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„The Voice“: Sido sorgt mit Rauswurf für Überraschung

Alice Merton beantwortet die meistgegoogelten Fragen über sich
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Sido ist bei „The Voice“ in Pöbellaune. Erst spürt es Mark Forster, dann eine Kandidatin. Und dabei handelt es sich um eine Favoritin.

Berlin.  Sido knallhart – so ruppig ist selbst der Rapper selten: Nicht nur muss sich Jury-Kollege Mark Forster von dem Berliner bepöbeln und sogar Schläge androhen lassen. Er wirft auch noch einen Liebling raus. Kurz vorm Halbfinale wird es bei „The Voice of Germany“ nochmal richtig heftig.

Aber neben Gewaltandrohungen und streitbaren Entscheidungen hat Sido noch etwas auf Lager. Etwas, dass dann doch nicht unbedingt zu erwarten war: Fürsorge und Väterlichkeit. Ein Wechselbar der Gefühle also – und ein weiterer Beweis, dass die Entscheidung, Sido in die Show zu holen, durchaus ein cleverer Schachzug der Macher bei ProSieben war.

Vergangene Woche waren bereits die Talente aus den Teams von Alice Merton und Mark Forster gewählt worden, am Donnerstagabend dürfen Rea Garvey und Sido ran. Dafür stehen ihnen zwei prominente Side-Coaches zur Seite: James Blunt und Michael Schulte, der selbst bei Talent bei der ersten Staffel The Voice war.

„The Voice“: Sido wirft Liebling raus – Das muss man wissen:

  • Sido hat Selina rausgeworfen
  • Eigentlich war das seine Favoritin
  • Rea Garvey zwei starke Talente in das Halbfinale

„The Voice of Germany“ vorm Halbfinale: Aggro-Sido gibt sich mal väterlich

Interessanterweise durchlaufen Mark Forster und Sido im Laufe der Sendung einen Rollenwechsel. Mit „Ich will auch mal gemein sein“, begründet Mark seine harte Kritik an Sidos Talent Veronika Rzasa, die mit ihrer kratzigen Stimme nicht überzeugen kann. Normalerweise ist Sido der Aggro-Part der Jury.

Der gibt sich stattdessen in dieser Folge ganz väterlich. Zwar muss man wohl auf Tränen, wie man sie bei Alice Merton schon häufiger sah – vergeblich warten. Doch sieht man den 38-Jährigen das erste Mal wirklich verzweifelt.

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Überraschend fliegt die Favoritin aus Team Sido

Da überrascht es umso mehr, dass er seine Favoritin aus dem Team kickt. „Ich muss es hier mal zugeben. Ich würde dich gerne gewinnen sehen“, erklärt Sido. Gemeint ist Selina Schulz, die mit „Ready Or Not“ eine R’n’B-Nummer vom Feinsten präsentiert. Insbesondere bei den Rap-Parts kann die 20-Jährige mit Leichtigkeit brillieren.

Vielleicht ist es das, was Sido stört, diese „Ich-mach-das-hier-mal-eben“-Attitüde. „Das war nicht dein bester Auftritt“, begründet der Coach seine Entscheidung, Selina nicht auf einen den „Hot Seats“ zu setzen. Da hilft auch Rea Garveys oberflächlicher Kommentar „Du bist ein echt schönes Mädchen – und am meisten, wenn du lächelst“, nicht. Für eine weitere Überraschung sorgte Sido im Halbfinale: Er entschuldigte sich bei einer Kandidatin.

Forster lästert über Sidos Style: „Mark, ich schlag dich gleich zusammen“

Stattdessen entscheidet sich Sido für Freschta Akbarzada, die den Klassiker „The Voice Within“ in den Sing-Offs performt. „Wenn ich deine Stimme höre, verliebe ich mich jedes Mal ein bisschen mehr in dich“, erklärt Alice. Da ist auch der ein oder andere nicht perfekte Ton vergessen. „Wenn ich dich nicht im Finale sehe, verstehe ich die Welt nicht“, sagt Rea. So sieht das auch sein Coach-Kollege Sido.

