TV-Talkerin

Sandra Maischberger: „Ich mochte Deutschland wirklich nicht“

ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger im Mai in Köln.

ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger im Mai in Köln.

Foto: Horst Galuschka / imago/Horst Galuschka

ARD-Moderatorin Sandra Maischberger ist in Italien aufgewachsen. Jetzt gesteht sie: Der Umzug nach Deutschland passte ihr so gar nicht.

Berlin.  Ab ihrem dritten Lebensjahr lebte Sandra Maischberger in Italien – weil ihr Vater in Frascati bei Rom einen Job angenommen hatte. Der Ortswechsel prägte das kleine Mädchen tief.

„Ich bin dort in den Kindergarten und in die Grundschule gegangen“, erzählte die heute 52-Jährige am Freitag bei einer Veranstaltung anlässlich der „Woche der italienische Sprache“ in der Botschaft Italiens in Berlin. „Italienisch war die Sprache, die ich fließend sprach.“

Maischberger war wegen Umzug nach Deutschland „stinksauer“

Umso größer sei für sie der Schock gewesen, als ihre Eltern nach fünf Jahren wieder zurück gingen. „Ich war stinksauer, als wir nach Deutschland zogen“, erinnert sich Maischberger. „Ich mochte Deutschland wirklich nicht in den ersten Jahren. Es war kalt, nicht nur das Wetter, auch die Leute.“ Und dann die Sprache: „Ich musste mich durch die deutsche Grammatik quälen.“

Längst fühle sie sich jedoch hier zuhause. Ob sie mal daran gedacht habe, für das italienische Fernsehen zu arbeiten? „Nein“, so Maischberger, das sei für sie keine Option. Obwohl sie immer noch italienisch spreche – aber eher „auf dem Level einer Achtjährigen“. (W.B.)