Facebook-Video

Andreas Gabalier zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück

Der österreichische Musiker Andreas Gabalier während des Auftakts zu seiner Stadiontournee in der Commerzbank-Arena.

Der österreichische Musiker Andreas Gabalier während des Auftakts zu seiner Stadiontournee in der Commerzbank-Arena.

Foto: Silas Stein / dpa

Der österreichische Sänger und selbst ernannte „Volks Rock ‘n’ Roller“ will eine Pause einlegen. Im Video nennt er die Gründe.

Berlin. Beruflich hätte das Jahr 2019 für den Sänger Andreas Gabalier (35) kaum besser laufen können: Auf seiner Tournee im Sommer füllte der selbst ernannte „Volks Rock ‘n’ Roller“ Stadien und trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf – darunter auch vor Millionenpublikum in der „Helene Fischer Show“ am ersten Weihnachtsfeiertag.

Doch das Jahr war auch anstrengend und turbulent, berichtet Andreas Gabalier in einem Video an seine Fans, das er auf Facebook gepostet hat. Privat musste er die Trennung von seiner Freundin Silvia Schneider (37) verarbeiten. Die beiden gehen seit September des vergangenen Jahres getrennte Wege.

Nun will der österreichische Sänger eine Kreativpause einlegen. „Ich werde mich ein bisserl zurückziehen in den nächsten Monaten“, sagt Gabalier in seinem Video.

Gabaliers Rückzug hat einen Grund

Andreas Gabalier will in der Zwischenzeit an neuen Projekten arbeiten, sagt er. „Ich gehe ins Studio, um zu schreiben, dass es irgendwann auch wieder was Neues gibt. Wir werden gemeinsam produzieren und uns dann nächstes Jahr im Sommer mit einer schönen Charity-Geschichte zurückmelden. Genauere Infos gibt es dann im Sommer“, so der Sänger.

Aussagen des Sängers sorgen für Diskussionen

Andreas Gabalier ist umstritten. Seine Nähe zu rechtspopulistischen Thesen immer wieder Diskussionsthema. Einige Aussagen des Österreichers lassen sich als rechtspopulistisch, frauenfeindlich und homophob interpretieren. Dennoch verkauft er Stadien aus, eröffnet seine eigene Fanmeile und landet mit seinen Platten immer wieder vorne in den Charts. Auch bei seinem Auftritt in der „Helene Fischer Show“ erntete er Applaus – vorher gab es Boykott-Aufrufe.

Anfang 2019 kam es zu einer großen Debatte, weil die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla Gabalier mit dem Karl-Valentin-Orden auszeichnen wollte – und dafür einen Shitstorm abbekam. Daraufhin wurde die Gesellschaft unter anderem vom Schwulen Karneval ausgeladen, denn mit Gabalier wollte man dort nichts zu tun haben. Gabalier hatte zuvor gesagt, dass sich Homosexuelle aus Respekt vor Kindern in der Öffentlichkeit zurückhalten sollten. Vor wenigen Wochen sprach er auch öffentlich über seine Trennung – und die Gründe dafür. (bf)