Tourismus

Ägypten verspricht Touristen bessere Sicherheitsmaßnahmen

Sicherheitskräfte vor dem Bella Vista Hotel in Hurghada. Am Freitagabend hatten zwei Angreifer hier drei Urlauber verletzt.

Sicherheitskräfte vor dem Bella Vista Hotel in Hurghada. Am Freitagabend hatten zwei Angreifer hier drei Urlauber verletzt.

Foto: MOHAMED ABD EL GHANY / REUTERS

Der Tourismus ist enorm wichtig für Ägypten. Kein Wunder, dass die Behörden nach dem Angriff in Hurghada Urlauber beruhigen wollen.

Hurghada.  Nach dem Angriff auf ein Hotel am Roten Meer hat Ägypten strengere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. „Das Wohl der Touristen in Ägypten ist und bleibt für uns von größter Bedeutung“, erklärte Tourismus-Minister Hischam Saasu am Samstag. Die neuen Maßnahmen würden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Am Freitagabend hatten nach offiziellen Angaben zwei mit Messern bewaffnete Angreifer ein Hotel in Hurghada attackiert und zwei österreichische und einen schwedischen Touristen angegriffen. DieTouristen sind nach Angaben der Regierung leicht verletzt worden. Eines der drei Opfer habe das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Sicherheitskräfte erschossen einen der beiden Angreifer, den anderen verletzten sie schwer. Eine Videoaufnahme im Internet zeigte einen Mann mit Verletzungen am Bein. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Unklar war, ob die Täter auf eigene Faust handelten oder mit einer Terrorgruppe verbunden waren. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für zahlreiche Attentate in Ägypten übernommen.

Als Reaktion auf den Angriff riet das Auswärtige Amt Reisende in Hurghada, „auf Ausflüge vorläufig zu verzichten“. Der Reiseveranstalter TUI strich zunächst entsprechende Touren bis Ende Januar. Gegenwärtig betreut TUI nach eigenen Angaben 3100 Deutsche in Ägypten. Bislang hätten nur wenige Kunden gebeten, früher nach Hause gebracht zu werden.

Am Ssmatg haben Unbekannte im Westen von Kairo einen Offizier der Verkehrspolizei und einen Rekruten erschossen. Die beiden Opfer waren in einem Wagen auf dem Weg zur Arbeit, als das Feuer auf sie eröffnet wurde. Zu den Tätern gab es keine weiteren Angaben. (rtr/dpa)