Autohersteller

BMW ruft 120.000 Autos wegen japanischer Airbags zurück

BMW ruft Fahrzeuge der Modellreihe X5 zurück.

BMW ruft Fahrzeuge der Modellreihe X5 zurück.

Foto: Jan Woitas / dpa

Zahlreiche Hersteller kämpfen mit Problemen bei Airbags des Herstellers Takata. Nun muss auch BMW nachbessern bei zwei Modellen.

München.  BMW ruft in den USA 120.000 Autos mit Airbags des japanischen Herstellers Takata vorsorglich zurück. Bei dem Rückruf gehe es um die Modelle BMW X5 und X6 der Baujahre 2006 bis 2011, sagte ein BMW-Sprecher am Freitag in München. Die Fahrzeuge sollten in den kommenden Monaten in die Werkstatt.

In Autos anderer Hersteller hätten Takata-Airbags falsch ausgelöst, bei BMW sei noch nichts passiert. Die mangelhaften Airbags des japanischen Zulieferers Takata sind seit Jahren schon berüchtigt in der Autobranche. Betroffen sind fast alle großen Autobauer.

So hatte Daimler vor einer Woche mitgeteilt, seine Rückrufe in den USA und Kanada ausweiten zu müssen. Dabei geht es um 200.000 Fahrzeuge, bei denen Beifahrer-Front-Airbags defekt sein könnten. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA hatte zu Monatsbeginn den Rückruf weiterer bis zu 40 Millionen Takata-Airbags angeordnet. Bereits zuvor hatte es sich mit knapp 29 Millionen betroffenen Airbags um die größte Rückrufaktion der US-Geschichte gehandelt.

Mehr als zwölf Millionen Autos betroffen

In den USA rufen acht Autobauer insgesamt mehr als zwölf Millionen weitere Wagen wegen möglicher Probleme mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata zurück. Der Großteil entfällt auf Honda und Fiat Chrysler, die jeweils mehr als vier Millionen Fahrzeuge wegen eines Defekts von Airbags auf der Beifahrerseite in die Werkstätten beordern müssen, wie aus am Freitag veröffentlichten Dokumenten der US-Aufsichtsbehörden hervorgeht.

Der 1933 gegründete Takata-Konzern steckt wegen des Rückrufs von mehr als 50 Millionen Autos in Schwierigkeiten. Manche Airbags können bei anhaltend hoher Feuchtigkeit und hohen Lufttemperaturen bei einem Aufprall mit zu viel Kraft explodieren, wodurch Fahrzeuginsassen von Splittern getroffen werden können. Weltweit stehen mindestens 13 Todesfälle und mehr als 100 Verletzte mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung. (dpa/rtr)