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Impfstart laut WHO Mitte 2021 – Lockdown in Berchtesgaden

Wann wird es eine Impfung gegen das Virus geben?

Wann wird es eine Impfung gegen das Virus geben?

Foto: Martin Schutt / dpa

In Deutschland sei eine „explosive Infektionsdynamik“ zu beobachten, die große Sorgen bereite. Alle Infos im Newsblog.

Berlin. 
  • Der Berliner Senat hat sich für die Ausweitung einer Maskenpflicht entschieden
  • Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann neue Grenzkontrollen für möglich
  • Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat sich in Frankreich innerhalb einer Woche verdreifacht
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus zur Jahresmitte 2021
  • Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im Landkreis Berchtesgadener Land ab Dienstag um 14 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen
  • Seit Montag kann man sich bei Auftreten von Erkältungssymptomen wieder telefonisch krankschreiben lassen
  • In Deutschland gibt es nach unseren Recherchen mehr als 377.000 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9840 Todesfälle
  • Weltweit wurden mehr als 40,4 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 1,1 Millionen Menschen starben mit der Lungenerkrankung Covid-19
  • Wichtiger Hinweis: Dieser Newsticker wurde geschlossen. Alle weiteren Nachrichten finden Sie in unserem neuen Corona-News-Blog. Den Link dazu finden Sie im ersten Beitrag unten.

Ein Alpenidyll ist zum Corona-Hotspot geworden. 272 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zählte zuletzt das Berchtesgadener Land. Nun gibt es strikte Maßnahmen: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Dienstag, 14 Uhr, nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Diese Ausgangsbeschränkungen gelten vorerst für 14 Tage.

Angesichts der steigenden Zahlen von Neuinfektionen beraten heute mehrere Länder-Kabinette über das weitere Vorgehen. Gleichzeitig dürfte die Debatte um die Beteiligung des Bundestages an Entscheidungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weitergehen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hatte gestern den Fraktionen Vorschläge vorgelegt.

Corona-News: Die Zahl der Intensiv-Patienten steigt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Alle aktuellen Zahlen zur Pandemie in Deutschland lesen Sie hier: Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Reproduktionszahl

Laut DIVI-Intensivregister werden aktuell 853 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, etwas weniger als die Hälfte der Patientinnen und Patienten wird beatmet. Lesen Sie hier: Das sind alle Corona-Risikogebiete in Deutschland

Corona – Mehr Infos zum Thema

Dienstag, 20. Oktober: Berlin weitet Maskenpflicht aus

15.43 Uhr: In Berlin soll nach einer Entscheidung des Senats die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Demnach müssen die Menschen in der Hauptstadt zur Eindämmung der Pandemie in bestimmen Bereichen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, Maske tragen. Dazu gehören besonders belebte Einkaufsstraßen, Shoppingmalls, Wochenmärkte und Warteschlangen.

Lombardei verhängt nächtliche Ausgangssperre

13.41 Uhr: Wir schließen diesen Newsblog. Alle weiteren Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in unserem neuen Ticker.

11.09 Uhr: Die norditalienische Region Lombardei verhängt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Donnerstag müssen die Menschen von 23 Uhr bis 5 Uhr zu Hause bleiben, wie die Behörden mitteilten. Ausnahmen sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich. Die Maßnahme soll bis zum 13. November dauern, Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte ihr am Montagabend seine Zustimmung erteilt.

Bei der nächtlichen Ausgangssperre in der Lombardei handelt sich um die strikteste Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien seit dem Ende des im Frühling verhängten nationalen Lockdowns. Am Freitag waren in Italien mehr als 10.000 Corona-Infektionen registriert worden.

Studie zeigt: Frauen und Männer gehen unterschiedlich mit Corona um

11.05 Uhr: Krankenhäuser sind in der Corona-Krise einem besonderen Stress ausgesetzt. Doch nicht nur der Kampf um die Gesundheit der Patienten scheint derzeit eine große Aufgabe im Medizin-Sektor zu sein. Die Bedrohung durch Daten-Leaks mit der Offenlegung von Patientendatensätzen im Internet habe eine „neue Qualität“ erreicht, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Jahresbericht 2020. Mehr Infos zum BSI-Bericht erhalten Sie hier: Bundesamt warnt vor Cyberangriffen auf Krankenhäuser

9.57 Uhr: Eine neue Studie mit mehr als 21.000 Teilnehmern in acht Ländern hat Unterschiede beim Umgang mit dem Coronavirus erforscht. Befunde des Mailänder Sozialwissenschaftlers Vincenzo Galasso zeigen: Frauen nehmen die Pandemie ernster. Lesen Sie hier mehr zu den Ergebnissen: Frauen nehmen Coronavirus ernster – und erkranken seltener

Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

9.02 Uhr: Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit Dienstagmorgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld.

Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert – sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

Spahn verteidigt Corona-Strategie von Bund und Ländern

8.13 Uhr: Jens Spahn hat die Corona-Strategie von Bund und Ländern verteidigt. Er sei nach wie vor davon überzeugt, dass es der richtige Weg sei, die Pandemie mit bundesweit einheitlichen Rahmenbedingungen und Anpassungen auf regionaler Ebene zu bekämpfen – auch wenn dieses Vorgehen auf Bürgerinnen und Bürger bisweilen unübersichtlich wirke. „Ich sehe beispielsweise nicht, dass der französische Zentralstaat erfolgreicher ist“ , sagte der Bundesgesundheitsminister im ZDF-Morgenmagazin im Gespräch mit Moderatorin Dunja Hayali.

Außerdem betonte Spahn im Hinblick auf die Debatte um die Sonderbefugnisse der Regierung in der Pandemie, dass das Kabinett niemals unabhängig vom Bundestag gehandelt habe und dass dieser auch in Zukunft den Handlungsspielraum der Regierung festlege. „Das ist ja nicht irgendwie Willkür oder Zufall, dass es entsprechende Möglichkeiten für den Bund, für den Bundesminister gibt oder für die Länder, sondern das sind gesetzliche Grundlagen, vom Bundestag beschlossene Grundlagen“, sagte Spahn. „Und natürlich muss das auch, und wird es ja auch, im Parlament diskutiert werden, meinetwegen auch gerne noch häufiger“, sagte Spahn.

Zurzeit gibt es Kritik am geringen Einfluss der Parlamente auf die Entscheidungen über Corona-Maßnahmen. Diese Kritik entzündet sich unter anderem daran, dass sich Spahn Sonderrechte verlängern lassen möchte, die ihm der Bundestag im März eingeräumt hatte. Sie sind bislang bis März 2021 begrenzt. In einem Gesetzentwurf heißt es nun, die bisherigen Regelungen sollten – „unter der Voraussetzung, dass dies zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist“ – „verstetigt“ werden.

Söder: Corona-App „ein zahnloser Tiger“

3.41 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Stärkung der Corona-Warn-App gefordert. „Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung“, sagte der CSU-Chef unserer Redaktion. „Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona App wirksam wird.“

Ökonom Fratzscher: Deutschland ist nicht besser als andere Länder durch Corona-Krise gekommen

2.27 Uhr: Der Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher hat dem Eindruck widersprochen, Deutschland sei bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Natürlich könne man Deutschland mit Italien und Spanien vergleichen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in einem Interview mit unserer Redaktion. „Tatsächlich hat Deutschland aber mehr Infizierte und Tote pro eine Million Einwohner als die meisten anderen Länder. Die Wirtschaft schrumpft stärker. Und die Einschränkungen des täglichen Lebens sind signifikant.“

Trotzdem empfänden viele Menschen, Deutschland sei glimpflich davongekommen. Fratzscher sieht hier ein „beeindruckendes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft“ als Ursache. Dies sei eine Stärke Deutschlands. „Die Menschen haben zusammengehalten und die Schwächsten geschützt – auch dank unseres guten Sozial- und Gesundheitssystems“, sagte er unserer Redaktion.

