Gefährlicher Wirbelsturm

Hurrikan „Dorian“: Kreuzfahrt-Reedereien helfen Bahamas

Lesedauer: 37 Minuten
Verwüstung nach Hurrikan Dorian auf den Bahamas

Einem Medienbericht zufolge sind mindestens sieben Menschen gestorben.

Beschreibung anzeigen

Hurrikan „Dorian“ wütet auf den Bahamas – und zieht dann weiter Richtung Florida. Dort droht Chaos. Alle Infos im News-Blog.

Washington/Miami.  Hurrikan„Dorian“ wütet auf den Bahamas. Mindestens sieben Menschen sind durch den Sturm gestorben. Premierminister Hubert Minnis sagte, die Verwüstung sei „beispiellos“. Dorian ist der gewaltigste Hurrikan, der die Bahamas seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen hat.

Viele Menschen sind in ihren Häusern gefangen, die Rettungsarbeiten beginnen nur schleppend. Zehntausende Menschen haben keine Nahrung. Die Situation ist dramatisch. Kreuzfahrtanbieter haben derweil ihre Hilfe zugesagt.

„Dorian“ ist am Dienstag ein weiteres Mal herabgestuft worden. Während er die Bahamas als Hurrikan der Kategorie 5 traf, ist er jetzt ein Wirbelsturm der Kategorie 2. Wichtiger Hinweis: Den weiteren News-Blog zum Hurrikan „Dorian“ finden Sie jetzt hier.

Mehr als 1500 Flüge wurden in den USA am Dienstag gestrichen. Reiseveranstalter Tui flog bereits deutsche Touristen aus den besonders bedrohten Gebieten aus. Die Entwicklungen im News-Blog.

Hurrikan „Dorian“ trifft auf Florida - Das Wichtigste in Kürze

  • Hurrikan „Dorian“ ist weiter herabgestuft worden
  • Kreuzfahrtanbieter haben ihre Soforthilfe zugesagt
  • Auf den Bahamas sorgte er derweil für große Zerstörung
  • Derzeit ist er ein Wirbelsturm der Kategorie 2, gilt aber weiter als sehr gefährlich
  • Tausenden Haushalten fehlt der Strom in Florida
  • Auf den Bahamas hinterlässt der Sturm katastrophale Schäden
  • Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, Zehntausende sind weiter ohne Nahrung
  • Der Sturm wird der Küste Floridas gefährlich nahe kommen
  • Auch Touristen sollten achtsam sein, Tui hat bereits deutsche Urlauber ausgeflogen

Mittwoch, 4. September: Hurrikan „Dorian“ sorgt für große Zerstörung

13.20 Uhr: Die Kreuzfahrt-Anbieter Carnival Cruises und die Disney Cruise Line in den USA kündigten Unterstützung für Soforthilfe und den Wiederaufbau auf den Bahamas an. Der Karibikstaat, dessen Staatsoberhaupt die britische Queen Elisabeth II. ist, ist ein beliebter Haltepunkt für Kreuzfahrtschiffe.

Mit Castaway Cay besitzt Disney sogar eine eigene Bahamas-Insel mit Angestellten in Läden und Restaurants als Haltepunkt auf den Karibik-Routen. Laut dem Unternehmen konnten die Mitarbeiter nach ein paar Stunden in Schutzräumen in ihre Quartiere zurückkehren. Beide Kreuzfahrtanbieter mussten wegen „Dorian“ die Routen einzelner Schiffe ändern.

13 Uhr: Am Montag hatte auch die aus Barbados stammende Sängerin Rihanna Hilfe angekündigt. Die von ihr gegründete Clara Lionel Stiftung prüfe bereits, wie den Bahamas am besten geholfen werden könne, schrieb die 31-Jährige auf Twitter. Weitere Prominente wie Pharrell Williams oder Cardi B. zeigten in Sozialen Medien ihre Unterstützung für die betroffene Region.

11.57 Uhr: Hurrikan „Dorian“ hat auf den Bahamas eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde allmählich sichtbar: Luftaufnahmen der Insel Great Abaco zeigten kilometerlang überflutete Viertel, zerstörte Gebäude, gekenterte Boote und umhertreibende Schiffscontainer. Sieben Menschen kamen laut Ministerpräsident Hubert Minnis ums Leben. Die Zahl der Opfer könne noch weiter steigen, da es sich nur um vorläufige Informationen handele. „Wir befinden uns inmitten einer der größten Krisen in der Geschichte unseres Landes“, sagte Minnis.

10.46 Uhr: Wie CNN unter Berufung auf Behördenangaben berichtet, seien Tausende Haushalte in Florida ohne Strom. Vor allem Brevard County und Indian River County seien betroffen.

10.31 Uhr: Auf den Bahamas bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Mehr als 60.000 Menschen benötigen Lebensmittel, schreibt CNN. Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wolle man mit der Regierung zusammenarbeiten, um die „Schäden durch den Hurrikan schnell zu bewerten.“

9.47 Uhr: Hurrikan „Dorian“ soll sich laut Wetter-Experte Dominik Jung bald Richtung Europa bewegen und könnte hier auf Nordeuropa treffen. Dann handele es sich allerdings nicht mehr um einen Hurrikan, sondern ein Sturmtief, wie der Meteorologe erklärt. Der eigentliche Sturm hat also deutlich an seiner Kraft eingebüßt. Auch interessant: Hurrikan - Das ist der Unterschied zu Stürmen und Orkanen.

9.44 Uhr: Dorian bewegt sich immer schneller auf Cape Canaveral zu. Die Ausläufer mit reichlich Regen sind bereits auf Floridas Nordostküste getroffen, berichtet CNN. Hatte der Sturm vor ein paar Tagen gerade mal Schritttempo, hat er nun mehr Tempo bekommen. Seine Geschwindigkeit wird vom Nationalen Hurrikan Zentrum mit etwa 13 Kilometer die Stunde angegeben.

9.14 Uhr: In der Nacht werde ein Schiff der britischen Marine die Abaco-Inseln erreichen und die Bewohner mit Lebensmitteln versorgen, sagte Minnis. Die US-Küstenwache war bereits seit Montag im Rettungseinsatz. Der Regierungschef sprach von weiteren Hilfsangeboten und bat um Spenden. Es handle sich um eine der schwersten nationalen Krisen der Geschichte des Landes. Er kündigte auch den Einsatz von Sicherheitskräften an, um die öffentliche Ordnung zu bewahren.

5.49 Uhr: Hurrikan „Dorian“ hat auf den Bahamas eine Spur der Zerstörung hinterlassen und mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. Bilder aus der Luft und Satellitenaufnahmen zeigten weitläufig verwüstete Landstriche, die unter Wasser standen. Premierminister Hubert Minnis sagte am Dienstagabend (Ortszeit), neben den sieben bestätigten Opfern würden weitere erwartet. Der Sturm zog am späten Abend etwas abgeschwächt in Richtung der nahe gelegenen Südostküste der USA.

Dienstag, 3. September: „Dorian“ erneut heruntergestuft – Weitere Tote auf Bahamas befürchtet

23.48 Uhr: Donald Trump gab sich am Dienstagabend auf Twitter vorsichtig hoffungsvoll: „Die USA könnten beim Thema Hurrikan Dorian vielleicht ein wenig Glück haben“, schrieb der US-Präsident – warnte aber gleichzeitig: „Seid weiter vorsichtig. Wenn er die Küste hoch zieht, könne viele schlimme und unvorhersehbare Dinge passieren.“

22.37 Uhr: Großbritanniens Königin Elisabeth II. hat den Angehörigen der Opfer des Hurrikans „Dorian“ auf den Bahamas ihre Anteilnahme ausgesprochen. „Prinz Philip und mich hat es schockiert und betrübt, von der Verwüstung zu erfahren, die der Hurrikan Dorian verursacht hat, und wir übermitteln den Familien und Freunden derjenigen, die nach diesem schrecklichen Sturm ums Leben gekommen sind, unser aufrichtigstes Beileid“, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag.

Elisabeth ist Staatsoberhaupt der Bahamas, obwohl der karibische Inselstaat seit 1973 von Großbritannien unabhängig ist. Sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten.

17.49 Uhr: Noch immer warten die Menschen auf den Bahamas auf Hilfe. „Viele Menschen dort sind in ernster Not“, hat Premierminister Hubert Minnis über Grand Bahama gesagt. „Ihnen wird geholfen, sobald die Wetterbehörde grünes Licht gibt.“ Mit Nachrichten und Videos in sozialen Medien dokumentieren die Betroffenen ihre Not. Manche stecken inmitten der Fluten in den Trümmern ihrer Häuser fest und rufen um Hilfe. Andere suchen verzweifelt ihre Angehörigen.

Es gibt Berichte über Menschen, die vom Wasser mitgerissen wurden.Viele Menschen haben Minnis zufolge die Aufforderung missachtet, sich in Sicherheit zu bringen. Aber auch einige Notunterkünfte stehen Berichten zufolge unter Wasser. Der Regierungschef sprach von fünf bestätigten Todesopfern. Wenn der Sturm weitergezogen ist und die Lage übersichtlicher wird, dürfte diese Zahl steigen.

Medien und Behörden bekommen Sprachnachrichten mit Hilferufen von Bewohnern von Grand Bahama. Das Nachrichtenportal Bahamas Press veröffentlicht eine solche Nachricht von einer Frau. Sie gibt ihre Adresse durch und sagt: „Ich brauche Hilfe. Ich bin mit meinen sechs Enkeln und meinem Sohn im Dach, und das Wasser steigt.“ Ihren Nachbarn gehe es genauso. „Kann jemand bitte kommen und uns retten? Bitte! Wir sind alle im Dach, und das Wasser steigt schnell!“

16.40 Uhr: „Dorian“ hat sich innerhalb von 30 Stunden lediglich etwa 50 Kilometer bewegt. Lange Zeit stand er über den Bahamas. Jetzt bewegt er sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 Kilometer die Stunde auf die US-Küste zu. Wie CNN berichtet, sei der Hurrikan jetzt auf die Kategorie 2 heruntergestuft worden. Darum bleibt Hurrikan „Dorian“ weiter gefährlich - das bedeuten die Kategorien.

15.12 Uhr: Teile des Disney Lands in Florida werden wegen des Hurrikans geschlossen - eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie es heißt. Derweil wurden am Dienstag mehr als 1500 Flüge wegen des Hurrikans gestrichen, berichtet CNN.

14.24 Uhr: „Dorian“ kommt immer näher. Der Hurrikan bewegt sich auf die US-Küste zu. Laut CNN befindet sich der Sturm etwa 240 Kilometer nordöstlich von Palm Beach.

13.15 Uhr: Auf den Bahamas spitzt sich die Lage zu. Anwohner berichteten dem „Nassau Guardian“ von Angehörigen auf Grand Bahama, die auf den Dachböden ihrer Häuser auf Hilfe warteten. Damit folgten sie einer Aufforderung der Katastrophenschutzbehörde, nicht das eigene Heim zu verlassen, sondern den höchstgelegenen Ort darin aufzusuchen.

Premierminister Minnis hatte die Einwohner von nicht betroffenen Gebieten der Bahamas aufgerufen, Freunden und Familien in Not Unterschlupf zu gewähren. Minnis zufolge hatten viele der mehr als 70.000 Bewohner in den am stärksten betroffenen Gebieten die Aufforderung missachtet, sich in Sicherheit zu bringen.

Rettungseinsätze waren unter den Wetterbedingungen zunächst unmöglich. Auf den Abaco-Inseln, die der Sturm als erstes getroffen hatte, liefen sie mittlerweile an. Daran beteiligte sich auch die US-Küstenwache und flog unter anderem 19 Verletzte zur medizinischen Behandlung in die Hauptstadt Nassau, wie ihr Kommandant für die Region, Eric Jones, dem Nachrichtensender CNN sagte.

11.50 Uhr: Die ersten Ausläufer von „Dorian“ sind bereits in Florida zu spüren, wie CNN berichtet. Ein Meteorologe des Senders warnt trotz der Herabstufung auf die Kategorie 3 davor, den Sturm zu unterschätzen. Er könne auch wieder stärker werden, wenn tropische Winde aus seinem Zentrum strömen.

8.34 Uhr: Der zerstörerische Hurrikan „Dorian“ hat die Bahamas fest im Griff: Der Wirbelsturm habe sich direkt nördlich der Insel Grand Bahama festgesetzt, teilte das US-Hurrikanzentrum am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit.

Da die Windgeschwindigkeit mit bis zu 195 Stundenkilometern leicht nachließ, stufte die Behörde das Unwetter zwar von der zweithöchsten Hurrikan-Kategorie auf die Stufe 3 herab. Die Experten warnen jedoch, dass „Dorian“ auch in den nächsten Tagen ein mächtiger Hurrikan bleiben werde.

Angesichts der katastrophalen Zerstörung zog Regierungschef Hubert Minnis einen dramatischen Vergleich: „Die Bahamas sind derzeit im Krieg, sie werden von Hurrikan „Dorian“ angegriffen“, zitierte die Zeitung „The Nassau Guardian“ Minnis am Montag. Der Inselstaat habe keine Waffe, um sich gegen den Angriff eines solchen Feindes zu verteidigen. Die Einwohner von Grand Bahama sind aufgerufen, weiter Schutz zu suchen.

Eine Hurrikan-Warnung besteht auch für Floridas Ostküste. „Dorian“ sollte sich im Tagesverlauf langsam gen Norden weiterbewegen und dort der Küste Floridas laut Hurrikanzentrum „gefährlich nahe kommen“.

05.29 Uhr: Am Montagabend stand „Dorian“ den Angaben zufolge bei andauernden Windgeschwindigkeiten um 220 Kilometer pro Stunde nahezu bewegungslos über der nördlichen Insel Grand Bahama. Dort kam es Berichten zufolge zu großflächigen Überschwemmungen. Heute Abend könnte der Sturm, den das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA nach wie vor als „extrem gefährlich“ einstuft, der US-Küste gefährlich nahe kommen.

Premierminister Hubert Minnis zufolge hatten viele der mehr als 70.000 Bewohner der am stärksten betroffenen Gebiete auf den Bahamas die Aufforderung missachtet, sich in Sicherheit zu bringen.

5.12 Uhr: Nasa-Astronaut Tyler Nicklaus „Nick“ Hague twitterte ein spektakuläres Bild von „Dorian“ von der Internationalen Raumstation aus:

Montag, 2. September: Hurrikan „Dorian“ wütet auf den Bahamas – Mindestens ein Toter

23.38 Uhr: Mindestens fünf Menschen sind auf den Bahamas durch Hurrikan „Dorian“ ums Leben gekommen. Das sagte Premierminister Hubert Minnis einem Bericht der „Washington Post“ zufolge bei einer Pressekonferenz.

21.21 Uhr: Die Bahamas sind sturmerprobt, aber „Dorian“ ist der stärkste Sturm über der Inselgruppe seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und er wütet über den südöstlich von Florida gelegenen Inseln – laut der Berichte von den Inseln der Abaco-Gruppe sei die Verwüstung „beispiellos“, schrieb Hubert Minnis, Premierminister der Bahamas, auf Twitter.

Auf Twitter kursieren auch unzählige Videos von den Auswirkungen von Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas:

Die Bahamas bestehen aus rund 700 Inseln. Bewohnt sind nur 30 von ihnen. Dort leben rund 389.000 Menschen.

20.27 Uhr: Auf den Bahamas ist durch den Hurrikan „Dorian“ mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte das Tourismusministerium der karibischen Inselgruppe am Montag mit. Rettungsarbeiten seien inzwischen in Gegenden, wo dies sicher sei, angelaufen. Es würden weiter Informationen gesammelt.

Außenminister Darren Henfield hatte zuvor dem örtlichen Sender ZNS gesagt, es gebe Berichte über Todesopfer, die sich bisher nicht bestätigen ließen. Ersthelfer würden in die betroffenen Gebiete fahren, sobald das Wetter es zulasse. Es sei zu „katastrophalen Schäden“ gekommen.

20.10 Uhr: Astronaut Nick Hague hat auf Twitter ein Foto gepostet, das von der ISS aus aufgenommen wurde. Darauf zu sehen: Das Auge des Hurrikans „Dorian“. „Du kannst die Kraft des Sturms spüren, wenn du von oben in sein Auge siehst“, schrieb Hague dazu.

18.13 Uhr: „Dorian“ hat nach Schätzung des Roten Kreuzes auf den Bahamas bis zu 13.000 Häuser schwer beschädigt oder zerstört. Das teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Montag in Genf mit.

Nach ersten Einschätzungen vor Ort seien zudem Brunnen auf den Abaco-Inseln durch Überschwemmungen mit Salzwasser verunreinigt worden. Es herrsche daher ein dringender Bedarf an sauberem Wasser - ebenso wie an Unterkünften und Gesundheitsversorgung.

17.17 Uhr: „Dorian“ hat etwas an Kraft verloren und ist zu einem Hurrikan der Kategorie vier von fünf herabgestuft worden. Der Sturm bringe aber weiter extrem zerstörerische Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami – es drohten weiter „katastrophale Schäden“.

Am Montagabend (Ortszeit) sollte „Dorian“ der Küste Floridas „gefährlich nahe“ kommen und dann in Küstennähe nach Norden abdrehen. An der US-Küste sei daher mit zerstörerischen Winden, Sturmfluten und Überschwemmungen zu rechnen, warnten die Meteorologen. Die Behörden in Florida und den nördlicheren Bundesstaaten Georgia und South Carolina ordneten eine weitgehende Evakuierung der Küstenorte an.

16.52 Uhr: Das Zentrum des Hurrikans „Dorian“ ist über den nördlichen Bahamas fast zum Stehen gekommen. Zerstörerische Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometer pro Stunde tobten am Montag über der Insel Grand Bahama, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami erklärte.

Der Insel drohten „extreme Zerstörung“ und meterhohe Sturmfluten. Die Meteorologen konnten keine Entwarnung geben: Das Zentrum des Sturms bewegte sich nur noch mit weniger zwei Stundenkilometern nach Westen in Richtung der US-Küste. Auch in den vergangenen Jahren wüteten schwere Stürme in den USA: Katrina, Sandy, Irma - Diese Hurrikans waren die schlimmsten.

Das Ausmaß der Schäden auf den nördlichen Bahamas war zunächst noch nicht abzusehen. Videos von den östlichen Abaco-Inseln, auf die der Hurrikan bereits am Sonntag getroffen war, zeigten überschwemmte Straßen, unter Wasser stehende Häuser und umgeknickte Bäume.

Der Außenminister der Bahamas, Darren Henfield, sagte, es sei zu „katastrophalen Schäden“ gekommen. Es gebe auch Berichte über Todesopfer, diese ließen sich aber bisher nicht bestätigen, sagte er dem örtlichen Sender ZNS. Ersthelfer würden in die betroffenen Gebiete fahren, sobald das Wetter es zulasse. Premierminister Hubert Minnis schrieb auf Twitter: „Die Verwüstung ist beispiellos.“

16.14 Uhr: Der Reisekonzern Tui hat deutsche Urlauber vor dem Eintreffen des gefährlichen Hurrikans „Dorian“ auf den Bahamas in Sicherheit gebracht. Bereits am Samstag sei Vorsorge getroffen worden und die Gäste seien von der Insel Grand Bahama abgereist.

Es handelte sich um weniger als zehn Urlauber, die betroffen waren, wie eine Sprecherin von Deutschlands größtem Reiseveranstalter am Montag in Hannover auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Hurrikan habe erhebliche Schäden verursacht, berichtete Tui. Reisen auf die nordwestlichen Inseln der Bahamas würden bis einschließlich 15. September vorsorglich abgesagt. Da der Hurrikan weiter Kurs auf die Südostküste der USA nimmt, seien nun Urlauber dort von Sicherheitsvorkehrungen betroffen.

