Todesfall

US-Country-Sänger Kenny Rogers ist gestorben

US-Country-Star Kenny Rogers gestorben

Der US-Country-Star Kenny Rogers ist tot. Laut seiner Familie starb er im Alter von 81 Jahren. Rogers war sechs Jahrzehnte lang im Musikgeschäft tätig. Im Lauf der Jahre gewann er drei Grammys. Er landete 24 Nummer-1-Hits, gewann sechs Mal den Country Music Award und war Mitglied der Country Music Hall of Fame. Rogers arbeitete mit anderen Stars wie Dolly Parton zusammen und wurde auch mit Auftritten in Film und Fernsehen bekannt, unter anderem in der " Muppet Show". 2018 beendete Rogers seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen.

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Der Texaner und dreifache Grammy-Gewinner ist zu Hause im Kreise seiner Angehörigen gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.

Berlin. Der US-Country-Star Kenny Rogers ist tot. Der dreifache Grammy-Gewinner sei am Freitagabend um 22:25 Uhr (Ortszeit) zu Hause im Kreise seiner Angehörigen im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte seine Familie bei Twitter mit.

Die Karriere des US-Sängers von Hits wie „Islands In The Stream“, „The Gambler“ oder „Lucille“ umfasste sechs Jahrzehnte, in denen er „eine unauslöschliche Spur in der Geschichte der amerikanischen Musik hinterlassen“ habe, wie die Familie schrieb.

Kenny Rogers: Er verkaufte mehr als 120 Millionen Alben

In seiner vor allem in den USA sehr erfolgreichen Laufbahn, die ihn mit Countrymusik-Ikonen wie Dolly Parton und Willie Nelson zusammenführte, verkaufte der Musiker mehr als 120 Millionen Alben. Im Oktober 2017 verabschiedete sich Rogers mit einem furiosen Konzertfinale an der Seite von Kollegen wie Parton und Lionel Richie in den Ruhestand.

„Man wartet nicht mit dem Ruhestand, bis die Menschen einen vergessen haben“, sagte der vierfache Vater, der fünfmal verheiratet war, dem Musikmagazin „Rolling Stone“. „Ich habe alles erreicht, was ich je erreichen wollte – es gibt nichts mehr, wonach ich streben könnte.“

Kenny Rogers: Multitalent mit vielen Auszeichnungen

Kenneth „Kenny“ Rogers wurde 1938 im texanischen Houston als viertes von acht Kindern geboren. Er konnte nicht nur Country, auch wenn er in die US-Ruhmeshalle dieser Musikrichtung aufgenommen wurde.

Rogers’ erste Single „That Crazy Feeling/We’ll Always Have Each Other“ hatte er laut „Rolling Stone“ bereits 1957 veröffentlich. Damals nannte er sich noch Kenneth Rogers. Rogers erhielt 1977, 1979 und 1987 Grammys für seine Hits und Performances und wurde 19 Mal für den Musikpreis nominiert. 2013 wurde Rogers schließlich in die „Country Music Hall of Fame“ aufgenommen.

Kenny Rogers war ein Multitalent: Zwischendurch spielte er Jazz, Rock, Pop und Folk, schrieb Bücher, arbeitete als Schauspieler, Fotograf – und spielte sogar mal professionell Tennis.

Kenny Rogers sang auch über Rassismus und Kriegsveteranen

Rogers kehrte immer wieder zur Country-Musik zurück. Anders als viele seiner Kollegen beschwor der Sänger in seinen Songs aber nicht ausschließlich die konservative heile Welt, sondern nahm sich auch heikle Themen vor: Rassismus („Reuben James“), Vergewaltigung („Coward Of The County“) oder das Leid der Kriegsveteranen („Ruby Don’t Take Your Love To Town“).

„Ich habe immer nach zwei Arten von Songs gesucht: Balladen, die alles enthalten, was Männer sagen und Frauen hören wollen - und gesellschaftlich wichtige Songs“, betonte der Sänger. Trotz seiner großen Karriere wirkte Rogers nicht abgehoben - und das kam bei vielen Menschen an.

Seine Inspiration sei ein Konzert der Musiklegende Ray Charles gewesen, bei dem er mit zwölf Jahren die lachenden und klatschenden Zuschauer beobachtet habe, erzählte Rogers. „Seitdem war es einfach nie wichtig für mich, dass die Menschen meine Show verlassen und sagen: ‘Er ist der beste Sänger aller Zeiten.’ Aber es war mir wichtig, dass sie sagen: ‘Ich habe die Show genossen.’“

Kenny Rogers: Öffentliche Abschiedsfeier aktuell nicht möglich

Rogers sei am Freitagabend (Ortszeit) „friedlich zuhause, an natürlichen Ursachen und (...) umgeben von seiner Familie“ gestorben, hieß es in dem Tweet seiner Familie.

Die Rogers-Familie plane zunächst nur „eine kleine private Abschiedsfeier“ in diesen Zeiten der Sorge vor Ansteckung, schrieb sie auf Twitter. Später werde man „Kennys Leben dann öffentlich feiern, mit seinen Freunden und Fans“.

(AFP/dpa/lah)