Die Geschichte der Weltmarke aus der blauen Dose

1882: Der Apotheker Paul C. Beiersdorf gründet das Hamburger Unternehmen.

1890: Oscar Troplowitz, ebenfalls Apotheker, kauft die Firma.

1911: Troplowitz entwickelt mit dem Dermatologen Paul Gerson Unna die erste stabile Hautcreme auf der Basis einer Wasser-in-Öl-Emulsion. Das Projekt gelingt dank der Erfindung Eucerit des Chemikers Isaac Lifschütz. Die weiße Creme erhält den Namen Nivea nach dem lateinischen Wort für Schnee.

1925: Die gelb-grüne Dose mit Jugendstilornamenten wird durch die blau-weiße Dose ersetzt. Werbeleiter Juan Gregorio Clausen will mit den politisch nicht besetzten Farben Themen wie Freizeit und Sport betonen. Die Schrift ist vom Bauhaus inspiriert.

1929: Erstmals wird die Beiersdorf-Aktie an der Hamburger Börse gehandelt.

1939-1945: Beiersdorf verliert die Nivea-Markenrechte in vielen Ländern, mit denen sich Deutschland im Krieg befindet, kauft sie später zurück.

1949: Beiersdorf erwirtschaftet 30 Millionen D-Mark Umsatz.

1972: Weltweit beschäftigt Beiersdorf bereits über 10 000 Mitarbeiter.

1974: Die Erben von Max Herz (Tchibo) übernehmen einen 25-prozentigen Anteil an Beiersdorf.

1990-1992: Durch die Ausweitung des Sortiments auf neue Felder wie Kosmetik steigt Nivea zur größten Hautpflegemarke der Welt auf.

2003: Hamburg atmet auf. Tchibo wird mit gut 50 Prozent größter Beiersdorf-Aktionär. Auch die Stadt steigt beim Nivea-Hersteller ein. Die Übernahme durch Procter & Gamble ist vom Tisch.

2010: Die Nivea-Marken-Familie umfasst 500 Produkte. Beiersdorf erwirtschaftet einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und hat 19 000 Mitarbeiter.