TV-Serie

ARD-Dauerbrenner „Um Himmels Willen“ geht in die 18. Staffel

Schwester Hanna (Janina Hartwig) und Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) streiten auch in der 18. Staffel von „Um Himmels Willen“ weiter.

Schwester Hanna (Janina Hartwig) und Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) streiten auch in der 18. Staffel von „Um Himmels Willen“ weiter.

Foto: ARD/Barbara Bauriedl

„Um Himmels Willen“ startet am Dienstag in die 18. Staffel. Schauspieler Fritz Wepper erklärt, warum er solche Serien für wichtig hält.

Berlin. Es gibt TV-Serien, bei denen hat man als Zuschauer schon jedes Zeitgefühl verloren. Läuft „Um Himmels Willen“ zum Beispiel nun schon seit zehn, 20 oder 25 Jahren? Die Wahrheit liegt, auch in diesem Fall, in der Mitte: Seit 17 Jahren streitet sich Bürgermeister Wolfgang Wöller mit den Nonnen des Klosters in Kaltenthal. Am Dienstag beginnt die 18. Staffel des ARD-Dauerbrenners.

Und der Beginn ist brenzlich: Ein Blitz schlägt ein ins Kloster Kaltenthal. Dabei standen die Nonnen um Schwester Hanna (Janina Hartwig) kurz vor der Eröffnung ihres eigenen Ladens. Doch jetzt wird es erst mal nichts mit dem Geschäft – und die Renovierung ist für den Orden nahezu unbezahlbar, weil Auflagen vom Bauamt die Kosten in die Höhe treiben.

Neue Drehbuchautoren bei „Um Himmels Willen“

Hanna vermutet nicht zu Unrecht, dass ihr Dauer-Widersacher, Bürgermeister Wolfgang Wöller (Fritz Wepper), dahintersteckt. Denn der hat seine ganz eigenen Pläne für das Kloster. Mithilfe der Immobilienmaklerin Jenny Winter (Barbara Wussow) plant er in einer vergessenen Bunkeranlage einen Luxusbunker für Weltuntergangs-Paniker. Und der Bunker befindet sich natürlich ausgerechnet unter dem Klosterwald.

Es geht also wieder einmal ums liebe Geld in der neuen Staffel. Das Muster ist altbewährt und nahezu unverändert – trotz neuer Drehbuchautoren. „Wir sind alle abhängig von den geistigen Vätern der Serie“, sagt Fritz Wepper im Interview. „Es war spannend, allein anhand des Drehbuchs festzustellen, dass neue Autoren dazugekommen sind, denen wir zwar als Rolle vertraut sind, aber noch nicht als Menschen, als Schauspieler. Es war einfach eine andere Diktion, eine andere Satzstellung. Aber das wird sich mit der Zeit auch wieder einpendeln, sobald wir uns alle einmal kennengelernt haben.“

„In einer Welt voller Angst etwas Entspannung zeigen“


Der Zuschauer merkt die Veränderung kaum. Gut so, sagt Wepper: „Wir haben die Chance, dass wir in einer Welt, die zunehmend voller Spannungen und Angst ist, etwas Entspannung zeigen“, sagt er. „Wir kommen unmittelbar nach der ,Tagesschau‘ mit grauenvollen Klimaprognosen, Bad News und politischen Krisen. Das ist aus meiner Sicht eine starke Belastung für die Psyche der Menschen. Unsere Zuschauer wissen, welches Format auf sie zukommt.“ Für ihn sind das „Geschichten, die um die Ecke passieren“.

„Es ist wichtig, dass die Zuschauer sich mal zurücklehnen können. Denn eine Dreiviertelstunde später kommen die nächsten Nachrichten.“ Neu ist dagegen Barbara Wussow. Als Immobilienmaklerin gibt sie ihren Einstand in der Serie. Sie sieht ein ähnliches Erfolgsrezept wie beim „Traumschiff“: „Fliehen, abschalten“, sagt sie. „Die Welt ist schlimm genug und schlecht genug und schrecklich genug.“

Sie habe mal mit Romantik-Königin Rosamunde Pilcher gesprochen, erinnert sich Wussow. „Und die hat mir gesagt, sie zeigt keine heile Welt, sondern eine heilende. Es ist wie ein Pflaster auf Wunden, die das Leben schlägt.“

• Dienstag, 26. März, 20.15 Uhr, ARD: „Um Himmels Willen“