Preisverleihung

Hape Kerkeling verteidigt Schöneberger und kritisiert Merkel

Moderator Hape Kerkeling gab sich bei der „Men of the Year“-Gala der „GQ“ ein wenig launisch.

Moderator Hape Kerkeling gab sich bei der „Men of the Year“-Gala der „GQ“ ein wenig launisch.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Entertainer Hape Kerkeling verteidigt in einer Rede Barbara Schöneberger nach ihrem Shitstorm auf Instagram. Doch er übte auch Kritik.

Berlin. Wenn die „GQ“ zu den „Men of the Year“-Awards lädt, trifft sich auf dem roten Teppich alles, was Rang und Namen hat. Neben Hollywood-Stars wie Sharon Stone und Top-Sportlern wie Fußballer Toni Kroos und Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton trafen sich auch die deutschen Stars in der komischen Oper in Berlin, um die Männer des Jahres auszuzeichnen.

Die Moderation der „GQ“-Gala übernahm Barbara Schöneberger, die erst kürzlich den Zorn des Internets auf sich zog, nachdem sie auf Instagram gesagt hatte, sie möge keine geschminkten Männer. Doch kein geringerer als Entertainer Hape Kerkeling sprang der Moderatorin zur Seite.

Hape Kerkeling steht auf Barbara Schönebergers Seite

Kerkeling wurde in der Kategorie „Entertainment“ ausgezeichnet. Während seiner Dankesrede sagte er ein wenig launisch: „Ich habe mich ehrlich gesagt dazu entschlossen, dass ich gar keine Dankesrede halte. Es ist mir einfach zu gefährlich - weil, was passiert? Du kriegst’n Shitstorm. Dann gehn’se runter zu deinem E-Golf und hauen dir unter Umständen die Scheibe ein, wenn du was Falsches sagst.“

Gewandt zu Schöneberger sagte Kerkeling: „Was sagt sie? ‘Ich mag keine geschminkten Männer.’ Ich mag auch keine geschminkten Männer, aber ich sag’s nicht. Das ist der Unterschied. Ich mein, ich bin grad selber geschminkt. Ich weiß nicht, ob’s Ihnen aufgefallen ist - und auch beruflich das ein oder andere Mal. Ich muss sagen, es hat mir manchmal auch gefallen, muss ich ganz ehrlich sagen.“

Hape Kerkeling: „So wenig Kanzler wie heut war noch nie“

Auch zur politischen Situation hatte Hape etwas beizutragen. Er erklärte, dass ihn das Rennen um dem SPD-Vorsitz umtreibe. Und weiter: „Nicht, dass ich es werden wollte, aber ganz ehrlich: Die, die es werden wollen, können’s nicht. Und die, die können, wollen nicht.“ Auch bei der CDU sei dies das Gleiche, so der Entertainer: „So wenig Kanzler wie heut war noch nie.“

Schöneberger schloss den Abend mit den Worten: „Ich weiß, ihr könnt auch ohne Alkohol gut drauf sein, aber heute sollten wir auf Nummer sicher gehen.“ Vielleicht braucht auch sie den nach dem Shitstorm wegen ihrer „Männer sollten sich nicht schminken“-Aussageauch wenn sie es angeblich gar nicht so gemeint hat . (dpa/lahe)