Montgomery: Impfstoff-Verteilung nicht zu früh regeln

2.15 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat sich dagegen ausgesprochen, schon vor Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs im Detail zu entscheiden, wer als erstes geimpft werden soll. „Ich wäre dagegen, jetzt schon eine Subdifferenzierung in immer feinere Verästelungen vorzunehmen“, sagte Montgomery unserer Redaktion.

„Wichtig ist, überhaupt erst einmal Impfstoffe zur Verfügung zu haben.“ Wer dann prioritär geimpft werde, hänge auch davon ab, welches Vakzin zur Verfügung steht. „Da die auf unterschiedlichen pharmakologischen Prinzipien beruhen, wird es welche geben, die zum Beispiel bei älteren Menschen nicht wirken oder nicht so sicher sind wie andere“, sagte Montgomery.

Innenminister Herrmann hält stärkere Grenzkontrollen zur Eindämmung des Coronavirus für möglich

1.47 Uhr: Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Europa hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann neue Grenzkontrollen für möglich. „Die Diskussion um verstärkte Grenzkontrollen könnte wieder aufflammen, falls das Infektionsgeschehen in den Nachbarländern außer Kontrolle gerät“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Gleichzeitig haben wir die engen wirtschaftlichen Beziehungen mit intensivem Pendelverkehr von Arbeitnehmern, etwa mit Tschechien und Österreich, im Blick.“ Zuvor hatte bereits die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine stärkere Kontrolle der Grenzen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert.

Ex-Gesundheitsweiser Schrappe rechnet mit mindestens vier Jahre langem Corona-Impfprogramm

1.01 Uhr: Matthias Schrappe, Professor für Klinische Infektiologie und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung, rechnet damit, dass eine Impfkampagne gegen Corona mehrere Jahre dauern würde. Gemeinsam mit Kollegen sei er in einer Modellrechnung von 60 Millionen Menschen ausgegangen, die geimpft werden müssten, sagte Schrappe unserer Redaktion. „Wenn man es schaffen würde, pro Arbeitstag 60.000 Impfdosen zu verabreichen, würde man 1000 Arbeitstage brauchen, also etwa vier Jahre“, erklärt der Mediziner. „Das ist wahrscheinlich noch zu optimistisch.“

Impfprogramme in der Vergangenheit – wie gegen Pocken oder Polio – hätten Jahrzehnte gedauert. „Eine Impfkampagne ist nicht die Bereitstellung des Impfstoffes allein“, erklärte Schrappe. „Das ist ein komplizierter gesellschaftlicher Prozess.“ Allein einen Konsens zu finden, wer zuerst geimpft werde, sei schwierig. „Das können nicht Ärzte entscheiden, dass muss die Politik regeln, am besten gesetzlich, über das Parlament.“

Montag, 19. Oktober: Über 2000 Patienten auf Intensivstationen in Frankreich

22.55 Uhr: Im Vergleich zur Vorwoche hat sich die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Frankreich um 1441 auf insgesamt 2090 erhöht. Das haben die französischen Gesundheitsbehörden bekannt gegeben. In den vergangenen 24 Stunden starben demnach 146 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Zuletzt wurden im Mai mehr als 2000 Menschen auf Intensivstationen behandelt.

Irland verschärft Corona-Maßnahmen drastisch

22.53 Uhr: Irland wird ab kommenden Mittwoch deutlich härtere Corona-Maßnahmen einführen. Dann tritt die höchste von fünf Stufen in Kraft, wie die irische Regierung ankündigte. Besucher fremder Haushalte sind dann in Innenräumen nicht mehr gestattet, Pubs und Restaurants dürfen Essen nur als Lieferservice anbieten, die Schulen sollen aber geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen bis zum 1. Dezember gelten.

Tschechien führt wieder Maskenpflicht im Freien ein

20.46 Uhr: Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gab Gesundheitsminister Roman Prymula nach einer Kabinettssitzung bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht – neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

Trump nennt Gesundheitsexperten Fauci eine „Katastrophe“

20.09 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den führenden US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci Medienberichten zufolge als „Katastrophe“ bezeichnet und ihm Fehler in der Pandemie vorgeworfen. Das sagte Trump nach Berichten des Senders CNN und der „New York Times“ in einer Telefonschalte mit seinem Wahlkampfteam am Montag. „Jedes Mal, wenn er im Fernsehen auftritt, gibt es immer eine Bombe, aber es gibt eine größere Bombe, wenn man ihn feuert. Der Typ ist eine Katastrophe“, sagte Trump nach Angaben der „New York Times“. „Die Leute haben es satt, Fauci und diese Idioten zu hören, all diese Idioten, die Fehler gemacht haben.“

In der Schalte habe der Präsident Fauci auch einen „netten“ Typen genannt. Trump sagte nach Angaben von CNN mit Blick auf Fauci: „Wenn ich auf ihn gehört hätte, hätten wir 500.000 Tote.“ Die Zahl der Toten in den USA nach einer Infektion mit dem Coronavirus liegt derzeit bei rund 220.000.

35 infizierte Mitarbeiter in Hotel am Timmendorfer Strand

19.38 Uhr: In einem wegen Corona-Infektionen in der Belegschaft vorerst geschlossenen Hotel in Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein sind 35 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Acht Testergebnisse stünden noch aus, sagte eine Sprecherin des Kreises am Montag. Das Hotel war bereits am Samstag auf Anordnung der Behörden geschlossen worden, nachdem bei drei der insgesamt 101 Mitarbeiter des Fünf-Sterne-Hauses das Virus nachgewiesen worden war.Wie viele Gäste des Hotels das Angebot des Kreises auf einen Corona-Test angenommen haben, war zunächst nicht bekannt. Die rund 200 Gäste, die sich am Samstag dort befanden, gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 2.

WHO: Impfstart wohl Mitte 2021

18.42 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus zur Jahresmitte 2021. Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus den abschließenden Phase-3-Studien vorliegen, sagte eine WHO-Expertin am Montag in Genf. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen. Die beteiligten Firmen produzierten vorsorglich bereits Millionen von Dosen. Risikogruppen könnten als erste mit einer Impfung rechnen. Die bisherigen Studienergebnisse seien durchaus ermutigend, was ihre Wirksamkeit speziell bei älteren Menschen angehe, hieß es weiter.

Schäuble wirbt für stärkere Beteiligung des Bundes

18.16 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat den Fraktionen Vorschläge für eine stärkere Beteiligung des Parlaments an Entscheidungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgelegt. Die öffentliche Debatte zeige, „dass der Bundestag seine Rolle als Gesetzgeber und öffentliches Forum deutlich machen muss, um den Eindruck zu vermeiden, Pandemiebekämpfung sei ausschließlich Sache von Exekutive und Judikative“, heißt es in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden.

Berchtesgadener Land: Ausgangsbeschränkungen ab Dienstag 14 Uhr

18.10 Uhr: Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab Dienstag um 14 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

Außerdem müssen Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants schließen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Bernhard Kern unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende. Dies sind bayernweit die schärfsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens seit mehreren Monaten. Auch Schulen und Kitas müssen schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben,

Nächtliche Ausgangssperre in Slowenien

17.22 Uhr: Slowenien führt ab diesem Dienstag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr früh ein. Dies gab Innenminister Ales Hojs bekannt. Hojs begründete die Maßnahme damit, dass Untersuchungen zufolge der Großteil der Corona-Übertragungen bei privaten Zusammenkünften in den Abend- und Nachtstunden erfolge.

Bereits am Montag hatte das EU-Land einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dieser hatte zunächst keine unmittelbare Konsequenzen, bildete aber die Grundlage für die nun von der Regierung verhängte nächtliche Ausgangssperre. Auch lokale Behörden können nun eigene Einschränkungen anordnen, um die Ausbreitung der Pandemie zu bremsen. Außerdem sind nunmehr Fahrten zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt, außer es liegen triftige Gründe wie der Weg zur Arbeit vor.

