Auto

Winterreifen: Einfache Tipps für die Prüfung vor dem Wechsel

| Lesedauer: 3 Minuten
Ratgeber: Autofahren im Winter

Ratgeber: Autofahren im Winter

Die Temperaturen sinken: Der Weg mit dem Auto kann rutschig werden. Mit diesen sieben Tipps kommen Sie sicher durch den Winter.

Beschreibung anzeigen

Wer beim Auto auf Winterreifen wechseln will, stellt sich häufig die Frage: Sind meine noch gut? So lässt sich das einfach feststellen.

Berlin. Es gibt zwar keinen gesetzlich verpflichtenden Stichtag um Winterreifen aufzuziehen. Nach der alten Faustregel „Von O bis O“ also von Oktober bis Ostern, wird es nun aber langsam Zeit, die Schlappen am Auto zu Wechseln. Doch nicht wenige Autofahrer und Autofahrerinnen, die jetzt ihre eingelagerten Pneus aus dem Keller oder der Ecke der Garage hieven, stellen sich die Frage: Sind die überhaupt noch gut? Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, mit dem sich das schnell und einfach überprüfen lässt.

Winterreifen: Das hat es mit dem Zwei-Euro-Trick auf sich

Die minimale Profiltiefe, die in Deutschland noch erlaubt ist, liegt bei 1,6 Millimetern. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club(ADAC) empfiehlt jedoch bereits ab einer Profiltiefe von vier Millimetern die Winterreifen auszutauschen. Wer überprüfen will, ob die Winterreifen diese Profiltiefe aufweisen, braucht dafür lediglich eine Zwei-Euro-Münze. Deren silberner Rand ist nämlich besagte vier Millimeter breit. Steckt man die Münze also zwischen zwei Profilblöcke und sieht den Rand nicht mehr, ist noch genug Profil vorhanden.

Der gleiche Trick funktioniert übrigens auch bei Sommerreifen, für die der ADAC eine Profiltiefe von drei Millimetern empfiehlt. Das entspricht wiederum dem goldenen Rand einer Ein-Euro-Münze.

Winterreifen zu alt? So finden Sie es raus

Für das Maximalalter von Winterreifen gibt es bei PKW keine gesetzlichen Vorgaben. Doch der ADAC spricht eine klare Empfehlung von höchstens sechs Jahren aus. Das gilt übrigens auch für Reifen, die nur im Lager herumlagen. Auch wenn diese nie gefahren wurden, wird die Gummimischung über die Jahre immer härter. Das hat wiederum negative Auswirkungen auf Bremsweg und Straßenhaftung.

Wer nun herausfinden will, wie alt die eigenen Reifen sind, kann das anhand der DOT-Nummer tun. Diese befindet sich an der Außenseite des Reifens und gibt mit den letzten vier Ziffern das Herstellungsdatum an. Die ersten zwei dieser Zahlen nennen die Kalenderwoche und die letzten zwei Zahlen das Herstellungsjahr. Reifen, deren DOT-Nummer auf 3416 enden, wurden also in der 34. Woche des Jahres 2016 hergestellt.

Winterreifen auch mit Augen und Händen überprüfen

Zum Sicherheitscheck der Winterreifen sollte auch immer ein prüfender Blick gehören. Denn logischerweise sollten Nägel und andere Fremdkörper, die sich in den Reifen gegraben haben, entdeckt werden.

Mit den Augen lässt sich aber auch überprüfen, ob das Gummi des Reifens nicht schon zu porös ist. Das äußert sich dadurch, dass sich in der Lauffläche und den Seiten des Reifens Risse bilden. Die Risse selbst, haben je nach Größe nur wenig Auswirkung auf die Fahreigenschaft des Reifens. Sie sind aber ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Gummimischung des Reifens zu viel an Elastizität verloren hat. Dann müssen neue Winterreifen her.

Lesen Sie dazu: Worauf man beim Kauf von Winterreifen achten sollte

Das gilt übrigens auch, wenn der Reifen Beulen aufweist, warnt der ADAC. Daher sollten Fahrer- und Fahrerinnen immer mit der Hand über die verschiedenen Reifenseiten fahren, um Unebenheiten im Zweifel zu erspüren. (jas mit dpa)