Am Anfang der frostigen Erfolgsgeschichte steht nach Angaben von Unilever ein Hamburger: Im Jahr 1927 soll der Geschäftsmann Karl Seyferth die Biskuit-Fabrik eines Viktor Emil Heinrich Langnese übernommen haben. 1935 importierte Seyferth das erste Eis am Stil aus Dänemark in die Hansestadt und baute es unter dem Markennamen Langnese nach.

Für zehn Pfennig wurden in der ersten Saison angeblich 1,5 Millionen Stück seiner sogenannten Eislollis verkauft. Nur ein Jahr später übernahm der Unilever-Konzern, der heute in Hamburg 1100 Mitarbeiter hat, die Marke - Gerüchten zufolge hatten die damals regierenden Nazis Seyferths Geschäft ausgebremst. Während des Krieges wurde wegen der Rohstoffknappheit kein Eis produziert.

Nach 1948 entwickelte Langnese dann viele Klassiker, die zum Teil sogar heute noch in Supermärken und an Kiosken verkauft werden: Capri (1959), Nogger (1964), Brauner Bär (1974), Vienetta (1981), Magnum (1988). Heute beschäftigt die Marke Langnese als Teil von Unilever Deutschland mehrere Tausend Mitarbeiter. Das Eis wird weltweit unter unterschiedlichen Markennamen verkauft: als Algida im Mittelmeerraum, als Frisko in Dänemark, als Eskimo in Österreich und als Good Humor in den USA.