Autobauer

VW und Zulieferer vertagen weitere Verhandlungen auf Montag

Volkswagen setzt im Streit mit zwei Zulieferern auf eine gütliche Einigung. Den Rechtsweg will sich der Auto-Konzern dennoch offen halten.

Volkswagen setzt im Streit mit zwei Zulieferern auf eine gütliche Einigung. Den Rechtsweg will sich der Auto-Konzern dennoch offen halten.

Foto: FABIAN BIMMER / REUTERS

Einigung in Sicht? VW kündigt im Streit mit den Lieferanten Verhandlungslösung an. Die Gespräche sollen am Montag fortgesetzt werden.

Wolfsburg/Berlin.  Im Streit mit zwei Zulieferern will der Volkswagen-Konzern (VW) ungeachtet seiner Erfolge vor Gericht auf eine gütliche Einigung setzen. „Wir sind mit den Lieferanten weiter im Kontakt und suchen eine Einigung auf dem Verhandlungsweg“, sagte ein Sprecher der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) laut Vorabbericht. „Zugleich halten wir uns aber auch den Rechtsweg weiter offen.“

Aus dem Umfeld der Zulieferfirmen hieß es dem Blatt zufolge jedoch, dass VW die Gespräche erst am Montag fortsetzen wolle und ein Treffen am Wochenende abgelehnt habe. Der Machtkampf zwischen VW und den Zulieferern könnte den Dax-Konzern teuer zu stehen kommen. Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sagte den „Ruhr Nachrichten“ (Samstagausgabe), VW drohten „Gewinneinbußen im hohen dreistelligen Millionen-Bereich“.

Wegen der fehlenden Bauteile der beiden sächsischen Firmen Car Trim und ES Automobilguss muss im VW-Stammwerk in Wolfsburg die Produktion des Golf ruhen. Ingesamt wird Volkswagen voraussichtlich in fünf Werken mehr als 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Die beiden Zulieferer werfen VW einen Missbrauch seiner Marktmacht vor. (rtr)