Umweltschutz

Diese großen Handelsketten planen Gebühren auf Plastiktüten

Den Preis für Plastiktüten legen die Händler aus wettbewerbsrechtlichen Gründen selbst fest.

Den Preis für Plastiktüten legen die Händler aus wettbewerbsrechtlichen Gründen selbst fest.

Foto: Bodo Marks / dpa

Kostenlose Plastiktüten sollen nach und nach aus dem Handel verschwinden. Ab April werden in vielen Geschäften 5 bis 20 Cent fällig.

Berlin.  Große Handelsunternehmen wie H&M und Media Markt wollen laut einem Medienbericht ab dem Frühjahr Plastiktüten nicht mehr gratis abgeben. Nach dem Vorbild der Lebensmittelhändler plane auch die Textilkette C&A, ab 1. April 20 Cent je Plastiktüte zu verlangen, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage in der Branche. Die millionenfach weggeworfene Plastiktüte gilt als großes Umweltproblem.

Die Elektronikhändler Media Markt und Saturn planten, spätestens zum 1. April in allen Filialen eine Gebühr einführen. Die Höhe sei allerdings noch unklar, sagte ein Sprecher der Zeitung. Die Warenhaus-Kette Karstadt habe gegenüber „Bild“ angekündigt, ab März Gebühren für Plastiktüten zwischen 5 und 30 Cent zu erheben.

60 Prozent der Plastiktüten sollen etwas kosten

Eine geplante freiwillige Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und des Bundesumweltministeriums soll dazu führen, dass kostenlose Plastiktüten Schritt für Schritt aus dem Handel verschwinden. Zunächst sollen vom 1. April an 60 Prozent der Tüten etwas kosten, innerhalb von zwei Jahren sollen dann mindestens 80 Prozent der Tüten kostenpflichtig sein. Wie viel die Kunden zahlen müssen, legen die Händler aus wettbewerbsrechtlichen Gründen jeweils einzeln fest.

Plastiktüten stehen in der Kritik, weil sie sich in der Natur praktisch nicht zersetzen, und Kleinteile von Seetieren wie Fischen oder von Vögeln gefressen werden. (dpa)