Schleswig

Rechtsstreit um Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

Der Nord-Ostsee-Kanal soll an verschiedenen Stellen begradigt werden, um größeren Schiffen die Passage zu ermöglichen.

Der Nord-Ostsee-Kanal soll an verschiedenen Stellen begradigt werden, um größeren Schiffen die Passage zu ermöglichen.

Foto: Christian Charisius / dpa

Kläger und Beklagte wollen in den kommenden Tagen zusammen einen Kompromiss ausloten. Anwohner befürchten Lärmbelastungen.

Schleswig.  Im gerichtlichen Streit um mehr Lärmschutz beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wollen Anwohner sowie Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes möglichst einen Vergleich erzielen. Beide Seiten seien sehr interessiert an einem Vergleich auf Basis eines vom Oberverwaltungsgericht (OVG) unterbreiteten Vorschlags, sagte die Kläger-Anwältin am Mittwoch in Schleswig. Kläger und Beklagte wollen in den nächsten Tagen zusammen einen Kompromiss ausloten.

Zwei Ehepaare klagen

Anwohner aus dem am Kanal gelegenen Ort Quarnbek-Rajensdorf befürchten große Belastungen durch Lärm an der Großbaustelle. Zwei Ehepaare klagen gegen den Bund, vertreten durch die WSV, um höheren Lärmschutz zu erreichen. Im Planfeststellungsbeschluss gibt es bereits Schutzanordnungen zum Baulärm. Beispielsweise sind Bauarbeiten im Umkreis von Wohnbebauung von 20 bis 7 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen untersagt. Auch gibt es Dezibelgrenzen. Der OVG-Vorschlag sieht unter anderem vor, den Radius um die Häuser der Kläger, in dem nachts und am Wochenende nicht gebaut werden darf, zu erweitern. Der Ausbau der Oststrecke zwischen Königsförde und Kiel-Holtenau soll größeren Schiffen auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Begegnung ermöglichen.