Kommentar: Haspa gewinnt Kunden

Nähe ist wichtiger als Größe

Für die Haspa beginnt das Jahr 2010 nicht uneingeschränkt positiv: Zahlreiche Kunden haben ihr Geld mit den von der Sparkasse verkauften Zertifikaten verloren, mit einigen dieser Kunden streitet man sich nun vor Gericht. Und gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres machten defekte EC-Karten Ärger. Doch in den Geschäftszahlen für 2009 spiegelt sich ein anderes Bild wider. Es zeigt eine Bank, die ihre Kreditvergabe an den Mittelstand in der Metropolregion noch einmal deutlich ausgeweitet hat und die 75 000 neue Privatkunden gewinnen konnte - etliche von ihnen wohl deshalb, weil sie sich bei Großbanken angesichts der Finanzkrise nicht mehr wohlfühlten.

Ähnliches gilt, wenn auch in kleinerem Maßstab, für die Sparda-Bank Hamburg und für die Hamburger Volksbank. Offensichtlich sind Faktoren wie Nähe und Verlässlichkeit für viele Menschen im Wirtschaftsleben eben doch bessere Argumente als Größe oder Internationalität - zumindest in unsicheren Zeiten.