Steve Jobs stellt Apples neues iCloud vor

San Francisco. Einige haben ihn schon für todkrank erklärt. Doch gestern stand Apple-Chef Steve Jobs zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco auf der Bühne, um die Neuheiten des US-Konzerns vorzustellen. Seiner Krankheit zum Trotz wurde sein Auftritt vom James-Brown-Song "I Feel Good" (Mir geht's gut) begleitet. Mehr als 5000 Zuschauer feierten Jobs mit Ovationen. Nach den Rekordergebnissen der vergangenen Monate bringt der Konzern im Juli das neue Mac-Computer-Betriebssystem OS X "Lion" und im Herbst das iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 5 auf den Markt. "Lion" soll zu einem Update-Preis von etwa 24 Euro erhältlich sein.

Das neue System für Notebooks und Desktop-Computer hat mehr als 250 neue Funktionen und übernimmt vieles von den erfolgreichen Mobilgeräten wie iPad oder iPhone: etwa die Unterstützung von Zwei-Finger-Gesten für Touchpad-Eingabegeräte und die Vollbilddarstellung von Anwendungen.

Vor allem aber setzt Apple verstärkt auf den Cloud-Trend, der auch die persönlichen Daten ins Internet legt. Die Zeit sei vorbei, in der der PC im Mittelpunkt gestanden habe, sagte Jobs. "Manche glauben, die Datenwolke ist nur eine Festplatte. Wir denken, dass sie mehr ist." Mit dem kostenlosen Online-Speicherdienst iCloud, der das alte MobileMe ablöst, sollen sich Kontakte, Kalendereinträge oder Dateien von jedem Ort auf der Welt abrufen lassen. Und er speichert auch die Songs, die bislang auf der Festplatte liegen.

( (HA) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft