Raumfahrt

Bericht des Pentagons: Die USA sind auf der Jagd nach Ufos

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Ufos? US-Geheimdienste winken ab

Ufos? US-Geheimdienste winken ab

Einen Bericht der US-Geheimdienste zum Thema Ufos haben Fans mit Spannung erwartet - sie dürften allerdings enttäuscht werden: Laut Medien enthält das Papier keinerlei Belege für außerirdische Aktivitäten auf der Erde.

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Ufos am Himmel über den USA? Ein Bericht des Pentagons soll klären, was es mit merkwürdigen Erscheinungen in den Wolken auf sich hat.

Washington. Sie heißen E.T. oder Alf. Und sie kommen von weit her: Sie sind Außerirdische aus dem All. Ob die potentiellen Ufos, um die es in einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums geht, auch so freundliche und haarige Aliens an Bord haben, ist allerdings unklar. Das Papier soll noch im Juni vorgelegt werden.

US-Beamte können Existenz von Ufos nicht ausschließen

Dass es möglicherweise Ufos gibt, die als undefinierbare Objekte am Himmel auftauchen, kann der Report der „Unidentified Aerial Phenomena Task Force“ nicht ausschließen. Bestätigen allerdings auch nicht. So berichtet es die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Es handele sich um ein Papier des Verteidigungsministeriums in Zusammenarbeit mit Geheimdiensten, sagte kürzlich die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Ziel sei gewesen, „ungeklärte Phänomene in der Luft, die möglicherweise eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen könnten, zu entdecken, zu analysieren und zu katalogisieren“, heißt es vom Verteidigungsministerium. Ein Bericht der Task Force über ihre Arbeit war gesetzlich vorgeschrieben worden.

Ufos über den USA? Mehr als 120 unerklärliche Sichtungen in 20 Jahren

Der Bericht beschäftigt sich mit mehr als 120 Sichtungen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten von Piloten der US-Marine gemacht wurden. Das amerikanische Militär oder andere staatliche Akteure seien den US-Beamten zufolge nicht für die Objekte verantwortlich. Diese sollen nach Berichten der Piloten stundenlang am Himmel geflogen sein – ohne Motor und ohne Abgase auszustoßen, teils mit Überschallgeschwindigkeit und mehr als 9000 Meter hoch. Das sei dem "New York Times"-Bericht zufolge die einzige gesicherte Erkenntnis.

Auch Wetterballons oder andere Forschungsballons könnten nicht für alle gesichteten Flugobjekte eine Erklärung sein. Wahrscheinlicher sei es, dass einige der aufgetretenen Phänomene auf experimentelle Technologie anderer Mächte, wie China oder Russland, zurückzuführen sind.

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Ex-Präsident Obama heizt Ufo-Spekulationen an

Der vollständige Bericht soll im Juni dem US-Kongress vorgelegt werden. Allerdings: Er ist Top-Secret – also streng geheim. Dass die Öffentlichkeit ihn zu Gesicht bekommt, ist unwahrscheinlich. So bleibt Ufo-Fans in den USA und weltweit nichts anderes übrig, als zu spekulieren.

Genau wie der ehemalige US-Präsident Barack Obama, der die Ufo-Euphorie in den vergangenen Wochen anheizte. „Was wahr ist, und ich meine es ernst, ist, dass es Bildmaterial und Aufzeichnungen über Objekte am Himmel gibt, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind. Wir können nicht erklären, wie sie sich fortbewegen", sagte er dem Moderator James Corden beim TV-Sender CBS.

Obama: Ufos würden seine politischen Ansichten nicht ändern

Obama selbst will sich von einem eventuellen Nachweis außerirdischen Lebens nicht beeinflussen lassen: „Es würde meine politischen Ansichten überhaupt nicht verändern. Denn die sind komplett auf der Tatsache basierend, dass wir winzige Organismen auf einem kleinen Flecken in der Mitte des Weltraums sind", sagte er im Podcast der New York Times.

"Wir geben das Beste. Und das Beste, was wir machen können, ist uns gegenseitig besser zu behandeln, denn wir sind alles, was wir haben. Und ich würde hoffen, dass das Wissen, dass es Außerirdische gäbe, die Auffassung der Menschen stärken würde, dass das, was wir alle gemeinsam haben, ein bisschen wichtiger ist“, so Obama.

(dpa/fv)