RTL-Jahresrückblick

Boris Becker spricht offen über sein Insolvenzverfahren

So wurde Boris Becker zur Tennis-Legende

So wurde Boris Becker zur Tennis-Legende

So wurde Boris Becker zur Tennis-Legende

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Gerade ist Boris Becker 50 Jahre alt geworden, zu feiern gab es aber wenig. Nun sprach er über seine Schulden – und die größte Stütze.

Berlin.  Über Tennislegende Boris Becker machten in der jüngsten Vergangenheit eher negative Schlagzeilen die Runde. Becker, der gerade erst seinen 50. Geburtstag feierte, soll mit Schulden von rund 61 Millionen Euro zu kämpfen haben. In Großbritannien läuft ein Insolvenzverfahren gegen ihn. Nun sprach er ganz offen über seine schwierige Situation.

„Was auch immer passiert: Ich gehe mit geradem Haupt vorne raus“, sagte Becker beim RTL-Jahresrückblick „2017! Menschen, Bilder, Emotionen“. Im Gespräch mit Moderator Günther Jauch nahm er kein Blatt vor den Mund und sparte auch das Insolvenzverfahren nicht aus.

„Ich bemühe mich nach bestem Gewissen, dem Gläubiger, das ist die Bank, die Schuld zu zahlen, die es zweifelsfrei gibt. Allerdings streiten wir uns über die Zinsen“, sagte Becker. Das Problem: „Sie würden gerne Zinsen im hohen zweistelligen Bereich haben, ich nicht, weil es anders ausgemacht war.“

Becker: „Ich will diese Rechnung bezahlen“

Das Verfahren würde ihn als Privatperson betreffen. Seiner Firma gehe es hingegen gut. „Ich bin sehr beschäftigt. Die Marke Boris Becker lebt“, verkündete der 50-Jährige.

Becker will sich auch nicht vor seiner Verantwortung drücken, wie er sagte: „Ich könnte mich vom Arzt krankschreiben lassen, aber ich will diese Rechnung bezahlen. Das ist mein Bestreben. Ich habe sechs Monate rum, die nächsten sechs Monate kriege ich auch noch vorbei. Ich bemühe mich, aber die andere Seite muss natürlich mitspielen, denn die Uhr läuft für mich.“

Halt gibt ihm in der schwierigen Zeit vor allem seine Familie, wie er weiter mitteilte: „Meine Frau, meine Mutter und meine Schwester wollten natürlich alles wissen, denen habe ich die Fakten dargelegt. Sie sagen: Das ist ein Problem, aber wir unterstützen dich, du kommst da raus. Wenn ich die Familie im Rücken habe, kann mir eigentlich nichts passieren.“ (jei)