Geschäftszahlen

1&1-Mutter United Internet wächst durch viele Neukunden

1&1 ist die bekannteste und wichtigste Marke von United Internet.

1&1 ist die bekannteste und wichtigste Marke von United Internet.

Foto: imago/Sascha Ditscher

Noch mehr neue Kundenverträge als geplant, mehr Umsatz, mehr Gewinn: Bei 1&1-Mutterkonzern United Internet laufen die Geschäfte gut.

Montabaur.  Der Telekommunikationsanbieter United Internet ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Die Firma des Milliardärs Ralph Dommermuth steigerte nach Angaben vom Mittwoch die Zahl der Kundenverträge um gut eine Million auf 15,97 Millionen. Der Umsatz kletterte um 21,2 Prozent auf 3,72 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte 29 Prozent auf 556 Millionen Euro zu. „United Internet kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken“, sagte Firmenchef Dommermuth. Die Aktionäre sollen eine um zehn Cent höhere Dividende von 70 Cent bekommen. Die Ergebnisse des vergangenen Jahres liegen in etwa im Rahmen dessen, was Analysten erwartet haben.

Im Sommer 2015 hatte der Konzern seine Prognose bereits erhöht, er werde 880.000 neue Kundenverträge abschließen. Nun teilte United Internet mit, man habe die Zahl auf 930.000 neue Verträge steigern können. Durch die Übernahme eines polnischen Hosters kamen weitere 340.000 Verträge hinzu.

Analysten sehen den Konzern in einer guten Ausgangslage, einen starken Gegenpol zu den Platzhirschen Deutsche Telekom und Vodafone mit dessen Kabeltochter Kabel Deutschland zu formen. United Internet (1&1, GMX) hatte sich kürzlich eine Sperrminorität von gut 25 Prozent an Deutschlands drittgrößtem Kabelanbieter Tele Columbus gesichert und betont, die Beteiligung sei strategisch. Im Sommer 2014 hatte United Internet Versatel komplett geschluckt und erhielt damit Zugriff auf das mit rund 37.000 Kilometern Länge zweitgrößte deutsche Glasfasernetz.

Für 2016 erwartet United Internet einen Umsatzanstieg auf rund vier Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) soll auf rund 850 Millionen Euro zulegen. Bei den kostenpflichtigen Kundenverträgen erwartet der Konzern ein Plus von 800.000 Verträgen. (rtr)