Tui empfiehlt Urlaubern mit Aufenthalten zwischen Fort Lauderdale bis Jacksonville, vorsorglich nach Orlando ins Landesinnere zu reisen. Dabei handele es sich den Angaben zufolge um 270 Gäste.

15.48 Uhr: Eine Karte zeigt den voraussichtlichen Verlauf von „Dorian“. Demnach wird er auf die Küste Floridas am Dienstag gegen acht Uhr treffen. Der Hurrikan bewegt sich mit extrem langsamer Geschwindigkeit auf die US-Küste zu. Wie „CNN“ berichtet, bewege sich ein Mensch im normalen Schritttempo schneller als „Dorian“.

15.20: Wegen des Hurrikans wurden bereits 1000 Flüge storniert, berichtet CNN. Die häufigsten Stornierungen gab es vor allem von den Airports, die vermutlicherweise in den Bereichen liegen, in denen der Hurrikan seine größte Wucht entfalten wird.

13.49: „Dorian“ bewegt sich im Atlantik von den Bahamas aus Richtung USA und wird dort voraussichtlich ab Dienstag auf die Küste treffen. Reisende, die in den betroffenen Gebieten unterwegs sind oder dorthin reisen wollen, sollten deshalb engen Kontakt zu ihrer Fluggesellschaft beziehungsweise ihrem Reiseveranstalter halten, rät das Auswärtige Amt in Berlin.

Grund sind mögliche Änderungen im Reiseplan. Beachtet werden sollten auch die Sturmwarnungen des US-amerikanischen National Hurricane Centers und die Informationen der einzelnen Katastrophenschutzbehörden. Reisende, die sich in den betroffenen Regionen der USA aufhalten, sollten entscheiden, ob sie eventuell vorher ausreisen. In jedem Fall sollte man für Reisen derzeit ein bis zwei Tage mehr Zeit einplanen.

Warnung vor „extremer Zerstörung“ durch „Dorian“

11 Uhr: Das Hurrikan-Zentrum in Miami warnte vor „katastrophalen“ Sturmfluten von bis zu sieben Metern Höhe auf den Bahamas. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde könne „Dorian“ dort in den kommenden Stunden „extreme Zerstörung“ verursachen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

Das Zentrum des Sturms war am Sonntag auf dem Riff Elbow Cay östlich von Abaco auf Land getroffen. Auf Videos aus Abaco waren überschwemmte Straßen, unter Wasser stehende Häuser und umgeknickte Bäume zu sehen. Auf Facebook berichteten Einwohner von teils eingestürzten Gebäuden.

Das Ausmaß der Schäden auf Abaco könne wegen des sich nur langsam bewegenden Sturms frühestens am Montagnachmittag festgestellt werden, sagte Joy Jibrilu, die Generaldirektorin des Tourismusministeriums, dem US-Sender CBS in einem Telefonat.

Viele der Einwohner hätten die bereitgestellten Notunterkünfte aufgesucht.„Ich glaube, niemand hat mit einem Hurrikan von solcher Intensität gerechnet“, sagte Jibrilu. Die weiter südlich gelegenen Inseln des Archipels sowie die Hauptstadt Nassau waren Jibrilu zufolge nicht vom Hurrikan betroffen. Dort funktioniere das öffentliche Leben normal.

5.04 Uhr: Erste Fernsehbilder von den Bahamas, die südöstlich des US-Bundesstaats Florida liegen, zeigten ein Bild der Verwüstung – abgedeckte Häuser, umgeknickte Bäume und dramatische Überschwemmungen. „Dorian“ fegte am Sonntag (Ortszeit) über die Inseln Great Abaco und Great Bahama hinweg.

Der Regierungschef der Bahamas, Hubert Minnis, rief alle Einwohner auf, angesichts der außergewöhnlichen Stärke des Sturms Schutz zu suchen. „Das wird uns auf die Probe stellen wie nie zuvor“, zitierte ihn die örtliche Zeitung „Nassau Guardian“. „Dies ist ein tödlicher Sturm und ein Monster-Sturm.“ Auch interessant:

Erste Küstengebiete in Florida wurden evakuiert. Im nördlicheren Bundesstaat South Carolina wurden 800.000 Menschen angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen.

Sonntag, 1. September: Behörden der Bahamas warnen vor Hurrikan „Dorian“

20.22 Uhr: Präsident Trump hat nach einer Einsatzbesprechung mit seiner Bundesbehörde für Krisenmanagement FEMA erneut vor den katastrophalen Folgen des Hurrikans „Dorian“ gewarnt. „Seine Auswirkungen werden über Hunderte Meilen oder mehr vom Auge des Sturms entfernt spürbar sein“, sagte Trump während der Sitzung am Sonntag, bei der auch mehrere seiner Minister und der Senator des besonders betroffenen Bundesstaates Florida, Rick Scott, anwesend waren.

Der Hurrikan sei „einer der größten, den wir je gesehen haben“, erklärte Trump weiter und zeigte sich überrascht, dass ein Sturm überhaupt so stark sein könne.

19.41 Uhr: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde ist „Dorian“ am Sonntag auf die Bahamas getroffen. Die Situation sei lebensbedrohlich, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami am Sonntag. Es drohten Flutwellen von bis zu sieben Meter Höhe, hieß es weiter.

