SportScheck hat große Pläne für den Norden

Hamburg. Der Einzelhändler SportScheck plant in den kommenden Jahren eine starke Expansion. Bis 2020 kann sich Unternehmenschef Stefan Herzog eine Ausweitung des bundesweiten Filialnetzes von 17 auf 30 Geschäfte vorstellen, wie er dem Abendblatt sagte. Dabei setzt die Tochter des Hamburger Versandhandelskonzerns Otto auf besonders große Filialen, die mehr an Einkaufserlebniswelten als an klassische Geschäfte erinnern.

Eine solche Filiale der Zukunft eröffnet SportScheck im Oktober in München. Gerne würde Herzog einige Elemente aus dem neuen Münchner Stammhaus auch für die Hamburger Filiale in der Mönckebergstraße übernehmen. „Das Hamburger Haus ist aber leider nicht groß genug, um das Münchner Konzept dort umsetzen zu können“, bedauert Herzog. „Daher sind wir auf der Suche nach einer größeren Fläche in der Innenstadt.“ Denkbar sei auch die Eröffnung eines zweiten Hauses. „Hamburg ist ein großer Sportmarkt, der ein zweites SportScheck-Geschäft vertragen würde.“

Insgesamt sei Norddeutschland als Expansionsziel sehr interessant, sagte der SportScheck-Chef. Insbesondere Bremen und Kiel bezeichnete Herzog als potenziell attraktive Standorte für das Unternehmen. Mit den neuen Konzepten und der Ausweitung des Filialnetzes wappnet sich SportScheck gegen den derzeit sehr scharfen Wettbewerb in der Branche.