Virologen warnen vor Corona-Kontrollverlust

17.02 Uhr: In einer Stellungnahme warnt die Gesellschaft für Virologie vor einem Corona-Kontrollverlust. In Deutschland sei inzwischen eine exponentielle Ausbreitung des Virus und eine „explosive Infektionsdynamik“ zu beobachten. Es sei daher zu befürchten, dass „ab einer bestimmten Schwelle auch in bisher unkritischen Regionen die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren geht“. Die Kontaktnachverfolgung sei dann nicht mehr realisierbar, die Gesundheitssysteme würden überlastet. In Deutschland könne dies „allein schon wegen des Mangels an Intensivpflegekräften bereits bei weit unter 20.000 Neuinfektionen pro Tag der Fall“ sein.

Eine „Durchseuchung“ der Gesellschaft, wie sie immer wieder gefordert würde, lehnen die Experten in ihrer Stellungnahme ab. Sie könne Schäden hervorrufen, die in eine „humanitäre und wirtschaftliche Katastrophe“ münden würden. Die Durchseuchung könne „zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen“.

Ferner weist die Gesellschaft für Virologie auf die Frage der Immunität hin. Es sei noch nicht zuverlässig geklärt, wie lange diese nach einer Infektion anhalte. „Es wird zunehmend klar, dass gerade die wenig symptomatischen Infektionen, wie sie bei jüngeren Menschen vorherrschen, keine stabile Immunität verleihen“, heißt es.

Merkel: Föderalismus hat sich in Krise bewährt

16.24 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zurückhaltend auf den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) reagiert, in der Corona-Krise mehr Kompetenzen an den Bund abzugeben. Der Föderalismus habe sich in dieser Pandemie bewährt, „weil sehr viel spezifischer vor Ort reagiert werden kann“, sagte Merkel am Montag in Berlin nach dem sogenannten Integrationsgipfel. Die Zahlen stiegen in der jetzigen Phase, wenn auch regional sehr unterschiedlich. Daher sei es wichtig, „dass Bund und Länder eng zusammenarbeiten“. Da seien in der vergangenen Woche beim Treffen mit den Länderregierungschefs wichtige Schritte unternommen worden. Viel sei noch zu tun. „Wir können alles zusammenwirkend und ähnlich machen. Daran sollten wir arbeiten, auch bei den nächsten Schritten, die wir gehen müssen.“

Hessen verschärft Corona-Regeln

16.13 Uhr: Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Hessen seine Regeln unter anderem für private Feiern deutlich. Damit würden Beschlüsse zwischen Bund und Ländern umgesetzt, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Maßgeblich im angepassten Eskalationskonzept seien jeweils die Zahlen der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Ab einem Wert von 35 wird die Zahl der Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen in der Regel von bisher 250 auf 150 reduziert, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen dürfen von höchstens 25 Menschen besucht werden (oder Personen aus zwei Hausständen). Für Feiern in privaten Räumen werde die Höchstteilnehmerzahl von 15 dringend empfohlen, sagte Bouffier. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 50 oder mehr dürfen bei privaten Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen höchstens zehn Menschen oder zwei Hausstände teilnehmen. Diese Zahl wird dann auch für Feste in der eigenen Wohnung dringend empfohlen. Bei öffentlichen Veranstaltungen wird die Zahl der Teilnehmer in der Regel auf 100 begrenzt. Ab einer Inzidenz von 75 oder bei weiterem kontinuierlichen Anstieg oberhalb der Marke 50 dürfen sich maximal fünf Menschen oder Angehörige von zwei Hausständen in der Öffentlichkeit treffen.

71-Jähriger versprüht Pfefferspray, um Abstand zu wahren

15.58 Uhr: Ein 71-jähriger Mann hat in Aachen ein Gruppe Jogger und zwei Radfahrer mit Pfefferspray eingenebelt, um sie offenbar auf gebührendem Corona-Abstand zu halten. Die Radler konnten nach dem Zwischenfall vom Samstag mit tränenden Augen gerade noch unfallfrei absteigen und die Polizei rufen, wie die diese am Montag mitteilte. Den Beamten sagte der Senior, er habe sich nicht anders zu helfen gewusst. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Polizei bat die bislang unbekannten Jogger, sich als Zeugen zu melden.

Habeck: Corona-Bekämpfung mehr auf Bundesebene

15.26 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck fordert, den Kampf gegen die Corona-Pandemie wieder verstärkt auf Bundesebene zu verhandeln. Zugleich müssten die Parlamente – also vor allem Bundestag und Bundesrat – mehr mitreden, sagte Habeck am Montag in Berlin. Kommunikation solle „nicht mehr im Hinterzimmer, nicht mehr in Videoansprachen“ erfolgen, „sondern an den Orten, die in einer Demokratie dafür vorgesehen sind.“ Man müsse „weg von einer Verordnung auf Zuruf hin zu einer transparenten Debatte“.„Vorsorge, Verbindlichkeit und Verständlichkeit wären die Gebote der Stunde.“

Krankenhäuser laut Mediziner gut vorbereitet

15.13 Uhr: Trotz steigender Corona-Infektionszahlen halten deutsche Intensivmediziner die Krankenhäuser für gut auf den Winter vorbereitet. „Wir werden das mit Sicherheit schaffen“, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bei einer Online-Veranstaltung am Montag. „Panikmache“ bringe überhaupt nichts.

Nach seiner Einschätzung ist eine gute Steuerung der Patienten entscheidend, um „regionale Ballungen“ und Überlastungen zu vermeiden. Wie auch an der Berliner Charité gebe es in Hessen bereits klare Pläne zur Verteilung der Patienten. „Das ist meiner Ansicht nach eine Blaupause für viele andere Bundesländer“, sagte DIVI-Präsident Janssens. Gleichzeitig trage jeder einzelne Verantwortung dafür, Infektionsketten zu unterbrechen. Ziel sei es, das Infektionsgeschehen nicht in die Kliniken zu verlagern, erklärte Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie der Klinik Schwabing in München. Ein „Stresstest“ dürfe nicht provoziert werden.

Südafrika setzt Deutschland auf Liste der Hochrisikoländer

14.58 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika auch die Bundesrepublik auf die Liste seiner Hochrisikoländer gesetzt. In einer Erklärung teilte die Regierung in Pretoria mit, für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten seien auf Antrag aber ebenso Ausnahmen für eine Einreise möglich wie für Deutsche mit Immobilien im Lande. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet. Ausgeschlossen sind allerdings weiter Touristen aus Ländern, die als Hochrisikogebiete gelten.

Zweiwöchiger Lockdown in Wales

14.32 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus deutlich zu verlangsamen und einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu verhindern, hat die Regierung von Wales einen zweiwöchigen Lockdown angekündigt. „Wir haben jetzt die schwierige Entscheidung erzielt, eine zweiwöchige Feuersperre zu verhängen, die am Freitag um 18.00 Uhr beginnt“, teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Montag mit. Wenn seine Regierung jetzt nicht handele, werde der nationale Gesundheitsdienst NHS die vielen Covid-19-Patienten nicht mehr angemessen behandeln können, begründete Drakeford die Entscheidung.

Dietmar Bartsch kritisiert Söder für Kurs in Corona-Politik

14.17 Uhr: Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für dessen Kurs in der Corona-Politik scharf kritisiert. „Markus Söder treibt jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf“, sagte Bartsch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er warf dem CSU-Chef vor, Corona als Bühne zu missbrauchen und Angst zu verbreiten. „Seine Politik hat immer die Kanzlerkandidatur im Blick, was in dieser Situation unverantwortlich ist.“

Bartsch warf Söder „eine miese Corona-Bilanz“ in seinem Bundesland vor. Das sei Aufgabe genug für ihn. Der Bundestag müsse in der nächsten Sitzungswoche über die Corona-Politik diskutieren und über die Grundrichtung entscheiden.

Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

13.48 Uhr: Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot.

Söder: Corona-App hat „kaum eine warnende Wirkung“

13.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Stärkung der Corona-Warn-App gefordert. „Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung“, sagte der CSU-Chef unsere Redaktion. „Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona App wirksam wird.“

Berchtesgaden praktisch im Lockdown

13.04 Uhr: Im Kampf gegen die extrem gestiegenen Corona-Infektionszahlen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgaden will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) praktisch einen „Lockdown“ verhängen. Es werde ein Maßnahmenpaket geben, „das einem Lockdown entspricht“, sagte Söder. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) solle gemeinsam mit dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern die Details ausarbeiten. Im Kreis Berchtesgaden lag die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Montag laut Robert Koch-Institut bei rund 252.

Chemnitz überschreitet Corona-Grenzwert

13.01 Uhr: Die Stadt Chemnitz hat den kritischen Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. In den vergangenen sieben Tagen seien 134 neue positive Fälle aufgetreten, teilte die Stadt am Montag mit. Damit sei der Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner mit 53,7 deutlich überschritten. Die Situation sei besorgniserregend.

Die Stadt kündigte eine neue Allgemeinverfügung an, die weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorsieht und ab Mittwoch gelten soll. Ansammlungen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind dann verboten, Feiern privat oder in Gaststätten künftig nur noch mit bis zu zehn Personen erlaubt. Bei Sportveranstaltungen dürfen keine Besucher anwesend sein. Für Schank- und Gaststätten wird es von 22 Uhr an eine Sperrstunde geben.

Mehr als 12.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Belgien

12.50 Uhr: Das von der Corona-Pandemie besonders schwer geplagte Belgien hat an einem einzigen Tag mehr als 12.000 Neuinfektionen verzeichnet. Wie ein Sprecher des Krisenzentrums nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga am Montag in Brüssel mitteilte, wurden für den Dienstag voriger Woche (13. Oktober) 12.051 neue Fälle registriert. Zum Vergleich: In Deutschland meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) für diesen Tag 5132 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat mehr als siebenmal so viele Einwohner wie Belgien.

Fitness-Influencer stirbt nach Corona-Infektion

12.43 Uhr: In der Ukraine erregt der Todesfall eines Fitness-Influencers viel Aufsehen. Dmitriy Stuzhuk starb nun im Alter von 33 Jahren an einer Covid-19-Erkrankung, zuletzt hatte er in sozialen Medien noch davor gewarnt, die Krankheit zu unterschätzen. Lesen Sie mehr über den Fall: 33-jähriger Fitness-Influencer stirbt nach Urlaub an Corona

Corona: Fitness-Influencer stirbt an Covid-19
Corona- Fitness-Influencer stirbt an Covid-19

Klöckner: Corona-Hamsterkäufe weiterhin unnötig

12.05 Uhr: Nachdem mehrere Discounter wieder einen Anstieg beim Absatz von Toilettenpapier und anderen Waren des täglichen Bedarfs registrierten, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Neue Corona-Hamsterkäufe? Nachfrage nach Klopapier steigt

Hamburg zählt nun auch zu Corona-Risikogebieten

11.55 Uhr: Auch Hamburg hat nun die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Wegen Coronavirus: Krankschreibungen per Telefon wieder möglich
Wegen Coronavirus- Krankschreibungen per Telefon wieder möglich

Beherbergungsverbot wird Thema vor dem Bundesverfassungsgericht

11.32 Uhr: Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher am Montag in Karlsruhe. Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, war zunächst nicht absehbar.

Der Landkreis Tübingen zählt derzeit zu den deutschen Risikogebieten. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus solche Regionen nur aufgenommen werden, wenn sie einen frischen negativen Corona-Test vorweisen können. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hatte das Beherbergungsverbot vergangenen Donnerstag im Eilverfahren bestätigt. Im Fall dort ging es um eine Familie aus Nordrhein-Westfalen, die auf Sylt Urlaub machen wollte. Nach Auskunft des Bundesverfassungsgerichts berufen sich die Tübinger Kläger auf diese Entscheidung. Auch die Urlauberfamilie aus NRW hatte am Freitagabend in Karlsruhe Eilantrag eingereicht, diesen aber zwischenzeitlich wieder zurückgezogen, wie der Gerichtssprecher sagte.

Beherbergungsverbote gab und gibt es nicht bundesweit. Die Verwaltungsgerichte haben dazu unterschiedlich geurteilt. In Baden-Württemberg und Niedersachsen zum Beispiel wurden die Verbote inzwischen in Eilverfahren gekippt. In anderen Bundesländern halten die Landesregierungen von sich aus nicht mehr daran fest.

Delmenhorst verschärft Corona-Regeln nach sprunghaftem Fallzahlen-Anstieg

11.07 Uhr: Die Stadt Delmenhorst (Niedersachsen) verschärft angesichts eines großflächigen Corona-Ausbruchs die Schutzmaßnahmen. So werde eine Sperrstunde für die Gastronomie von 23 bis 6 Uhr erlassen, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) am Montag. Alle öffentlichen Veranstaltungen und Gottesdienste werden demnach bis auf Weiteres abgesagt.

Private Treffen werden auf zehn Personen begrenzt. Außerdem wird die Maskenpflicht in der Stadt ausgeweitet. Schulen und Kitas sollen allerdings nach den Herbstferien wieder öffnen, solange die Hygienekonzepte es zulassen.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts lag der Sieben-Tage-Wert der Stadt am Montag bei 223,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Der Leiter des Gesundheitsamts der Stadt sagte, die Zahl der nachgewiesenen Fälle habe sich binnen zehn Tagen mehr als verdoppelt. Die Verwaltung konnte keinen Schwerpunkt ausmachen, es gebe „mehrere kleinere Zellen“, was die Kontakt-Nachverfolgung sehr schwierig mache.

Risikowarnung in Corona-App: Arbeitsminister Heil in Quarantäne

10.18 Uhr: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich in Quarantäne begeben. Grund ist die Meldung einer Begegnung mit erhöhtem Risiko durch die Corona-App. Ein erster Corona-Test habe ein negatives Ergebnis erbracht, ein weiteres Testergebnis stehe noch aus, teilte Heils Ministerium mit. „Es geht ihm gut und er hat keinerlei Symptome“, hieß es in der Erklärung.

Am Samstag hatte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben. Beim Staatsoberhaupt ergaben laut Bundespräsidialamt sowohl ein Schnelltest als auch der als zuverlässiger geltende sogenannte PCR-Test ein negatives Ergebnis. Weitere Tests sollen folgen.

Söder fordert bundesweite Verschärfung der Maskenpflicht

10.01 Uhr: CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Belgien setzt im Kampf gegen Corona auf nächtliche Ausgangssperre

9.58 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist in Belgien am Montag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft getreten. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens dürfen die Menschen ihr Zuhause nicht verlassen. Ab 20 Uhr ist außerdem der Verkauf von Alkohol verboten.

Nachdem die Region Brüssel schon vorletzte Woche die Schließung aller Cafés und Restaurants angeordnet hatte, gilt dies nun landesweit für mindestens vier Wochen. Die Menschen in Belgien dürfen nur noch mit maximal einem Mensch außerhalb ihres Haushalts engen Kontakt ohne Maske haben.

Christian Drosten wirbt erneut für Cluster-Kontakttagebuch

9.11 Uhr: Virologe Christian Drosten hat bei Twitter erneut für das Führen von Cluster-Kontakttagebüchern geworben. Angesichts der Tatsache, dass Infektionsketten von den Behörden immer seltener zurückverfolgt werden könnten, schrieb Drosten am Sonntagabend: „Ohne Cluster-Kontakttagebuch geht es nicht.“

Der Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité hatte bereits in der vergangenen Woche an die Menschen in Deutschland appelliert, über ihre Kontakte Buch zu führen, um mögliche Ansteckungsszenarien in Erinnerung zu behalten. Von den Aufzeichnungen verspricht er sich auch eine Sensibilisierung der Menschen, solche Situationen zu vermeiden. „Denn es ist ja auch nicht so, dass Politiker jede kleine Situation im Alltag regulieren können und am besten noch separat pro Bundesland“, sagte er in der jüngsten Folge des NDR-Podcasts „Coronavirus-Update“.