Das Zentrum des Sturms kam demnach am Sonntagnachmittag (Ortszeit) auf der nördlichen Insel Abacos an. Dort sei „extreme Zerstörung“ zu befürchten, hieß es. „Dorian“ ist ein „katastrophaler“ Hurrikan der Stufe fünf von fünf. Es ist der gewaltigste Hurrikan, der die Bahamas seit Beginn der modernen Aufzeichnungen je getroffen hat, erklärte das US-Hurrikan-Zentrum.

Die Behörden der südöstlich von Florida gelegenen Inselgruppe mit knapp 400.000 Einwohnern hatten die Bürger zuvor aufgerufen, sich in Notunterkünfte und höherliegende Orte zu begeben.

17.15 Uhr: Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA hat für Teile der Ostküste des Bundesstaats Florida eine Tropensturmwarnung verhängt. Meteorologen rechneten damit, dass der Hurrikan am Montagabend oder Dienstag wohl vor der Küste nach Norden in Richtung der Bundesstaaten Georgia und South Carolina abdrehen wird.

Der jüngsten Prognose zufolge soll „Dorian“ der Küste Floridas allerdings so nahe kommen, dass fast von Miami bis Orlando mit gefährlichen Winden der Stärke eines Tropensturms zu rechnen ist. In Palm Beach nördlich von Miami ordnete die Polizei die verpflichtende Evakuierung von küstennahen und niedrig liegenden Stadtvierteln an.

Sollte der Sturm seinen Kurs erneut ändern, sei nicht auszuschließen, dass er doch noch auf Florida treffen könnte. Es sähe nach einem „der größten Hurrikans jemals aus“, warnte US-Präsident Donald Trump über Twitter. „Gott segne alle.“

Florida bereitet sich auf Hurrikan vor
Florida bereitet sich auf Hurrikan vor

14.08 Uhr: „Dorian“ ist zu einem Hurrikan der gefährlichsten Kategorie hochgestuft worden. Er erreicht nun laut Hurrikan-Zentrum in Miami Windgeschwindigkeiten von mehr als 260 Kilometern pro Stunde.

8.40 Uhr: Die Behörden der Bahamas warnen vor dem Hurrikan „Dorian“, der wahrscheinlich am Sonntag auf die Inselgruppe treffen wird. Anwohner und Touristen wurden aufgefordert, die Küstenlinien zu verlassen. Erwartet werde ein verheerender Sturm, sagte Ministerpräsident Hubert Minnis in einer landesweit übertragenden Pressekonferenz.

Es werde mit Sturmfluten gerechnet, die bis zu 15 Fuß (4,6 Meter) Höhe erreichen könnten. Gefährdet seien etwa 73.000 Menschen und 21.000 Gebäude. Der Sturm zog zuletzt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf das Archipel zu. Entgegen früheren Befürchtungen wird Florida von „Dorian“ wohl nicht direkt getroffen.

Samstag, 31. August: Hurrikan „Dorian“ könnte abdrehen

16.07 Uhr: Der Wirbelsturm „Dorian“ soll am Dienstag in Küstennähe nördlich abdrehen und sich abschwächen, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum am Samstag mitteilte. Die Bewohner von Florida dürften deshalb Hoffnung schöpfen, weil der Hurrikan nach aktuellen Erkenntnissen nicht frontal auf die Ost-Küste der USA trifft. Der Sturm könnte beidrehen und nur noch seine Ausläufer würden dann Florida treffen.

Komplette Entwarnung gibt es dennoch nicht. Denn im Osten der USA dürfte es Anfang kommender Woche dennoch starke Stürme, heftige Regenfälle und Fluten geben.

7.59 Uhr: Trifft „Dorian“ als Hurrikan der Kategorie vier an Land, wäre das für die Ostküste Floridas der stärkste Sturm seit mehr als zwei Jahrzehnten. Präsident Donald Trump erklärte am Freitag im Weißen Haus, der genaue Weg des Wirbelsturms sei immer noch nicht absehbar, deshalb würden die Behörden wohl erst am Sonntag über mögliche Evakuierungen entscheiden.

Freitag, 30. August: Hurrikan „Dorian“ könnte große Zerstörung bringen

14.30 Uhr: Die Menschen in Florida wappnen sich für den Sturm. US-Medien berichten von Hamsterkäufen und langen Schlangen an Tankstellen. Regale in Supermärkten seien vielerorts leer. Konserven, Trinkwasser, Hygieneartikel und Bananen waren ausverkauft, berichtete Abrooke Koontz, Anwohnerin in Port Orange, dem Sender CNN. „Menschen versuchten, um die Wette zu rennen“, sagte sie.

„Es ist wie in einem Irrenhaus“, sagte Tankstellen-Mitarbeiterin Ashli Presnell der „New York Times“. Die Autos reihten sich den ganzen Tag schon Stoßstange an Stoßstange.

