren bietet.“ Resch kündigte Widerspruch an.

Zuvor hatte die Umwelthilfe wegen des Abgasskandals erneut das Kraftfahrt-Bundesamt verklagt. Die Organisation geht gegen eine aus ihrer Sicht rechtswidrige Rückrufanordnung der Behörde vor. Hintergrund sind eigene Untersuchungen der Umwelthilfe und auch andere Prüfungen des Abgasverhaltens von VW-Dieseln, die nach dem Software-Update angeblich weiter überhöhte Stickoxidemissionen zeigen. (dpa)