Landkreis Görlitz überschreitet kritischen Corona-Grenzwert

7.51 Uhr: Der Landkreis Görlitz hat nach eigenen Angaben den Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. In den vergangenen sieben Tagen seien rund 56 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten. Die Kreisverwaltung habe deshalb eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die von Montag am gelte, wie das Landratsamt mitteilte.

Großveranstaltungen, Versammlungen und Feiern sind demnach nur noch mit weniger Teilnehmern erlaubt. Gleiches gilt für private Treffen. Bei Zusammenkünften in geschlossenen Räumen außerhalb der eigenen Wohnung und im öffentlichen Raum wird dringend das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung empfohlen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht gewahrt werden kann und keine alternativen Schutzvorrichtungen wie Trennscheiben zur Verfügung stehen.

Corona-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen soll strenger kontrolliert werden

7.34 Uhr: Bund und Länder planen ein konsequenteres Vorgehen gegen Maskenmuffel im Öffentlichen Nahverkehr. Zurzeit liefen Abstimmungen zwischen der Verkehrsministerkonferenz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der Bundespolizei für eine bundesweite Schwerpunktkontrolle noch in diesem Jahr, bestätigte ein Sprecher von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf Anfrage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Telefonische Krankschreibung wegen Corona wieder möglich

6.22 Uhr: Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende. Lesen Sie hier alle Infos zur Regelung: Bei Erkältung: Krankschreibung per Telefon wieder möglich

Neue Corona-Regeln treten in NRW und Baden-Württemberg in Kraft

3.31 Uhr: Die Bürger in Nordrhein-Westfalen müssen sich in Kommunen mit hohen Corona-Infektionszahlen jetzt auch beim Feiern stärker einschränken. Am Montag tritt ein weiterer Baustein der aktualisierten Coronaschutzverordnung des Landes in Kraft: Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. In 50er-Regionen sind dann nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt. Zu herausragenden Anlässen zählen etwa Hochzeit, Taufe, Geburtstage, Jubiläum oder eine Abschlussfeier.

Angesichts steigender Infektionszahlen hatte das Landeskabinett am vergangenen Freitag schärfere Regeln beschlossen. Seit dem Wochenende greift in den 50er-Regionen bereits landesweit eine Sperrstunde in der Gastronomie mit Alkoholverkaufsverbot bis 6 Uhr morgens. Millionen Menschen sind davon schon in zahlreichen Städten und Regionen des Landes betroffen.

Auch in Baden-Württemberg gelten ab Montag strengere Corona-Regeln. Dazu gehören eine erweiterte Maskenpflicht sowie verschärfte Kontaktbeschränkungen – und zwar unabhängig davon, ob die jeweilige Stadt oder der Landkreis die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreitet oder nicht.

Corona-Politik: Trump verteidigt sein Misstrauen der Wissenschaft gegenüber

2.46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Widerstand gegen den Rat von Wissenschaftlern in der Corona-Pandemie verteidigt. „Hätte ich komplett auf die Wissenschaftler gehört, hätten wir jetzt ein Land, das in einer massiven Depression wäre“, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Carson City im US-Bundesstaat Nevada am Sonntag (Ortszeit). „Stattdessen sind wir wie ein Raketenschiff.“

Trump machte sich über seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden lustig, weil dieser verspricht, sich im Kampf gegen das Coronavirus am Rat der Wissenschaftler zu orientieren. Wenig später warf Trump Biden vor, einen „unwissenschaftlichen Lockdown“ zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen, wenn er gewählt werde.

Die Pandemie ist in den USA nach wie vor außer Kontrolle. Mehr als 8,1 Millionen Ansteckungen wurden seit Beginn nachgewiesen, fast 220.000 Menschen starben nach einer Infektion. Derzeit ist wieder ein Aufwärtstrend bei der Anzahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag zu erkennen. Ungeachtet dessen rief Trump die Bundesstaaten am Sonntag zur vollständigen Öffnung auf.

Sonntag, 18. Oktober: Italien verschärft Corona-Maßnahmen

  • Die Corona-Regeln in Italien werden wieder verschärft. Bars und Restaurants müssen künftig um Mitternacht schließen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom. Maximal sechs Gäste dürften noch pro Tisch in den Lokalen sitzen. Ab 18 Uhr dürfen Speisen und Getränke lediglich am Tisch und nicht mehr stehend konsumiert werden. Zudem sollen die Möglichkeiten zur Telearbeit ausgeweitet werden.
  • FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgerufen, angesichts der aktuellen Corona-Situation nicht nur auf Infektionszahlen zu schauen. „Es wird nur geschaut auf die Zahl der Neuinfektionen“, sagte Lindner am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“. „Es wäre Alarmstufe Rot, wenn jetzt Menschen in Alten- und Pflegeheimen zuerst betroffen wären.“ Das sei aktuell glücklicherweise nicht der Fall. „Insofern rate ich zur Vorsicht, wir sollten aber auch nicht überdramatisieren. Ich kann nur sagen: Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig“, sagte Lindner und ergänzte: „Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen.“
  • In Frankreich haben die gemeldeten Fälle von Corona-Infektionen innerhalb eines Tages erneut um etwa 30.000 zugenommen. Sie seien um 29.837 auf insgesamt 897.034 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Weitere 85 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten in Frankreich beträgt 33.477.
  • Rund 1100 Menschen haben am Sonntag nach Polizeiangaben in der Dortmunder Innenstadt gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Viele Teilnehmer der Initiative „Querdenken“ hätten keinen Mund-Nasen-Schutz getragen oder die Maske abgenommen, berichtete die Polizei. Der Veranstalter habe sich darauf berufen, dass sehr viele durch ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit seien, sagte eine Sprecherin. Bei Überprüfungen waren am Nachmittag bereits mindestens zwei Fälschungen festgestellt und Strafanzeigen aufgenommen worden.
  • Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Schweiz die Sicherheitsauflagen verschärft. Von Montag an seien Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten, teilte die Regierung am Sonntag mit. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.
  • In 48 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern stehen derzeit 80 Betten zur intensivmedizinischen Versorgung niederländischer Covid-19-Patienten bereit. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. „Mit Stand heute ist keines davon belegt.“ Nach Informationen des Ministeriums habe es aus anderen EU-Ländern bislang noch keine Anfragen gegeben. In den Niederlanden greift das Coronavirus in Windeseile um sich. Die Lage in den dortigen in Krankenhäusern gilt als bedrohlich. Versorgungsengpässe zwangen einige große Städte bereits, ihre Notaufnahmen zeitweilig zu schließen.
  • Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus warnt vor vermeidbaren Todesfällen durch Personalmangel in Kliniken. „Es gibt schon lange Untersuchungen, dass die Zahl der zur Verfügung stehen Fachkräfte eine direkte Auswirkung hat auf die Komplikationsrate und die Zahl der Todesfälle“, sagte Westerfellhaus unserer Redaktion. „Wenn ein Patient beatmet wird und da ist niemand außer der Maschine, können Menschen durch Komplikationen sterben, die nicht sterben müssten“, so der Bevollmächtigte. „Das Risiko ist um ein Vielfaches höher.“ Er habe es gut gefunden, dass Bundestagsabgeordnete im Plenum den Pflegekräften für ihre Arbeit in der Corona-Krise applaudiert hätten, erklärte Westerfellhaus. „Wenn es dabei bleiben würde, wäre das aber fatal.“
  • Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat nach siebenmonatiger Unterbrechung das Reisegeschäft wieder aufgenommen. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, legte die „Aidablu“ im italienischen Civitaveccia zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der Westküste ab. Landgänge seien unter anderem in Neapel, Palermo und Rom geplant. Aufgrund der Corona-Schutzvorkehrungen dürfen nur 1000 Passagiere an Bord, das entspricht weniger als der Hälfte der Kapazität. Nach Unternehmensangaben sind noch weitere Reisen geplant. Die Nachfrage sei groß.
  • Nach einem Monat im Lockdown sind in Israel erste Lockerungen in Kraft getreten. Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren durften wieder in Kindergärten und Vorschulen. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass sich Bürgerinnen und Bürger nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Außerdem dürfen Naturparks und Strände wieder besucht werden und Restaurants können Mahlzeiten zur Abholung verkaufen.
  • Das Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf Haut eines Menschen überleben wie das Grippevirus. Demnach bleibt SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während Influenza-A nur knapp zwei Stunden überlebt. Das Risiko einer Infektion könne durch regelmäßiges Händewaschen reduziert werden, wie es auch von der WHO empfohlen wird. Beide Virenarten könnten zudem durch Ethanol, das in Handdesinfektionsmitteln verwendet wird, innerhalb von 15 Sekunden abgetötet werden.
  • Nur die Bevölkerung kann nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach einen erneuten Lockdown noch abwenden. „Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen“, sagte Lauterbach unserer Redaktion. Viele staatliche Corona-Auflagen ließen sich ohnehin schwer überprüfen. Wenn es nicht gelinge, das exponentielle Wachstum zu bremsen, „steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns“, warnte Lauterbach.
  • Nach Angaben der Polizeigewerkschaften eskalieren Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln immer häufiger. Nach wie vor gebe es immer noch eine hohe Akzeptanz, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presseagentur, es sei aber zu spüren, dass die Stimmt beginne aggressiver zu werden. „Zum Beispiel, wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen. Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet.“ Die zunehmende Aggressivität gehe aber nicht nur von Maskenverweigerern aus, so Radek, sondern auch von denen, die auf Regelbrüche hinwiesen.

