Weibliche Führungskräfte

Siemens trennt sich von Vorstands-Frau

Der Dax-Konzern verlängert nicht den Vertrag von Barbara Kux. Siemens hatte die 58-Jährige 2008 als erste Frau in den Vorstand berufen.

München/Hamburg. Der Technologiekonzern Siemens soll sich von seiner ersten weiblichen Führungskraft im Vorstand trennen. Der Vertrag der Schweizerin Barbara Kux werde im kommenden Jahr nicht verlängert, schrieben „Financial Times Deutschland“ und „Süddeutsche Zeitung“übereinstimmend.

Die „SZ“ berief sich auf das „Umfeld des Konzerns“. In der kommenden Woche finder am 28. November eine Aufsichtsratssitzung statt. Üblicherweise werden Vorstands-Verträge ein Jahr vorher verlängert. Ein Siemens-Sprecher wollte die Berichte nicht kommentieren.

Die 58-jährige Kux hatte vergangene Woche gesagt, sie wolle sich künftig auf Aufsichtsratsmandate konzentrieren. Siemens hatte Kux 2008 vom Konkurrenten Philips abgeworben mit dem Auftrag, den Einkauf des Konzerns effektiver zu machen. Die zweite ist die Österreicherin Brigitte Ederer, die für das Personal zuständig ist.

Vorstandschef Peter Löscher hat soeben ein sechs Milliarden Euro schweres Sparprogramm für den Konzern ausgerufen, zu dem der Einkauf die Hälfte beitragen soll.