13.15 Uhr: „Dorian“ ist nach Ansicht der Experten vom Nationalen Hurrikan-Zentrum „extrem gefährlich“. Zu Wirbelstürmen dieser Kategorie erklärt das Zentrum: „Es wird zu katastrophalen Schäden kommen“.

Solche Stürme verursachten heftigen Regen, zerstörerische Winde und lebensgefährliche Überschwemmungen. Sie rissen Strommasten und Bäume um, zerstörten Wohnhäuser. In der Folge könnten betroffene Gebiete für Tage oder gar Wochen ohne Strom und unbewohnbar sein.

10.25 Uhr: Der Weg, den Wirbelstürme nehmen, ist schwer vorherzusagen – deshalb müssen sich Zehntausende Menschen an der südlichen Ostküste der USA auf Hurrikan „Dorian“ vorbereiten, die vielleicht später gar nicht betroffen sein werden.

Solche Stürme durch menschliche Bemühungen abzuschwächen oder gar aufzuhalten, ist unmöglich. Erst vor einigen Tagen hatte das Portal „Axios“ berichtet, dass Präsident Trump zu Beginn seiner Amtszeit die Idee ins Spiel gebracht hatte, Hurrikans mit Atombomben zu stoppen. Trump wies den Bericht als „fake news“ zurück.

6.23 Uhr: „Dorian“ sammelt derzeit über dem warmen Wasser des westlichen Atlantiks Kraft und gilt mit Windböen von bis zu 170 Kilometern pro Stunde inzwischen als Hurrikan der Stufe zwei.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum befürchtet, dass „Dorian“ gar als mächtiger Wirbelsturm der Stufe vier von fünf im US-Bundesstaat Florida auf Land treffen könnte. Der Sturm könnte heftigen Regen, zerstörerische Winde und lebensgefährliche Überschwemmungen mit sich bringen, hieß es.

3.45 Uhr: Wegen des Hurrikans sagte Trump seine seit Langem geplante Reise nach Polen ab, wo er ab Sonntag an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs teilnehmen sollte. Trump sagte, für die USA werde nun Vizepräsident Mike Pence nach Polen reisen. Er habe dies telefonisch auch Polens Präsident Andrzej Duda erklärt und hoffe, die Reise bald nachholen zu können.

2.50 Uhr: Präsident Donald Trump hat die Bewohner der Südostküste der USA mit eindringlichen Worten vor dem herannahenden Hurrikan „Dorian“ gewarnt. „Alles deutet darauf hin, dass er sehr hart zuschlagen wird und dass er sehr groß wird“, sagte Trump in einer Videobotschaft.

„Es sieht so aus, als wenn es ein absolutes Monster sein könnte“, sagte Trump. Es gebe Befürchtungen, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan „Andrew“ – oder gar noch schlimmer.

Als „Andrew“ 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar.

Trump appellierte an die Menschen in den Küstenstaaten, sich auf den Sturm vorzubereiten. „Seien Sie wachsam, bleiben Sie in Sicherheit – und Gott schütze Sie.“ Die Regierung habe die besten Experten mobilisiert und schicke Nahrungsmittel und Wasser in das Gebiet. Auch Evakuierungen seien nicht ausgeschlossen.

Donnerstag, 29. August: „Dorian“ trifft USA wohl am langen Wochenende

23.45 Uhr: Der Gouverneur des nördlich an Florida grenzenden Bundesstaats Georgia, Brian Kemp, hat über die Küstengebiete des Staates den Ausnahmezustand verhängt, um Vorbereitungen und Rettungseinsätze zu erleichtern.

In Florida gilt der Ausnahmezustand bereits seit Mittwoch.

13.52 Uhr: Experten des Nationalen Hurrikan-Zentrums gehen davon aus, dass sich „Dorian“ in den kommenden zwei Tagen weiter verstärkt. Am Donnerstag wird der Wirbelsturm größtenteils übers Wasser ziehen und dabei vermutlich größer und schneller werden. Der Hurrikan, der zurzeit mit Stufe 1 klassifiziert wird, könnte nach Expertenmeinung in den kommenden Tagen auch Stufe 3 erreichen.

Das Hurrikan-Zentrum rief die Einwohner Floridas auf, zu überlegen, was sie noch an Vorbereitungen treffen müssen.

10.27 Uhr: Der Sänger Marc Anthony – Ex-Mann von Pop-Superstar Jennifer Lopez – hat sich gegen Kritik von Donald Trump an Puerto Rico gewehrt. Der US-Präsident hatte das US-Außengebiet bei Twitter als „einen der korruptesten Orte der Welt“ bezeichnet.

Trump warf der puerto-ricanischen Regierung vor, nach dem Hurrikan „Maria“ im Jahr 2017 einen Großteil der Hilfszahlungen aus dem US-Kongress verschwendet zu haben. Viele Puerto Ricaner hatten vor zwei Jahren ihren Präsidenten und die Arbeit von FEMA scharf kritisiert.

Nach Trumps Angriff auf Twitter schlug Anthony, der als Sohn puerto-ricanischer Eltern in den USA geboren wurde, auf Twitter zurück: „Wow, Mister was auch immer Sie sind“, schrieb der Sänger, „wir alle haben gerade ihren wirren Tweet über mein geliebtes Puerto Rico gelesen. Von einer grauenvollen Person wie Ihnen kommend ergibt das natürlich Sinn.“ Er fügte hinzu, Trump sei korrupt und unfähig, das Weiße Haus zu führen.

