Frankfurter Flughafen

Auch Fluglotsen treten in Solidaritätsstreik

Am Mittwoch werden die Fluglotsen am Airport Frankfurt ihre 200 Kollegen auf dem Vorfeld unterstützen und ihre Arbeit niederlegen.

Frankfurt/Main. Der Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) und dem Flughafenbetreiber Fraport am Frankfurter Flughafen verhärtet sich immer mehr. Am Mittwoch (29. Februar) sollen die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung in einen Solidarstreik treten. Wie GdF-Tarifvorstand Markus Siebers am frühen Dienstagmorgen bestätigte, sollen die Fluglotsen am Tower in Frankfurt am Mittwoch von 05.00 Uhr bis 11.00 Uhr die Arbeit niederlegen. Diese Maßnahme diene der Solidarität mit den GdF-Mitgliedern in der Vorfeldkontrolle, der Verkehrszentrale und der Vorfeldaufsicht.

In Hamburg fallen am Dienstag elf von 32 Verbindungen zwischen Hamburg und Frankfurt aus. Das geht aus der offiziellen Streichliste der Lufthansa-Website hervor.

Die rund 200 Vorfeldmitarbeiter hatten vor mehr als einer Woche mit den Streiks begonnen. Tarifgespräche zwischen dem Flughafen Frankfurt und der GdF waren am vergangenen Freitag gescheitert. Die Gewerkschaft fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten.

+++ Wenn der Flieger nicht abhebt: Rechte von Passagieren +++

+++ Erneuter Streik: 80 Prozent der Flieger sollen starten +++

Die Verhältnismäßigkeit bleibe bei dem Unterstützungsstreik gewahrt, betonte die Gewerkschaft. Siebers sagte, in der Schicht seien nur etwa zehn Fluglotsen. Allerdings werde dadurch der Druck auf den Betreiber Fraport erhöht.

Die bisherigen Streikaktionen am Frankfurter Flughafen hatten ihr Ziel bislang offenbar verfehlt. Fraport hatte mit Ersatzmannschaften einen immer größeren Teil der Flüge am größten deutschen Drehkreuz aufrechterhalten können.

Die Flugsicherung wie auch Fraport hatten mit Empörung auf die Drohung eines Lotsenstreiks reagiert und sie als „maßlos überzogen“ kritisiert. Fraport habe ein gutes Angebot vorgelegt, mit der die GdF zufrieden sein solle. „Wir fordern die Leitung der GdF auf, die Streikmaßnahmen zu beenden und das Angebot anzunehmen“, hatte ein Fraport-Sprecher erklärt. (dpa/abendblatt.de)

Service : Der Flughafenbetreiber Fraport rät Fluggästen, sich bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft zu informieren. Bei Rückfragen sei das Fraport Communication Center unter +49 1805 3724636 zu erreichen.