„Da oben sitzen zwei Performance-Granaten“, beginnt Sido zu erklären und erhebt sich dafür sogar aus dem „Voice“-Sessel. Und wird direkt von der Seite angequatscht – nicht von einem der Kandidaten, sondern von Forster. Der lästert: „Ich liebe das, wie er sich dafür hinstellt. Er hat extra seinen Sherlock-Holmes-Pulli an.“

Sido, der ob der Entscheidung mittelmäßig verzweifelt umhermarschiert, hat seinen üblichen Jogginganzug für die Sendung gegen einen etwa eleganteren Burberry-Pulli getauscht. Und klare Worte für die forsterschen Frotzeleien:. „Mark, ich schlag dich gleich zusammen“, droht er. „The Voice“: Darum tragen Sido und Co. immer dasselbe

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Halbfinale mit „Stimm-Granate“ und „Performance-Granate“

Neben der „Stimm-Granate“ zieht die „Performance-Granate“ Larissa Pitzen in das Halbfinale ein. Mit ihren zwei Dödeln auf dem Kopf und dem Pelz könnte man meinen, sich wolle sich als Katze verkleiden. Ihr Auftritt ist Geschmackssache, was zu großen Teilen auch an der veränderten Produktion liegt. Unverständlicherweise trifft offenbar genau das Sidos Geschmack. Damit hat die 23-Jährige es geschafft, über die ganze Sendung ihren Platz auf dem Hot Seat zu halten. Nachtrag vom 4. November: Im ersten Halbfinale sorgt Sido bei „The Voice“ mit einer Entschuldigung für Aufsehen.

Im Gegensatz zu Sidos Team wirkt das von Rea deutlich schwächer. Während Anna Strohmayr die „Stimmgewalt außer Kontrolle“ gibt, klingt Jakob Rauno wie ein jaulender Hund und der Auftritt von „Steal Deal“ Lucie Patt wirkt regelrecht belanglos. Da kann auch Side-Coach Michael Schulte nichts dran ändern.

Alice: Tief geschnittenes Hemd lenkte sie zu sehr ab

Dennoch bringt Rea Garvey zwei starke Talente in das Halbfinale. Mit „You Are The Reason“ – dem Song, den er schon in der Blind Audition A-capella zum Besten gab – liefert Erwin Kintop einen gefühlvollen und zugleich souveränen Auftritt. „Damit bist du für mich einer der Favoriten, das hier zu gewinnen“, kommentiert Mark Forster.

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Auch Alice Merton stimmt ihm zu und erklärt: „Ich war bisher nicht dein größter Fan.“ Die Begründung ist skurril. „Du hattest in der letzten Runde dieses Hemd an, mit so einem tiefen Ausschnitt, da konnte ich mich nicht auf deinen Gesang konzentrieren.“

Zweite Halbfinalistin ist Marita Hintz „Ich habe selten oder vielleicht nie so ein Talent hier gesehen wie dich“, meint Michael Schulte. „Blende das aus, ich habe damals auch viel Lob bekommen, das hat mich unter Druck gesetzt“, rät er. Immer wieder macht das ehemalige The Voice-Talent deutlich, wie er seine Teilnahme bei der Musikshow erlebt hat. Das ist mitunter ziemlich ermüdend.

XXL-Sakko dann doch lieber ausziehen?

Der Performance von „We Don’t Have To Take Our Clothes Off“ haftet ein wenig Ironie an. Im übergroßen Hosenanzug steht Marita Hintz da auf der Bühne, sodass man sich wünscht, sie würde das XXL-Sakko ausziehen und ihrem vor Rührung weinenden Vater geben. Doch abseits dessen ist der Auftritt der 17-Jährigen sehr überzeugend, wobei auffällt, dass die leisen Töne statt der starken ihre Stärke sind.

Damit stehen die vier Halbfinalisten fest und am Sonntag wird zum ersten Mal in der diesjährigen Staffel eine Show live übertragen. Alles, was man sonst noch über „The Voice of Germany“ wissen muss.

Vergangene Woche musste eine Kandidatin ihren Auftritt unterbrechen – die Show wurde auch überraschend politisch.. Sido zeigte sich in der vorangegangenen Show so gar nicht begeistert davon, dass sich ein Talent auszog. So richtig enttäuscht war Sido auch über einen Party-Eklat.

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