Fastfood

Restaurantkette Nordsee steht offenbar wieder zum Verkauf

Die Wurzeln von Nordsee liegen in Bremen. Die ersten Schnellrestaurants wurden 1965 eröffnet.

Die Wurzeln von Nordsee liegen in Bremen. Die ersten Schnellrestaurants wurden 1965 eröffnet.

Foto: Imago / HA

Berichten zufolge soll die Fastfood-Kette Nordsee wieder verkauft werden. Sie gehört anteilig Müller Milch und der Bäckerei Kamps.

Frankfurt.  Die Restaurantkette Nordsee steht Insidern zufolge wieder zum Verkauf. Der schwäbische Molkerei-Unternehmer Theo Müller („Müller Milch") und der ehemalige Großbäcker Heiner Kamps haben die Investmentbank GCA Altium damit beauftragt, einen Käufer für die 372 Restaurants mit 4800 Mitarbeitern zu suchen, wie mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Die ersten Interessenten hätten sich schon gemeldet, hieß es in Finanzkreisen. Dazu dürften Finanzinvestoren gehören, die mit Nordsee ins Ausland expandieren wollen, aber auch Konkurrenten aus der Branche. Wie viel Nordsee einbringe, hänge auch davon ab, wie teuer die Renovierung der Restaurants werde, sagte einer der Insider.

Nordsee-Verkauf könnte bis zu 300 Millionen Euro bringen

Gemessen an den Bewertungen von Konkurrenten aus dem Ausland könnte der Verkauf mehr als 300 Millionen Euro einbringen. 2015 kam Nordsee auf einen Umsatz von rund 350 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag bei 30 Millionen Euro und soll in diesem Jahr stabil bleiben.

Ein Müller-Milch-Sprecher wollte sich konkret nicht zu den Verkaufsplänen äußern.

Die Wurzeln von Nordsee liegen in Bremen. Fischer gründeten dort vor 120 Jahren die „Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft Nordsee". Die ersten Schnellrestaurants wurden 1965 eröffnet. Ein Teil der Filialen wird heute von Franchisenehmern betrieben. (rtr)