Naturschutz

Rote Liste: 2019 war schlimmes Jahr für Koalas und Eisbären

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Der Koala ist häufig Opfer von Buschbränden.

Der Koala ist häufig Opfer von Buschbränden.

Foto: Robert Michael / dpa

Mehr als 30.000 Tierarten sind laut Weltnaturschutzunion IUCN bedroht. Der WWF spricht vom größten Aussterben seit den Dinosauriern.

Berlin. Mehr als 30.000 Tierarten sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als bedroht vermerkt. Rund 6400 davon sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Derzeit sei das „größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier“ im Gange, erklärte die Umweltstiftung WWF zum Erscheinen ihrer neuen Liste der Gewinner und Verlierer im Tierreich 2019. Für einige Tiere ging es in diesem Jahr aber auch bergauf.

Als Verlierer sieht der WWF Eisbären: Den Tieren geht es laut WWF in einigen Regionen deutlich schlechter. Insgesamt könnte ein Drittel der globalen Population bis 2050 verschwinden. Schuld daran sei vor allem die Klimakrise.

Artensterben: Menschen zerstören den Lebensraum der Tiere

Extrem gefährdet ist das Sumatra-Nashorn. Das letzte Exemplar in Malaysia starb im November. Der Lebensraum der Tiere war enorm geschwunden, weil der Wald für Palmölplantagen, Papierproduktion und Bergbau in den vergangenen Jahrzehnten gerodet wurde. Es leben nur noch rund 80 Tiere in der Wildnis.

Katastrophal war das Jahr auch für Koalas. Bei

mehr als 2000 Koalas verbrannt. Zwischen 43.000 und 100.000 Koalas leben noch.

Feuerwehrmann teilt Wasser mit Koala
Feuerwehrmann teilt Wasser mit Koala

Doch es gibt auch Gewinner, etwa den Goldschakal: Der kleine Bruder des Wolfes verlässt mehr und mehr den warmen Südosten Europas und besiedelt Gebiete in Mitteleuropa. Das ist nach Ansicht des WWF eine Konsequenz der Erderhitzung.

Eine große Überraschung gab es im November: Da sichteten Forscher erstmals nach 30 Jahren wieder ein Vietnam-Kantschil. Das Huftier aus der Familie der Hirschferkel war im Osten Vietnams in eine Kamerafalle getappt. Das letzte bekannte Tier dieser Art war im Jahr 1990 von einem Jäger erschossen worden. (dpa/fmg)