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Kim Kardashian ist 40: Wie wurde sie so jung so steinreich?

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Man könne viel über sie sagen, aber nicht, dass sie faul sei, sagt Reality-Star und Unternehmerin Kim Kardashian von sich selbst.

Man könne viel über sie sagen, aber nicht, dass sie faul sei, sagt Reality-Star und Unternehmerin Kim Kardashian von sich selbst.

Foto: Angela Weiss / AFP

Kim Kardashian ist 40, bereits Milliardärin und die zentrale Figur eines weltweit bekannten Familienimperiums. Wie ist das passiert?

Berlin. Ein Paradies kann schnell zur Hölle werden. Beim Familienurlaub auf Bora Bora heult Kim Kardashian ein Meer von Tränen, als sie im Wasser ihren 75.000-Dollar-Ohrring verliert. „Kim, es gibt Leute, die sterben gerade“, ruft ihre Schwester Kourtney sie da zur Räson.

Mit diesem ikonischen Satz aus der Doku-Soap „Keeping Up With The Kardashians“ ermahnen sich Internet-Nutzer derzeit, sich nicht über Kleinigkeiten wie stornierten Herbsturlaub oder geschlossene Bars aufzuregen.

Kim Kardashian: Geliebt „um meiner selbst Willen“

Auf Kim Kardashian West wirft dieser Ausspruch freilich kein gutes Licht: Sie gilt als verwöhnt, oberflächlich, materialistisch und entrückt, als berühmt dafür, berühmt zu sein. Heute wird sie 40 Jahre alt, gefeiert wird mit 30 Freunden und Verwandten auf einer Privatinsel.

Auf ihre angebliche Talentlosigkeit angesprochen, entgegnete sie in einer Talkshow: „Ich führe eine erfolgreiche Marke, die darauf basiert, dass die Menschen mich um meiner selbst Willen mögen. Ich denke, das beinhaltet schon ein gewisses Talent.“

Kim Kardashian: wuchs in der Glitzerwelt von Beverly Hills auf

Reality-TV-Star ist ihre Berufsbezeichnung. Wenn man die Folgen ihrer nach 14 Jahren eingestellten Serie sieht, fragt man sich, was für eine Realität das sein soll, in der alle Zähne haben weiß wie antike Statuen und eine spiegelglatte Haut, die schimmert wie der Sonnenuntergang in Malibu.

Kardashian wird in den Glitzerkosmos von Beverly Hills hineingeboren. Ihr verstorbener Vater Ron Kardashian gehörte zu dem Anwaltsteam von OJ Simpson. Die kleine Kim feierte Kindergeburtstag auf Michael Jacksons Neverland Ranch und führte den Hund von Madonna aus. Lesen Sie dazu: Madonna verfilmt sich selbst – und weckt böse Erwartungen

Kim Kardashian war in der „Ausbildung“ beim It-Girl Paris Hilton

Nach der Schule geht sie bei Paris Hilton in Ausbildung. Als ihre Stylistin lernt sie, was es braucht, um berühmt zu werden, ohne sich mit Dingen wie Singen oder Schauspielen abzuplagen. Wichtigste Lektion: Zunächst gilt es, ein privates Sexvideo zu vermarkten. Ihre Mutter Kris Jenner nutzt die Gunst der Stunde und verkauft das Leben ihrer achtköpfigen Sippe, Minderjährige eingeschlossen, an den Sender E!. Alle werden fortan kameraüberwacht.

Menschen in bald 160 Ländern sehen nun Kim Kardashian zu, wie sie sich verliebt, sich trennt, sich für ihr „hässliches Heulgesicht“ schämt, ihre ihrer Meinung nach arbeitsscheue Schwester Kourtney ohrfeigt, sich den Hintern röntgen lässt, um zu beweisen, dass keine Implantate ihn formen.

Sie sehen, wie Kim Kardashian den Rapstar Kanye West heiratet, vier Kinder bekommt oder von einer Leihmutter bekommen lässt und immer reicher wird – vor allem dadurch, dass sie Kosmetik bei Instagram postet. 190 Millionen Menschen folgen ihr auf dem Portal. Lesen Sie dazu: So wurden die Kardashians und Jenners zu TV-Ikonen

Sonst ist Kim normal nett, normal gemein, normal langweilig

Trotz handfester Streitigkeiten: Die Familie geht ihr über alles. „Geschwister sind wie eingebaute beste Freunde“, sagt sie. Wie sie sonst so ist? Normal nett, normal gemein, normal langweilig. „Ich versuche nicht, lustig zu sein“, erwidert sie ihrer Schwester Khloé, die sie als „ödes Miststück“ beschimpft. Sie trinkt kaum, geht früh schlafen, hält jeden Termin ein. „Man kann alles Mögliche über mich sagen. Aber man kann nicht sagen, ich sei faul“, sagt sie.

Sie hat ja recht: Einem Mann, der ein vergleichbares Unternehmen führt, würde man kaum Talentlosigkeit vorwerfen. Kardashian gehört zu jener Generation von weiblichen Stars, die ihren Körper gewinnbringend einsetzt, aber den Gewinn alleine einstreicht. Ihr Vermögen: eine Milliarde Dollar.

Traurig! Letzte Staffel von „Keeping Up with the Kardashians“
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Umdenken nach Überfall in Paris?

Seit sie 2016 in Paris Opfer eines Raubüberfalls wurde, bemüht sie sich um Tiefe. Sie engagiert sich für Armenien, das Land ihrer Ahnen, oder für Insassen in Todeszellen, und sie belegt Jurakurse. Gatte Kanye West kandidiert gar als Präsident und hält es für Wahlkampf, noch groteskere Tweets abzusetzen als Donald Trump. „Kanye ist ein brillanter, aber komplizierter Mensch“, der an einer bipolaren Störung leide, entschuldigt sie ihn öffentlich. Lesen Sie dazu: Kanye West: Wollte Kim Kardashian in „einsperren“?

Den verlorenen Ohrring fischte übrigens Kims jüngste Schwester Kylie aus dem Meer. „Du könntest das beruflich machen“, rief ihre Familie damals begeistert. Die heute 23-Jährige wurde dann aber doch lieber milliardenschwere Kosmetikunternehmerin wie ihre große Halbschwester. Da soll einer sagen, es gäbe kein Talent in der Familie.