Samstag 17. Oktober: Höchstwerte bei Corona-Neuinfektionen in mehreren Ländern

  • Drei Mitarbeiter eines Hotels in Timmendorfer Strand sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Hotel wurde geschlossen. 200 Gäste mussten abreisen.
  • Frankreich meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Am Samstag habe es 32.427 neue Fälle gegeben, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten stieg am Samstag um 90 auf 33.392.
  • In Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden.
  • Die Behörden in Italien haben mit 10.925 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand verzeichnet. Am Freitag lag die Zahl neuer Fälle bei 10.010. Zudem starben weitere 47 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
  • Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.
  • Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein erster Test bei Steinmeier fiel negativ aus.
  • Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.
  • Die Rufe nach Reiseerleichterungen für internationale Paare in Corona-Zeiten werden lauter. Sollten die Grenzen in der EU wieder geschlossen werden, würde das für Tausende unverheiratete Paare zum Problem werden. Beziehungen über die EU-Grenzen hinweg sind schon jetzt erschwert. Lesen Sie dazu: Beziehung in Corona-Zeiten – Wenn die Liebe Grenzen erfährt
  • In Polen sind 9622 neue Corona-Ansteckungen registriert worden. Damit haben sich bisher dort 167.230 Menschen infiziert, 3524 starben nach einer Corona-Infektion.
  • Im aktuellen Video-Podcast der Bundeskanzlerin appelliert Angela Merkel an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet.“ Deutschland befinde sich in einer sehr ernsten Phase der Coronavirus-Pandemie. „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor“, sagt die Bundeskanzlerin. Merkel bittet, auf Reisen zu verzichten und sich mit so wenig Menschen wie möglich zu treffen. Zusammenzuhalten und die Regeln einzuhalten sei das wirksamste Mittel gegen die Pandemie. „Jetzt ist es nötiger denn je“, so Merkel.
  • Aus Angst vor einem neuen Lockdown rufen mehrere Politiker die Unternehmen dazu auf, das Weihnachtsgeld vorzeitig auszuzahlen. Lesen Sie dazu: Politiker fordern vorgezogene Auszahlung von Weihnachtsgeld
  • In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. Das Gesundheitsministerium meldete 11.005 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl liegt damit bei 160.112.
  • Die Ukraine verzeichnet eine Rekordzahl von 6410 Corona-Neuinfektionen. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert. Mit 5992 Neuinfektionen hatte die Ukraine bereits am Freitag einen neuen Rekord gemeldet. Insgesamt verzeichnet das Land 293.641 bestätigte Ansteckungen und 5517 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.
  • In Thailand sind die ersten beiden lokal übertragenen Corona-Neuinfektionen seit über einem Monat registriert worden. Wie die zuständige Behörde meldete, handele es sich um zwei Menschen, die an der Grenze zu Myanmar leben. Den letzten bekannt gewordenen lokalen Fall gab es Anfang September.

Freitag 16. Oktober: Gericht stoppt Beherbergungsverbot in Brandenburg

  • Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots vorläufig gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, teilte es am Freitagabend mit.
  • Italien meldet erstmals mehr als 10.000 nachgewiesene Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden seien 10.010 Fälle registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit.
  • In Belgien sollen wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahl alle Restaurants und Gaststätten für vier Wochen schließen.
  • Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren
  • Der Berliner Senat will gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts, das die Sperrstunde in der Hauptstadt am Freitag gekippt hat, juristisch vorgehen
  • In Nordrhein-Westfalen wird für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr eingeführt
  • Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. „Im Sinne der Kontakte ist das glaube ich eine notwendige Botschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Brüssel
  • Kitas sind nach den Worten von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) keine Corona-Infektionsherde: „Kinder sind nicht die Infektionstreiber.“
  • Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur
  • Wer aus einem Corona-Risikogebiet kommt, soll sich künftig digital melden. Das Ende des Irrsinns der Aussteigerkarten aus Papier naht. Lesen Sie hier, was sich für Reisende aus Corona-Risikogebieten bald ändern könnte
  • Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus
  • Unbedachte Äußerungen und Entscheidungen der Politik in der Corona-Krise haben nach Ansicht von Hausärzten zu einer hohen Belastung der Praxen geführt
  • Nach der Absage ihres TV-Duells haben sich US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden zeitgleich in zwei Fernsehsendern Fragen von Wählern gestellt. Knapp drei Wochen vor der Wahl am 3. November mussten die Amerikaner am Donnerstagabend (Ortszeit) entscheiden, ob sie Trump im Sender NBC oder Biden im Sender ABC verfolgen. Lesen Sie hier: Trump gegen Biden im Fernduell – Der US-Präsident bleibt Antworten schuldig
  • Die große Koalition will schon jetzt im Eilverfahren die Sonderrechte für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Bekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängern

Donnerstag 15. Oktober: Jodel-Konzert in Schweiz wohl Auslöser für massiven Anstieg von Corona-Fällen

  • In der Schweiz hat offenbar ein traditionelles Jodel-Konzert zu einem massiven Anstieg von Corona-Neuinfektionen geführt.
  • Das Saarland streicht das Beherbergungsverbot
  • Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, das gesamte französische Grenzgebiet zu Deutschland und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt
  • Zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus
  • Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt
  • Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA ist mit fast 60.000 an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang August gestiegen
  • Die Maskenpflicht in Bayern wird regional deutlich ausgeweitet, und zwar schon bei mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Donnerstag müssen in diesen Regionen dann überall dort Masken getragen werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen
  • Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf.
  • Die am Mittwoch getroffenen Entscheidungen und aufgestellten Regelungen der Bund-/Länder-Runde zur Coronavirus-Pandemie sind aus Sicht der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nicht ausreichend, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und einzudämmen. Lesen Sie auch: Namhafte Corona-Berater: Was ist eigentlich die Leopoldina?
  • Nach dem Eilantrag von Urlaubern aus NRW hat der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg mit Beschluss vom Donnerstag das Beherbergungsverbot in dem Bundesland gekippt
  • Das Robert Koch-Institut hat in seinem aktuellen Lagebericht das Beherbergungsverbot heftig kritisiert.
  • Als erste Region in Brandenburg zählt die Stadt Cottbus zu den bundesweiten Risikogebieten mit mehr als 50 neuen Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche
  • Das Umweltbundesamt hat Empfehlungen für die Belüftung von Schulen vorgelegt. In der kalten Jahreszeit soll demnach während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für drei bis fünf Minuten gelüftet werden – sogenanntes Stoßlüften
  • Kanzleramtsminister Helge Braun hält die Bund-Länder-Verabredungen zur Eindämmung der Pandemie für unzureichend
  • Die Corona-Warn-App hat die Erwartungen noch nicht erfüllt. Es ist sogar zu Falschmeldungen gekommen. Das sind die größten Probleme und Fehler der Corona-Warn-App.
  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Bekämpfung scharf kritisiert. „Gerade mit dem Fortbestand der Beherbergungsverbote bleibt in einem zentralen Bereich ein Flickenteppich“, sagte sie unserer Redaktion

