Journalismus

US-Bildredakteur John Morris mit 100 Jahren gestorben

Der US-Amerikaner John G. Morris wurde als Fotoredakteur berühmt.

Der US-Amerikaner John G. Morris wurde als Fotoredakteur berühmt.

Foto: Christophe Ena / dpa

John Morris erlangte Weltruhm mit seinen Bildern und seinem Durchsetzungsvermögen. Am Freitag starb der 100-Jährige in Frankreich.

Paris/New York.  Der legendäre US-Bildredakteur John G. Morris, der sich mit Bildern aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg einen Namen gemacht hatte, ist tot. Nach Angaben der Fotoagentur Magnum Photos in Paris starb er am Freitag in einem nahe gelegenen Krankenhaus in Frankreich.

Er wurde 100 Jahre alt. Morris hatte in seiner 80-jährigen Karriere unter anderem für das Fotomagazin „Life“, die „New York Times“ und die „Washington Post“ gearbeitet.

Ihm gelang es, die einzigen Aufnahmen von der auch als D-Day bekannten Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 zu veröffentlichen. Er setzte auch das erschütternde Bild des Fotografen Nick Ut von einem nackten vietnamesischen Kind nach einem Napalm-Angriff auf der Titelseite der „Times“ durch, obwohl das Blatt damals keine Fotos von unbekleideten Personen erlaubte. (dpa)