Deutsche Bahn

Umsatz und Ergbenis 2012 besser als im Vorjahr

Bahn-Chef Grube rechnet auch für 2013 mit guten Zahlen – Euro-Krise sorgt aber für Unsicherheit. „Stuttgart 21“ wird weitergeführt.

Berlin/Franfurt. Das Geschäftsjahr 2012 ist für die Deutsche Bahn nach Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube besser verlaufen als das Vorjahr. „2012 war ein sehr gutes Jahr für uns, was Umsatz und Ergebnis angeht“, sagte Grube der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

„Wir erwarten, dass es nächstes Jahr weiter aufwärtsgeht.“ Mit der Euro-Krise und der Entwicklung der weltweiten Konjunktur blieben aber Unsicherheiten. Anders als früher wüssten die Unternehmen heute nicht, „was im nächsten Vierteljahr passiert“.

Laut ihrem im Frühjahr beschlossenen Strategieprogramm „DB 2020“ will die Bahn ihren Jahresumsatz bis zum Jahr 2020 auf 70 Milliarden Euro nahezu verdoppeln. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern einen Rekordumsatz von 37,9 Milliarden Euro (2010: 34,41 Mrd). Der Gewinn stieg um 25,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Die Bahn will das umstrittene Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ trotz deutlich höherer Kosten wie geplant weiterführen. „Wir werden diesen Bahnhof bauen“, sagte Grube der FAZ . „Ein Ausstieg ist schon rechtlich nicht möglich, wir haben eine Ausführungsverpflichtung“, sagte er weiter.

Statt der geplanten Kosten von 4,2 Milliarden Euro könnte der Bau des Bahnhofs nun bei rund sechs Milliarden Euro liegen. Grube machte dafür neben zusätzlichen Wünschen der Projektpartner und Fehlern der Bahn auch die Verzögerungen durch die Proteste und Bürgerbeteiligung verantwortlich. Diese seien „erheblich“.

Die Mehrkosten sollen dem Aufsichtsrat am Mittwoch mit der mittelfristigen Finanzplanung der Bahn vorgestellt werden. Bis zum Jahr 2017 will der Staatskonzern nach „Handelsblatt“-Informationen seinen Gewinn von 2,7 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 4,0 Milliarden Euro steigern.

( (dpa/dapd/abendblatt.de) )

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