Oberbürgermeister Mohrs: Versorgung ist nicht gefährdet

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Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg: Klaus Mohrs.

Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg: Klaus Mohrs.

Foto: Darius Simka / regios24 (Archiv)

Der Oberbürgermeister appelliert an die Bürger, älteren und kranken Menschen zu helfen.

Wolfsburg. Oberbürgermeister Klaus Mohrs appelliert auf der Internetseite der Stadt (www.wolfsburg.de) an die Wolfsburger, die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ernst zu nehmen. Keiner müsse jedoch Angst um die allgemeine Versorgung haben.

Lebensmittelgeschäfte bleiben weiterhin geöffnet

„Richtig ist, dass wir alle bis auf Weiteres zum Schutz unserer Mitmenschen und unserer Gesellschaft auf größere Zusammenkünfte mit anderen Menschen auf engem Raum verzichten müssen“, wird Mohrs zitiert. Und weiter: „Unsere Versorgung bleibt jedoch sichergestellt: Die Lebensmittelgeschäfte sowie weitere wichtige Einkaufsmöglichkeiten bleiben geöffnet. Sie müssen nicht für Wochen und Monate einkaufen.“ Auch die Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung sei nicht gefährdet. Menschen in Quarantäne würden ebenfalls versorgt.

Nur Informationen von zuverlässigen Quellen glauben

Die Bürger sollten sich bei zuverlässigen Quellen informieren. „Glauben Sie nicht allen Aussagen, die im Internet kursieren. Überprüfen Sie, ob die Informationen auf eine offizielle Quelle wie deutsche Gesundheitsministerien, dem lokalen Gesundheitsamt oder dem Robert-Koch-Institut zurückgehen“, fordert Mohrs. „Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie uns auf Twitter, Facebook oder Instagram an. Wir versuchen, schnellstmöglich eine Einschätzung abzugeben.“

Fairer und respektvoller Umgang miteinander

Ein dritter Appell des Oberbürgermeisters betrifft das soziale Miteinander: „Gehen Sie umsichtig miteinander um. Halten Sie die Hygieneregeln ein, um sich gegenseitig zu schützen. Gehen Sie aber auch respektvoll miteinander um – insbesondere auch mit den Beschäftigten im Einzelhandel. Damit unsere Versorgung ungestört weiterlaufen kann, sind wir auf ihren Einsatz angewiesen. Sie geben ihr Bestes. Für das Fehlen von einigen Artikel sind nicht sie verantwortlich, sondern Kunden, die übermäßig einkaufen. Ich möchte den Beschäftigten im Einzelhandel einen herzlichen Dank aussprechen – genauso wie den Mitwirkenden in den Krisenstäben und allen, die dazu beitragen, dass das Virus unsere Gesellschaft nicht lahm legt.“

Er stelle aber auch fest, so Mohrs, dass sich sehr viele Wolfsburger am Wochenende genau richtig verhalten haben. Auch wenn die meisten Einrichtungen geschlossen sind, könne man weiterhin viel tun, meint der Oberbürgermeister und zählt einige Beispiel auf: Sport und Bewegung draußen, den Garten auf den Frühling vorbereiten, ein Buch lesen, Filme schauen, Gesellschaftsspiele mit der Familie, Frühjahrsputz, backen und kochen, telefonieren, Fotos sortieren und anschauen oder endlich mal den liegen gebliebenen Papierkram erledigen.

Viele Bürger haben schon ihre Hilfe angeboten

Besonders freue er sich, so Mohrs, dass schon viele Bürger älteren und kranken Menschen sowie jenen, die unter Quarantäne stehen, Hilfe bei ihren Erledigungen anbieten. Viele Beispiele zeigten, dass das über telefonische Kontakte, Aushänge im Hausflur oder Gruppen-Chats auch ohne zu nahen körperlichen Kontakt möglich sei. „Folgen Sie diesen Beispielen!“, fordert Mohrs. „Halten Sie auch zu kranken und älteren Menschen unter Beachtung der Regeln zur Vermeidung von Ansteckung Kontakt!“

Das Bürgertelefon der Stadt Wolfsburg ist täglich von 10 bis 18 Uhr unter (05361) 282828 erreichbar. mk