Lebenswandel

2010 bis 2020: So hat sich Deutschland verändert

Das Alltagsleben der deutschen Bevölkerung hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert.

Das Alltagsleben der deutschen Bevölkerung hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert.

Foto: Oliver Berg / dpa

Weniger Alkohol, mehr Smartphone – der Alltag der Deutschen hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark gewandelt. Ein Vergleich.

Berlin. 2010 bis 2020. Zehn Jahre – eine lange oder doch eine kurze Zeitspanne? Blickt man auf das Alltagsleben in Deutschland, zeigen einige Zahlen einen rasanten Wandel im vergangenen Jahrzehnt – etwa beim Trinken, Essen, Rauchen oder bei der Mediennutzung. Lesen Sie hier, was zehn Jahre in Deutschlands Bevölkerung bewirkt haben.

Digitalisierung in Deutschland: 76 Prozent der Deutschen nutzen ein Smartphone

HANDY: Aktuell nutzen 76 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren ein internetfähiges Mobiltelefon. Das entspricht 53 Millionen Menschen, wie es vom IT-Branchenverband Bitkom heißt. 2015 waren es 65 Prozent und 2012 erst 36 Prozent. Der Siegeszug der sogenannten Smartphones begann aber auch erst 2007 mit der Einführung des iPhones von Apple.

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Bier: Das Lieblingsgetränk der Deutschen verliert an Beliebtheit

BIER: Vor zehn Jahren lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier bei rund 107 Litern, wie es vom Deutschen Brauerbund heißt. 2019 soll jeder in Deutschland nur noch etwa 102 Liter getrunken haben. Rekordjahr soll in Westdeutschland 1976 mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 151 Litern gewesen sein. Der Marktanteil von alkoholfreiem Bier stieg von etwa 3 Prozent vor zehn Jahren auf inzwischen 7 Prozent. Lesen Sie dazu: Ist Bier bei Hitze gefährlich? Sieben Sommermythen im Experten-Check

GETRÄNKE: Bei alkoholfreien Erfrischungsgetränken haben die Verbraucher in Deutschland 2019 einen Pro-Kopf-Verbrauch von fast 124 Litern hingelegt, wie es von der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) in Berlin heißt. Innerhalb der Kategorie setzte sich die Verschiebung hin zu kalorienreduzierten und kalorienfreien Getränken wie Cola light fort. 2010 wurden 118 Liter Cola und Limonaden, Fruchtsaftgetränke und Schorlen, Brausen, Tee-, Bitter- und Energiegetränke zu sich genommen.

Vegetarisch und vegan: Fleischkonsum in Deutschland geht zurück

FLEISCH: In Deutschland ernähren sich rund 8 Millionen Menschen vegetarisch und 1,3 Millionen vegan, heißt es vom Interessenverband ProVeg. Täglich kommen demnach etwa 2000 Vegetarier sowie 200 Veganer hinzu. 2011 ging der damals noch Vegetarierbund (VEBU) genannte Verein von 6 Millionen Vegetariern aus – sowie von etwa 60.000 Veganern. Lesen Sie auch den Ernährungsreport 2020: Deutsche essen immer weniger Fleisch.

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MEDIEN: Die tägliche Bewegtbildnutzung der Menschen ab 14 Jahren lag 2019 bei 5 Stunden und 10 Minuten, wie aus der VAUNET-Mediennutzungsanalyse hervorgeht. Laut Arbeitsgemeinschaft (AGF) Videoforschung lag die Fernseh-Sehdauer 2019 bei 211 Minuten, 2010 waren es noch 223 Minuten.

Je nach Alter war die Dauer vor dem Fernseher 2019 aber sehr unterschiedlich: Erwachsene über 50 schauten mehr als fünf Stunden, 14- bis 29-Jährige keine anderthalb Stunden. Die aktuelle Krise beflügelte ein gewisses Comeback des linearen TV.

Zigaretten: Die Deutschen rauchen immer weniger

RAUCHEN: Verschiedenen Studien zufolge, auf die sich unter anderem der aktuelle Suchtbericht der Bundesregierung bezieht, ging der Anteil rauchender Jugendlicher in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel zurück.

Bei Erwachsenen sank der Raucheranteil seit 2003 von etwa 40 auf etwa 25 Prozent bei Männern und von etwa 30 auf 20 Prozent bei Frauen. Im regionalen Vergleich zeigt sich nach wie vor, dass im Norden und in Großstädten mehr geraucht wird. Lesen Sie auch: So verändern Geburten das Rauchverhalten von Frauen. (jb/dpa)

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