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Schon 40 Prozent des Wildfleischs wird importiert

25.000 Tonnen Wildbret kommen im Schnitt jährlich aus deutschen Revieren auf den Markt. Das Fleisch stammt überwiegend aus der Jagd, ein kleiner Teil aus Gatterhaltung. Im Jahr 2012 gab es ungefähr 6000 landwirtschaftliche Wildgatter mit etwa 60.000 Dam- beziehungsweise Rotwild-Tieren mit Nachzucht. Rund 60 Prozent des bei uns nachgefragten Wildes kommen aus Deutschland, importiertes Fleisch stammt hauptsächlich aus Osteuropa, Spanien, Großbritannien, Neuseeland, Australien und Südamerika. Je nach Angebot und Nachfrage schwanken die Preise stark: Eine Herausforderung auch für die Wildhandlung Blajus, die ihre Produkte bis zur Hauptsaison zu Weihnachten vorfinanzieren muss. In der Jagdsaison 2012/2013 erreichte das Volumen 28.000 Tonnen Wildfleisch. Davon nahm das Wildschwein mit 15.236 Tonnen mit großem Abstand die Nummer eins ein, darauf folgt Rehwild mit 9143 Tonnen und Rot- und Damwild mit 3972 Tonnen. Beim Flugwild belegt Platz eins die Wildtaube mit 704.151 Stück. Danach kommt die Wildente mit 414.053 Stück und der Fasan mit 152.909 Stück. Bei den Hasenarten rangiert der Feldhase mit 314.426 Stück vor dem Wildkaninchen mit 258.932 Stück. Beim Wildkaninchen werden die anwachsenden Bestände immer wieder durch die Kaninchenpest dezimiert.