Mittwoch 14. Oktober: Söder: „Dem zweiten Lockdown näher als wir denken“

  • In den stundenlangen Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weitere Corona-Politik hat es nach Darstellung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Länderchefs gegeben. Kommentar: Corona-Maßnahmen nutzen nichts gegen Sorglosigkeit
  • Kanzlerin Merkel hat die Verkündung der neuen Corona-Maßnahmen mit einem eindrücklichen Appell an die Bürger verbunden. „Es ist ganz wichtig, dass alle mitmachen.“ Gerade weil die Menschen in Deutschland schon so viel mitgemacht hätten, stehe man besser da, als die europäischen Nachbarn. Die neuen Maßnahmen seien nun nötig, um einen zweiten Lockdown zu verhindern
  • Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf neue Kontaktbeschränkungen für Corona-Hitspots geeinigt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Demnach sollen sich künftig in Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen
  • In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen
  • In Corona-Hotspots soll es eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten
  • In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen
  • Russland hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin einen zweiten Corona-Impfstoff zugelassen
  • Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen geht in Deutschland auch wieder die Nachfrage nach Toilettenpapier nach oben
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Befürchtungen vor Engpässen beim Grippeimpfstoff zurückgewiesen. Corona-Krise: Soll es die Grippe-Impfung für alle geben?
  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich optimistisch gezeigt, dass trotz der stark steigenden Corona-Infektionszahlen ein Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens vermieden werden kann. Lesen Sie auch: Nach Corona-Gipfel: Wann tritt Merkel vor die Presse?
  • Facebook will alle Anzeigen auf seinen Seiten verbieten, die sich gegen Impfungen aussprechen. Dies kündigte der Internetkonzern am Dienstag an. Facebook will nach eigenen Angaben aber weiterhin solche Anzeigen zulassen, die bestimmte Maßnahmen von Regierungen im Zusammenhang mit Impfungen kritisieren. An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird derzeit weltweit unter Hochdruck geforscht
  • Kurzarbeit haben in der Corona-Krise erstmals vor allem Kleinbetriebe und die Gastronomie in Anspruch genommen, um Entlassungen zu vermeiden. Lesen Sie mehr dazu: Das Coronavirus treibt die Kurzarbeit auf ein Rekordhoch
  • Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt auf weitere Kontaktbeschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. „Feiern müssen reduziert, Partys können jetzt nicht stattfinden“, sagte Laschet unserer Redaktion vor dem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin

Dienstag, 13. Oktober: Corona: Opposition in Groß-Britannien fordert temporären Lockdown

  • Fußball-Profi Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa geäußert
  • Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Überlegungen zu einer Verlängerung der Weihnachtsferien wegen Corona zurückgewiesen
  • Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, hat Bund und Länder eindringlich zu klaren und einheitlichen Anti-Corona-Maßnahmen aufgefordert
  • Australien wird seinen Bürgern voraussichtlich auch 2021 keine Urlaubsreisen ins Ausland erlauben
  • Sie erinnerte demnach daran, dass in Brandenburg ein Beherbergungsverbot bereits seit Ende Juni bestehe. Dieses Vorgehen sei damals zwischen den Bundesländern so vereinbart worden.
  • Leverkusen und Gelsenkirchen überschreiten Corona-Grenzwert Lesen Sie hier: Corona-Hotspots: Das gilt für alle deutsche Risikogebiete
  • Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben
  • Unionspolitiker haben als Schutzmaßnahme gegen Corona-Infektionen in der kalten Jahreszeit eine Verlängerung der Winterferien vorgeschlagen.
  • Mecklenburg-Vorpommern hält an Beherbergungsverbot fest
  • Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, ob eine Infektion mit dem Coronavirus auch über Oberflächen wie ein Smartphone-Display möglich ist. Lesen Sie hier: Studie – Coronavirus überlebt 28 Tage auf Oberflächen
  • Bundesliga-Übertragung im TV wird wegen Corona-Risikogebieten zum Problem
  • Corona-Maßnahme – Italien schränkt Feiern stark ein
  • Weltärztepräsident Montgomery für klare Corona-Regeln
  • Kanzleramt erwartet „historische Debatte“ über Corona-Maßnahmen
  • Ein Mann in den USA hat sich im Abstand von nur etwa anderthalb Monaten zwei Mal mit dem Coronavirus infiziert
  • US-Pharmakonzern Johnson & Johnson unterbricht Corona-Studie

Montag 12. Oktober: Corona: Tschechien verschärft Maßnahmen deutlich

  • Tschechien greift im Kampf gegen die Corona-Pandemie greift Tschechien zu härteren Maßnahmen. Unter anderem wird der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt, Schulen müssen bis November in den Fernunterricht übergehen
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auf ein einheitlicheres Vorgehen bei den Anti-Corona-Maßnahmen gedrängt, für die er sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch einsetzen will
  • Düsseldorf hat den wichtigen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass es innerhalb des nächsten halben Jahres die ersten Corona-Impfungen in Deutschland geben wird
  • Die Polizei ermittelt gegen einen Busfahrer, der Schüler in Thüringen aufgefordert hatte, ihren Mund-Nasen-Schutz abzulegen, um ein „bundesweites Zeichen“ zu setzen. Der Mann behauptete, dass zwei Kinder durch das Tragen einer Maske gestorben seien
  • Der britische Premierminister Boris Johnson will mit einem dreistufigen Alarmsystem die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd – mittel, hoch oder sehr hoch – sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten
  • Wegen steigender Coronavirus-Fallzahlen in den Nachbarländern schließt das Bundesinnenministerium erneute Grenzkontrollen nicht aus
Neue Corona-Maßnahmen: Das ändert sich ab Donnerstag in Deutschland
Neue Corona-Maßnahmen- Das ändert sich ab Donnerstag in Deutschland
  • Nach Darstellung einer Expertenkommission sind beim umstrittenen Corona-Management im österreichischen Skiort Ischgl schwere Fehler passiert. So sei der Betrieb der Skibusse und der Seilbahnen einen Tag später als erforderlich eingestellt worden, es habe zudem keinen Evakuierungsplan gegeben. Lesen Sie auch: Corona in Österreich: Regierung verbietet Après-Ski-Partys
  • Uhr Laut einer Studie, die im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ erschienen ist, können Coronaviren bis zu drei Stunden in der Luft schweben. Richtiges Lüften hilft, die Viruszahl zu senken und somit auch die Gefahr einer Ansteckung zu mindern. Hier lesen Sie, wie man sich durch Lüften vor einer Infektion schützt.
  • Auf der Nordseeinsel Sylt wächst die Sorge vor einem größeren Corona-Ausbruch
  • Das sogenannte Corona-Kabinett hat in Berlin über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten
  • Der Sondergesandte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Covid-19, David Nabarro, hat an Staats- und Regierungschefs der Welt appelliert, Lockdowns nicht als primäres Mittel zur Kontrolle des Coronavirus einzusetzen.
  • Die steigende Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist nach Berechnungen des Ifo-Instituts auf mehr Ansteckungen zurückzuführen, aber auch auf zusätzliche Tests. „Die Zahlen vom Oktober können nicht direkt mit denen vom April verglichen werden“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest.
  • Die Stadt München hat in der Corona-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.
  • Duisburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.
  • Nach Ergebnissen einer Studie der australischen Forschungseinrichtung CSIRO können SARS-CoV-1-Viren bei 20 Grad bis zu 28 Tage auf etwa Banknoten oder Glas ansteckend bleiben
  • Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie fordert der Vorsitzende des Berliner Hausärzteverbands, Wolfgang Kreischer, zunächst Risikogruppen gegen die Grippe zu impfen

