Der Unterschied zwischen Marmelade, Konfitüre und Gelee

Der Begriff Marmelade wird in Deutschland landläufig für jede Form eines süßen Brotaufstrichs verwendet. Streng genommen stellen die Schwartauer Werke allerdings überwiegend Konfitüre und nicht Marmelade her. Die Marmelade (abgeleitet vom portugiesischen Wort für Quitte "marmelo") besteht per EU-Definition ausschließlich aus Zitrusfrüchten. Die in England sehr beliebte Sorte Bitter-Orange ist beispielsweise eine klassische Marmelade. Mindestens 200 Gramm an Früchten muß ein Kilo enthalten. So steht es in der Konfitürenverordnung aus dem Jahr 2003. Bei Konfitüre (vom lateinischen "conficere", Konfekt) unterscheidet die Verordnung mehrere Qualitätsstufen: Konfitüre extra ist eine "streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten, nicht konzentrierter Pulpe einer oder mehrerer Fruchtarten und Wasser". Unter der Pulpe versteht der Fachmann den genießbaren Teil der ganzen, gegebenenfalls geschälten oder entkernten Frucht, der in Stücke geteilt oder zerdrückt, aber noch nicht zu Mark verarbeitet ist. Werden Hagebutten, Himbeeren, Brombeeren, schwarze und rote Johannisbeeren oder Heidelbeeren verarbeitet, darf die Konfitüre extra auch aus nicht konzentriertem Fruchtmark hergestellt sein. In einem Kilo Konfitüre extra müssen mindestens 450 Gramm an Fruchtmark oder Pulpe stecken. Eine normale Konfitüre muß hingegen nur 350 Gramm an Früchten enthalten. Für einige Fruchtsorten wie Johannisbeeren oder Passionsfrüchte gelten niedrigere Werte.

Gelee (vom lateinischen gelare "zum Erstarren bringen") meint hingegen Fruchtsäfte, die mit Verdickungsmitteln in einen halbfesten, gallertartigen Zustand versetzt wurden.

( bob )

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