8.12 Uhr: Neben Florida könnte „Dorian“ auch über Teile der Bundesstaaten Georgia und South Carolina hinwegziehen, sagte der Leiter der US-Hurrikan-Zentrums, Ken Graham.

Das Unwetter wird die USA also wahrscheinlich am langen Wochenende heimsuchen: Am Montag ist dort Feiertag.

Am Mittwochabend bewegte sich der Wirbelsturm mit rund 22 Kilometern pro Stunde nordwestlich vorwärts und erreichte Windgeschwindigkeiten von 130 km/h.

5.28 Uhr: Hurrikan „Dorian“ gewinnt über den warmen Gewässern der Karibik weiter an Stärke. Die Südostküste der USA bereitet sich bereits auf den heranziehenden Wirbelsturm vor. Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, rief deshalb am Mittwoch (Ortszeit) den Notstand aus.

„Jeder Einwohner von Florida sollte für mindestens sieben Tage Vorräte haben, darunter Essen, Wasser und Medizin sowie einen Plan für den Katastrophenfall“, erklärte DeSantis. Der Sturm wird nach Ansicht von Experten frühestens am Wochenende auf das amerikanische Festland treffen.

Darüber hinaus erklärte US-Präsident Donald Trump für die in der Karibik liegenden Amerikanischen Jungferninseln den Notstand, um auch für das US-Außengebiet mehr Hilfe leichter zugängig zu machen.

Mittwoch, 28. August: „Dorian“ zieht wohl an Puerto Rico vorbei

20.32 Uhr: „Dorian“ ist von einem Tropensturm zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Der Wirbelsturm befand sich am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in der Nähe der Jungferninseln und sollte von dort weiter über den Atlantik in Richtung der Bahamas ziehen, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum erklärte. Anders als ursprünglich befürchtet, sollte „Dorian“ demnach nicht direkt auf Puerto Rico treffen.

Das Sturmsystem bewegte sich mit rund 20 Kilometern pro Stunde nordwestlich vorwärts und brachte Windböen mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h mit sich, wie die Behörde erklärte. Das entspricht auf der Skala von eins bis fünf knapp einem Hurrikan der Stufe eins. „Dorian“ könnte im weiteren Verlauf in wenigen Tagen auf die Südwestküste der USA treffen.

16.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, man beobachte den Tropensturm „Dorian“ aufmerksam auf seinem Weg nach Puerto Rico. Die Katastrophenschutzbehörde Fema und andere Stellen seien bereit und würden einen großartigen Job machen. „Wenn sie das tun, lasst es sie wissen und sagt ihnen ein großes Dankeschön – nicht wie beim letzten Mal“, mahnte Trump.

Das gelte auch für die „inkompetente“ Bürgermeisterin von San Juan. Trump hatte die Führung Puerto Ricos nach der Wirbelsturm-Katastrophe 2017 wiederholt scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, einen Großteil der Hilfszahlungen aus dem US-Kongress damals verschwendet zu haben. Besonderes Ziel von Trumps Attacken ist die Bürgermeisterin von San Juan, Carmen Yulín Cruz, die er regelmäßig als inkompetent verunglimpft.

16.05 Uhr: Meteorologen gehen davon aus, dass Tropensturm „Dorian“ vor seinem Auftreffen auf Puerto Rico noch weiter an Stärke gewinnen und sich zu einem Hurrikan auswachsen könnte. Die bei Kreuzfahrttouristen beliebte Insel ist während der Hurrikan-Saison oft Stürmen ausgesetzt.

Besonders verheerend hatte im September 2017 Hurrikan „Maria“ das Gebiet getroffen. Fast 3000 Todesopfer wurden dem Sturm im Nachhinein zugerechnet. Monatelang litten die Puertoricaner zudem unter Stromausfällen und unterbrochener Trinkwasserversorgung.

Weil in Puerto Rico, einem sogenannten assoziierten Freistaat der USA, jetzt der Ausnahmezustand gilt, übernehmen Bundesagenturen wie die Katastrophenschutzbehörde FEMA die Koordination der Schutzmaßnahmen für die rund 3,2 Millionen Einwohner, öffentliche Gesundheit und Sicherheit.

14.58 Uhr: Der Tropensturm „Dorian“ zieht auf Puerto Rico zu: Am späten Dienstagabend (Ortszeit) hat die US-Regierung den Notstand über das Außengebiet der Vereinigten Staaten verhängt. Damit bekäme die Insel Zugang zu Bundeshilfen und Fördermitteln, falls das Unwetter erhebliche Schäden anrichten sollte.

„Dorian“ sollte laut Prognosen des Nationalen Hurrikan-Zentrums im Laufe des Mittwochs auf die Karibik-Insel treffen oder knapp an ihr und anderen Inseln der Großen Antillen vorbei nordwestlich Richtung Florida ziehen.

(dpa/moi)