Menschlich gesehen

Börsen-Lotse

Schon in der Schule interessierte sich Alexander Haering für die Börse, regelmäßig las er die Wirtschafts- und Finanzteile der Zeitungen. „Am 18. Geburtstag habe ich mein erstes Aktiendepot eröffnet und zunächst ein paar Infineon-Papiere gekauft“, sagt der 22-jährige Student der Betriebswirtschaftslehre. Zusammen mit drei Kommilitonen von der Universität Hamburg hat er eine „Börsenampel“ entwickelt, die jetzt einen Fonds steuert.

Dabei hatte er sich ursprünglich einen anderen Berufsweg gewünscht: „Nach einem Praktikum bei der Flugsicherung wollte ich Fluglotse werden“, sagt Haering. In dem strengen Auswahlverfahren schaffte er es zwar bis unter die letzten fünf von 150 Bewerbern, doch am Ende reichte es nicht.

Seit vier Wochen teilt sich der gebürtige Harburger eine Wohnung mit seiner Partnerin Katharina, die ebenfalls Wirtschaft studiert. Als Ausgleich zu den Stunden in Hörsälen und Seminarräumen spielt Haering Tennis beim TSC Halstenbek. Eine weitere Leidenschaft ist das Reisen. Besonders beeindruckt hat ihn Sydney, wo er zusammen mit seinem Vater war: „Die Lage am Wasser, die gute Luft und die Lebensqualität, all das hat mir gefallen.“ Gern würde sich Haering Südafrika und Namibia ansehen, aber das muss warten, bis er Geld verdient. Das Fonds-Konzept könnte dafür eine gute Grundlage liefern: „Meine Freunde und ich haben noch andere Ideen in der Schublade.“

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.