Sonntag, 11. Oktober: Corona: Söder will „Vorsichtigste Regel“ zum Maßstab für alle erklären

  • Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch die „vorsichtigsten Regeln“ zum Maßstab für alle zu machen
  • Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hat nun doch die Einreise von Privatpersonen aus Risikogebieten zu Familienbesuchen ohne vorherigen negativen Coronatest und anschließende Quarantäne gestattet
  • Die Slowakei verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Im Freien muss ab Donnerstag eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wie der Krisenstab in Bratislava bekanntgab
  • Vor der Wiederaufnahme seiner Wahlkampftour hat sich US-Präsident Donald Trump für immun gegen das Coronavirus erklärt
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat massive Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverboten geäußert. „Da wurde ein Fehler gemacht, das müsste abgeräumt werden“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Keine Studie zeigt, dass das Reisen innerhalb Deutschlands ein Pandemietreiber ist. Ich löse mit diesen Regeln also kein Problem, weil es da kein Problem gibt.“
  • Der Schlagersänger Michael Wendler hat über den Messengerdienst Telegram Falschbehauptungen und Lügen über das Coronavirus verbreitet. Ohne Belege verteilte er unter anderem Inhalte über die absichtliche Erschaffung des Coronavirus zur Errichtung einer Diktatur. Die Inhalte, die Wendler verbreitet, stammen zum Teil auch von bekannten Persönlichkeiten wie Attila Hildmann oder Eva Herman – beide bekannt für realitätsferne Ansichten und rechte Einstellungen.
  • Neun Tage nach seinem positiven Corona-Test ist US-Präsident Donald Trump nach Angaben seines Arztes nicht mehr ansteckend. Der Präsident erfülle alle Anforderungen für die komplette Aufhebung der Isolationsregeln, erklärte am Samstagabend Leibarzt Sean Conley
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer

Samstag, 10. Oktober: Scheele nennt Hartz IV „großzügige Regelung“ im europäischen Vergleich

  • Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat Forderungen zurückgewiesen, angesichts der Corona-Pandemie die Grundsicherung zu erhöhen. „Im europäischen Vergleich ist das - wenn man von Skandinavien absieht - eine großzügige Regelung“, sagte er unserer Redaktion
  • Stuttgart hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten
  • Das Gesundheitsamt Nordfriesland befürchtet ein Superspreader-Event auf Sylt. , informiert die Behörde. Mit ihm zusammen hätten sich 70 bis 100 Personen in dem Lokal aufgehalten
  • In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen erstmals die 5000er-Marke überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 5300 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Woiwodschaft Masowien, die auch die Hauptstadt Warschau umfasst
  • CSU-Chef Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland in der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, umsichtig zu bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. „Leider sind wir auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum, gerade in den Großstädten ist die Herausforderung sehr, sehr groß“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag bei der Landesversammlung der Frauen-Union.
  • CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen die Gefahr eines Lockdowns. „Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen: Die Befürchtungen sind real, dass wir im Dezember zu täglichen Infektionszahlen von über 19 000 kommen können, wenn wir politisch nicht entschlossen handeln“, sagte Dobrindt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Hier lesen Sie, wie ein erneuter Corona-Lockdown aussehen würde.
  • Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe am Freitag einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag mit.
  • Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Samstag mit 54,8 an. In Köln gelten nun unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.
  • Eine exklusive Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Bundesbürger sieht Weihnachten mit der ganzen Familie nicht gefährdet. Die Kirchen erwartet indes ein etwas anderes Fest. Lesen Sie hier: Deutsche freuen sich trotz Corona-Sorgen auf Weihnachten

Freitag, 9. Oktober: Merkel und Bürgermeister einigen sich auf Corona-Maßnahmenpaket

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte haben sich wegen der sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen auf ein Corona-Maßnahmenpaket geeinigt. Lesen Sie den Kommentar: Corona-Krise – Angstgetriebene Politik ist der falsche Weg
  • Die Europäische Union will das Reisen in den 27 Mitgliedsländern mit einer Corona-Ampel erleichtern.
  • In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert.
  • Deutschland und andere Staaten sollen zur Bewältigung der Corona-Krise Millionenhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds bekommen.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben sich klar gegen neue Grenzschließungen im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen.
  • Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken.
  • Die spanische Regierung hat das Notstandsrecht für Madrid beschlossen, um die Abriegelung der Stadt durchzusetzen.
  • Bayern hat die Liste der innerdeutschen Corona-Risikogebiete deutlich ausgeweitet.
  • Die Regierung Niedersachsens hat sich nun doch für ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten entschlossen
  • Die Stadtverwaltung von Tokio stellt ab der kommenden Woche spezielle Quarantäneunterkünfte für Haustierbesitzer bereit
  • Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, arbeiten viele Menschen in Deutschland von Zuhause. Lesen Sie hier: So überfordert fühlen sich die Deutschen im Homeoffice

Donnerstag, 8. Oktober: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Frankreich auf neuem Höchststand

  • Die US-Demokraten haben einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu Corona-Hilfen für die Luftfahrtbranche ohne ein Gesamtkonjunkturpaket zurückgewiesen
  • Die Weltgesundheitsorganisation meldet einen Rekordanstieg der weltweiten Coronavirus-Fälle
  • Das Coronavirus macht auch dem bisher relativ gut durch die Krise gekommenen Portugal immer mehr zu schaffen
  • Das Europaparlament hat einen Kompromissvorschlag der deutschen EU-Ratspräsidentschaft über den EU-Haushalt und das Milliardenpaket gegen die Corona-Krise abgewiesen
  • Frankreichs Regierung hat wegen der besorgniserregenden Corona-Lage für weitere Städte die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen
  • Auch die Stadt Delmenhorst in Niedersachsen hat die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten
  • Mit dem Kreis Unna ist ein weiteres Gebiet in Nordrhein-Westfalen über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen geklettert
  • Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Infektionen in Berlin schließt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) weitere Beschränkungen nicht aus
  • In Frankfurt ist die für den Verlauf der Corona-Pandemie wichtige Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten worden
  • Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen hat Tschechien verschärfte Maßnahmen beschlossen
  • Die US-Regierung hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit dem Kongress über weitere Corona-Hilfen wieder aufgenommen
  • Eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage ist in Berlin über den als problematisch definierten Wert von 50 gestiegen
  • 76 Mitarbeiter eines DHL-Frachtzentrums im baden-württembergischen Köngen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger aufgerufen, sich angesichts steigender Corona-Zahlen stärker an die Regeln zu halten
  • Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen wird das Tragen einer Maske im Freien ab dem 10. Oktober in ganz Polen Pflicht
  • Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in den Niederlanden ist innerhalb von 24 Stunden um mehr als 5800 gestiegen
  • Corona: RKI-Chef warnt vor unkontrollierter Verbreitung
  • Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage beraten
  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Frankreich mit fast 19.000 Neuinfektionen auf einen neuen Höchststand gestiegen
  • Ein Gericht in Madrid hebt den teilweisen Shutdown der spanischen Hauptstadt und neun weiterer Orte in der Region auf
  • Wie geht es US-Präsident Donald Trump nach der Corona-Infektion? Nicht so gut, wie er vorgibt, ist sich Karl Lauterbach bei „Maischberger“ sicher.
  • In Deutschlands Krankenhäusern steigt angesichts der immer zahlreicheren Coronainfektionen aus Expertenansicht die Gefahr von Engpässen
  • Niedersachsen will nun doch ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Risikogebieten

Mittwoch, 7. Oktober: Bundesregierung befürchtet Kontrollverlust bei der Nachverfolgung von Infektionsketten

Wir starten unseren neuen Corona-News-Ticker. Alle vorherigen Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in diesem Newsblog.

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